Eine Partnerschaft wurde erwachsen
Sonntag, 11. August 2002, 19:44 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen wurde heute offiziell der 10. Jahrestag der Partnerschaft zwischen Nordhausen und Bet Shemesh in Israel gefeiert. nnz war im Theater für Sie dabei.
Es war der 17. September 1992: Da unterzeichneten die damaligen Bürgermeister von Bet Shemesh und Nordhausen in der israelischen Stadt eine historische Partnerschaft. Zehn Jahre ist das her und die Freundschaft zwischen beiden Städten hat nicht nur eine Kontinuität erfahren, sondern wurde in den Jahren ständig ausgebaut.
Es sei eine Partnerschaft entstanden, die nicht nur für die beiden Städte von immenser Bedeutung sei, sondern auch für Deutschland, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke in ihrem Grußwort. Die Bedeutung für Deutschland lag und liegt darin begründet, dass Nordhausen die erste ostdeutsche Kommune war, die in einer israelischen Stadt anklopfte. Dem damaligen Bürgermeister Dr. Manfred Schröter war es zu verdanken, der die ersten Pfeiler der Brücke zwischen Nordhausen und Israel setzte.
Nun ist aus der damaligen Unterzeichnung der Urkunde ein Netz von Beziehungen entstanden, das vor allem von der Jugend beider Städte geknüpft wird. Auf diesen erfreulichen Umstand machte der Gesandte der Botschaft Israels in Deutschland, Mordechay Lewy, aufmerksam. Er lud alle Nordhäuser zu einem Besuch nach Israel ein, trotz der Spannungen in dieser Region. Gerade die Stadt vor den Toren Jerusalems sei eine junge Stadt. Das wusste auch deren Bürgermeister Daniel Vaknin zu berichten. Die Situation in unserem Land ist nicht leicht, trotzdem wächst und blüht unsere Stadt auf. Derzeit leben rund 60.000 Menschen in Bet Shemesh, in fünf Jahren sollen es 100.000 sein. 15.300 Kinder und Jugendliche besuchen gegenwärtig Schulen und Kindergärten, ein Zeichen der Zukunft in dieser Stadt aber auch im ganzen Land.
Die israelische Delegation, die seit heute in Nordhausen weilt, wurde am Nachmittag im Rathaus empfangen. In den kommenden Tagen wollen die Gäste nicht nur die Stadt selbst, sondern auch das Land kennen lernen. Sie werden unter anderem die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora besuchen, am jüdischen Gedenkstein in der Rolandstadt Blumen und Kränze niederlegen sowie nach Berlin reisen. Zur Delegation gehören neben den offiziellen Vertretern der Stadt viele Jugendliche. Und damit schließt sich der Kreis. Die Partnerschaft zwischen beiden Städten ist zwar erwachsen geworden, sie lebt aber insbesondere von den Kontakten unter den jungen Menschen, die in Israel und in Deutschland die Zukunft verkörpern, sagte Barbara Rinke.
Der Bürgermeister von Bet Shemesh und der Botschaftsgesandte trugen sich während der Festveranstaltung im Theater, an der viele Nordhäuser teilnahmen, in das Goldene Buch der Stadt ein. Zum Abschluß trugen die Kinder des Zirkus Zappelini ein Programm vor, das mit viel Beifall bedacht wurde.
Autor: nnz
Es war der 17. September 1992: Da unterzeichneten die damaligen Bürgermeister von Bet Shemesh und Nordhausen in der israelischen Stadt eine historische Partnerschaft. Zehn Jahre ist das her und die Freundschaft zwischen beiden Städten hat nicht nur eine Kontinuität erfahren, sondern wurde in den Jahren ständig ausgebaut. Es sei eine Partnerschaft entstanden, die nicht nur für die beiden Städte von immenser Bedeutung sei, sondern auch für Deutschland, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke in ihrem Grußwort. Die Bedeutung für Deutschland lag und liegt darin begründet, dass Nordhausen die erste ostdeutsche Kommune war, die in einer israelischen Stadt anklopfte. Dem damaligen Bürgermeister Dr. Manfred Schröter war es zu verdanken, der die ersten Pfeiler der Brücke zwischen Nordhausen und Israel setzte.
Nun ist aus der damaligen Unterzeichnung der Urkunde ein Netz von Beziehungen entstanden, das vor allem von der Jugend beider Städte geknüpft wird. Auf diesen erfreulichen Umstand machte der Gesandte der Botschaft Israels in Deutschland, Mordechay Lewy, aufmerksam. Er lud alle Nordhäuser zu einem Besuch nach Israel ein, trotz der Spannungen in dieser Region. Gerade die Stadt vor den Toren Jerusalems sei eine junge Stadt. Das wusste auch deren Bürgermeister Daniel Vaknin zu berichten. Die Situation in unserem Land ist nicht leicht, trotzdem wächst und blüht unsere Stadt auf. Derzeit leben rund 60.000 Menschen in Bet Shemesh, in fünf Jahren sollen es 100.000 sein. 15.300 Kinder und Jugendliche besuchen gegenwärtig Schulen und Kindergärten, ein Zeichen der Zukunft in dieser Stadt aber auch im ganzen Land.
Die israelische Delegation, die seit heute in Nordhausen weilt, wurde am Nachmittag im Rathaus empfangen. In den kommenden Tagen wollen die Gäste nicht nur die Stadt selbst, sondern auch das Land kennen lernen. Sie werden unter anderem die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora besuchen, am jüdischen Gedenkstein in der Rolandstadt Blumen und Kränze niederlegen sowie nach Berlin reisen. Zur Delegation gehören neben den offiziellen Vertretern der Stadt viele Jugendliche. Und damit schließt sich der Kreis. Die Partnerschaft zwischen beiden Städten ist zwar erwachsen geworden, sie lebt aber insbesondere von den Kontakten unter den jungen Menschen, die in Israel und in Deutschland die Zukunft verkörpern, sagte Barbara Rinke.Der Bürgermeister von Bet Shemesh und der Botschaftsgesandte trugen sich während der Festveranstaltung im Theater, an der viele Nordhäuser teilnahmen, in das Goldene Buch der Stadt ein. Zum Abschluß trugen die Kinder des Zirkus Zappelini ein Programm vor, das mit viel Beifall bedacht wurde.
