Jendricke kritisiert Sicherheitskonzept
Sonntag, 04. August 2002, 15:56 Uhr
Nordhausen (nnz). Als gescheitert betrachtet die SPD das Sicherheitskonzept für die Stadt Nordhausen. Diese Ansicht vertrat Matthias Jendricke (SPD), 1. Beigeordneter des Landkreises in der nnz.
Jendricke führte weiter aus, dass er das Aufgeben einer Innenstadtwache für die Polizei als einen riesigen Fehler halte und dies auch als früherer SPD-Fraktionschef der Stadt Nordhausen immer kritisiert habe. Die Durchsetzungskraft von Ordnung und Sicherheit habe immer auch etwas mit kurzen Zugriffszeiten und personeller Stärke zu tun. All dies kann durch den externen Standort der Polizei an der Darre nicht gewährleistet werden.
"Wenn die Polizeibeamten in schwierigen Situationen in eine Auseinandersetzung von Mann zu Mann geschickt werden, dann stimmt einfach im Polizeisystem etwas nicht", meinte Jendricke. Dass der Polizeidirektor Günther Lierhammer in der letzen Woche den weiteren Abbau eines Polizeiposten mit ehemals vier Beamten in Bleicherode als eine tolle Sache verkauft, zeigt, dass man bei der Polizeiführung nichts aus den Ereignissen gelernt hat.
Jendricke kritisierte die Polizeiführung aber auch für ihren Umgang mit den Geschehnissen nach dem tödlichen Schuss vor dem Kino. Als unprofessionell empfand man auf Seiten der SPD die Vorgehensweise mit angeblichen Zeugen. Dass diesen mit rechtlichen Schritten gedroht wurde, nachdem sie die bisherigen Darstellungen der Polizei nicht bestätigen konnten, sei absolut unangemessen gewesen. Dieses Vorgehen, als auch das Verhalten der Polizei gegenüber Kritikern, macht ein Klima der konsequenten Aufklärung unmöglich.
So wurden von der Polizei auch mal schnell Worte verdreht, um damit Kritiker zu verunglimpfen, während die aufgeworfenen Fragen unbeantwortet blieben. Dagegen ließ man Darstellungen unkommentiert durchgehen, nach denen das Erschießen von potenziellen Tätern offenbar zum Standard der täglichen Polizeiarbeit werden sollte. "Aus der Sicht der Betroffenheit der Polizei Nordhausen kann man zwar einiges davon menschlich verstehen, aber professionell war es auf keinen Fall", meinte Jendricke dazu. Wäre die Nordhäuser Polizei sich ihrer eigenen Ankündigung treu geblieben, sich aus den laufenden Ermittlungen herauszuhalten, hätte man sich dies sicher ersparen können.
Autor: nnzJendricke führte weiter aus, dass er das Aufgeben einer Innenstadtwache für die Polizei als einen riesigen Fehler halte und dies auch als früherer SPD-Fraktionschef der Stadt Nordhausen immer kritisiert habe. Die Durchsetzungskraft von Ordnung und Sicherheit habe immer auch etwas mit kurzen Zugriffszeiten und personeller Stärke zu tun. All dies kann durch den externen Standort der Polizei an der Darre nicht gewährleistet werden.
"Wenn die Polizeibeamten in schwierigen Situationen in eine Auseinandersetzung von Mann zu Mann geschickt werden, dann stimmt einfach im Polizeisystem etwas nicht", meinte Jendricke. Dass der Polizeidirektor Günther Lierhammer in der letzen Woche den weiteren Abbau eines Polizeiposten mit ehemals vier Beamten in Bleicherode als eine tolle Sache verkauft, zeigt, dass man bei der Polizeiführung nichts aus den Ereignissen gelernt hat.
Jendricke kritisierte die Polizeiführung aber auch für ihren Umgang mit den Geschehnissen nach dem tödlichen Schuss vor dem Kino. Als unprofessionell empfand man auf Seiten der SPD die Vorgehensweise mit angeblichen Zeugen. Dass diesen mit rechtlichen Schritten gedroht wurde, nachdem sie die bisherigen Darstellungen der Polizei nicht bestätigen konnten, sei absolut unangemessen gewesen. Dieses Vorgehen, als auch das Verhalten der Polizei gegenüber Kritikern, macht ein Klima der konsequenten Aufklärung unmöglich.
So wurden von der Polizei auch mal schnell Worte verdreht, um damit Kritiker zu verunglimpfen, während die aufgeworfenen Fragen unbeantwortet blieben. Dagegen ließ man Darstellungen unkommentiert durchgehen, nach denen das Erschießen von potenziellen Tätern offenbar zum Standard der täglichen Polizeiarbeit werden sollte. "Aus der Sicht der Betroffenheit der Polizei Nordhausen kann man zwar einiges davon menschlich verstehen, aber professionell war es auf keinen Fall", meinte Jendricke dazu. Wäre die Nordhäuser Polizei sich ihrer eigenen Ankündigung treu geblieben, sich aus den laufenden Ermittlungen herauszuhalten, hätte man sich dies sicher ersparen können.
