Altstadtfest: Viel Neues und viel Altes
Sonntag, 04. August 2002, 17:56 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Wochenende stand in Nordhausen wieder mal im Zeichen der Altstadt. Altstadtfest und neunter historischer Handwerkermarkt waren angesagt. nnz hatte sich unter die Leute gemischt.
Das Altstadtfest - es bietet die Möglichkeit mal wieder durch eine Meile zu bummeln, die sich den Nordhäusern im normalen Leben kaum erschließt. Menschen treffen Menschen und die können sich dann an vielen Ständen umsehen. Viel Neues gab es in diesem Jahr nicht zu entdecken, abgesehen von den zahlreichen Angeboten an lateinamerikanischer Kleinkunst. Die meisten Stände und Buden hatten ihr Domizil bereits zum Rolandsfest am Bahnhof aufgeschlagen.
Das Programm - vergleicht man es mit denen der Vorjahre - bot auch wenig Abwechslung: Trachtengruppen, Sturzbiertrinken, Bierfassrollen in mehreren Durchgängen und Mannes Talente mit versagender Stimme am Samstag. Alles schon gehört und gesehen, erzählte man sich an den Tischen und Tresen. Das 0,3-Literglas mit Gerstensaft für 1,50 Euro, das war denn manchem auch zu viel, da brachte man schon im Rucksack die Halbliter-Büchsen zum 0,50 Euro mit und goß fleißig nach.
Nun soll all das keine Negativbetrachtung sein. Viel Arbeit wurde von den Organisatoren des Festes wieder investiert. Ein paar neue Ideen wären aber trotzdem nicht schlecht, sie würden wieder Farbe in die angestaubte Altstadtfest-Dramaturgie bringen. Einen Farbtupfer, den gab es am Samstagabend: Am Alten Tor gaben sich die Musiker der Jürgen-Zehner-Band die Ehre und begeisterten gemeinsam mit Günti die Massen. Sicher, diese Musiker als auch alle anderen Künstler kosten Geld, doch warum musste die Umstellung auf den Eintritts-Euro im Verhältnis von 1:1 zur guten alten D-Mark vorgenommen werden? Diese Frage könnte vielleicht noch beantwortet werden.
Bleibt noch eine "Gegen-Veranstaltung" zu erwähnen. Die fand in der Domstraße statt. Für die dortigen Gaststättenbesitzer avancierte der Umsatz nach dem Entfall der Bühne am Blasii-Kirchplatz zu einem Desaster. Also schloß man sich zusammen, baute eine Mini-Bühne auf, verlangte für's Bier einen menschenfreundlichen Preis und meinte: Auch wir gehören zur Altstadt, nicht nur die Barfüßerstraße!
Autor: nnz
Das Altstadtfest - es bietet die Möglichkeit mal wieder durch eine Meile zu bummeln, die sich den Nordhäusern im normalen Leben kaum erschließt. Menschen treffen Menschen und die können sich dann an vielen Ständen umsehen. Viel Neues gab es in diesem Jahr nicht zu entdecken, abgesehen von den zahlreichen Angeboten an lateinamerikanischer Kleinkunst. Die meisten Stände und Buden hatten ihr Domizil bereits zum Rolandsfest am Bahnhof aufgeschlagen. Das Programm - vergleicht man es mit denen der Vorjahre - bot auch wenig Abwechslung: Trachtengruppen, Sturzbiertrinken, Bierfassrollen in mehreren Durchgängen und Mannes Talente mit versagender Stimme am Samstag. Alles schon gehört und gesehen, erzählte man sich an den Tischen und Tresen. Das 0,3-Literglas mit Gerstensaft für 1,50 Euro, das war denn manchem auch zu viel, da brachte man schon im Rucksack die Halbliter-Büchsen zum 0,50 Euro mit und goß fleißig nach.
Nun soll all das keine Negativbetrachtung sein. Viel Arbeit wurde von den Organisatoren des Festes wieder investiert. Ein paar neue Ideen wären aber trotzdem nicht schlecht, sie würden wieder Farbe in die angestaubte Altstadtfest-Dramaturgie bringen. Einen Farbtupfer, den gab es am Samstagabend: Am Alten Tor gaben sich die Musiker der Jürgen-Zehner-Band die Ehre und begeisterten gemeinsam mit Günti die Massen. Sicher, diese Musiker als auch alle anderen Künstler kosten Geld, doch warum musste die Umstellung auf den Eintritts-Euro im Verhältnis von 1:1 zur guten alten D-Mark vorgenommen werden? Diese Frage könnte vielleicht noch beantwortet werden.
Bleibt noch eine "Gegen-Veranstaltung" zu erwähnen. Die fand in der Domstraße statt. Für die dortigen Gaststättenbesitzer avancierte der Umsatz nach dem Entfall der Bühne am Blasii-Kirchplatz zu einem Desaster. Also schloß man sich zusammen, baute eine Mini-Bühne auf, verlangte für's Bier einen menschenfreundlichen Preis und meinte: Auch wir gehören zur Altstadt, nicht nur die Barfüßerstraße!
