Sie haben die Wahl
Mittwoch, 28. Januar 2009, 17:20 Uhr
Am Freitagabend lädt der Kreissportbund Nordhausen zur traditionellen Sportler-Gala ein. Dabei werden die besten Sportlerinnen, Sportler, Mannschaften und Übungsleiter ausgezeichnet. Die nnz stellt sie kompakt im Überblick vor...
Regina Hahn
Seit 46 Jahren ist Regina Hahn im Kegelsport aktiv. 2007 gelang ihr der bisher größte Erfolg ihrer Sportlerkarriere. Bei den Thüringer Einzelmeisterschaften gewann sie in der Seniorinnen-A-Klasse nach einer großartigen Steigerung im Finale Bronze. Im Nordhäuser Sportverein, in der ersten Mannschaft, zählt sie mit einer kurzen Unterbrechung zu den zuverlässigsten Leistungsträgern. Wesentlich trug sie 2008 zum Staffelsieg der Mannschaft in der Landesliga und dem damit verbundenen Aufstieg ins Thüringer Oberhaus, der Verbandsliga, bei. Als Einzelkämpferin wurde sie mehrfach Kreismeisterin, nahm an Landesmeisterschaften teil.
Waltraut Müller
Waltraut Müller ist Turnerin beim Turn- und Sportverein Nordhausen. Seit über fünfzig Jahren gehört Waltraut in Nordhausen zu den Assen an den Turngeräten. Mit der Konzentration des Turnens nach der Wende avancierte Waltraut beim TSV zu den Medaillen-Garanten an den Geräten. Bei den deutschen Turnfesten in Dortmund, Hamburg, München, Leipzig, Berlin, sowie in Graz und Krems bei den österreichischen Bundes-Turnfesten erfüllte sie ihre Botschafterrolle für den Landkreis Nordhausen mit Bravur. Podestplätze und Titel bei den Landesmeisterschaften stehen bei ihr auf der Tagesordnung. Das Tüpfelchen auf ihre imposante Turnkarriere setzte die TurnÄsthetin bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren im Jahr 2008. Bei den Titelkämpfen in Bad Blankenburg wurde Waltraut Deutsche Meisterin im GeräteMehrkampf der Seniorinnen über 60 Jahre.
Susann Peter
Susann Peter ist Schwimmerin des SV 90 Nordhausen. Mit Top-Leistungen empfahl sich Susann zum dritten Mal als Kandidatin für die Nordhäuser Sportlerwahl. Bei ihrer Premiere vor zwei Jahren erreichte sie auf Anhieb einen Platz auf dem Siegerpodest. Die 19-Jährige zählt seit mehr als einem Jahrzehnt zu den Leistungsträgern des Nordhäuser Schwimmvereins. Das Wettkampfjahr 2008 wurde für Susann zum doppelten Meilenstein. Mit erfolgreichem Abitur wurde sie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena als Pädagogik-Studentin mit Fachrichtung Biologie und Sport immatrikuliert. Das Schwimm-Idol wurde Landesmeisterin über 100 Meter Freistil, 100 und 200 Meter Lagen. Landesvizemeisterschaften über 50 und 200 Meter Freistil, 50 und 100 Meter Delfin unterstrichen die Vielseitigkeit des Nordhäuser Schwimm-Asses auf Landesebene nachhaltig. Internationale Sporen verdiente Susann beim Danish-Swim-Cup in Esbjerg / Dänemark als Vierte über 200 Meter Freistil.
Manuela Schwerdt
Manuela Schwerdt ist Leichtathletin bei der Harzer Sportgemeinschaft Nordhausen. Im relevanten Wettkampfjahr 2008 erkämpfte Manu bei den Landesmeisterschaften in der Klasse W 35 drei Titel. Bei den Hallenmeisterschaften eroberte sie Silber im 200- und Bronze im 60- und 200 Meterlauf. Mit einem Titel-Hattrick kehrte sie von den Freiluft-Titelkämpfen nach Hause zurück. In den Finals im 100-, 200- und 400 Meterlauf zeigte sie der Konkurrenz die Hacken und wurde Thüringen-Meisterin bei den Seniorinnen über 35 Jahre. Für Schlagzeilen sorgte Manuela bei den 29. Weltspielen für Medizin und Gesundheit in Garmisch-Partenkirchen. Die Physiotherapeutin vom Südharz-Krankenhaus eroberte bei sieben Starts in den Leichtathletik-Wettbewerben in ihrer Altersklasse sieben Medaillen. In den Einzelrennen über 400 und 800 Meter, sowie mit der deutschen Sprintstaffel über 4 mal 100 Meter kletterte Manuela aufs Goldpodest. Im Weitsprung, Kugelstoßen, 100- und 200- Meterlauf holte das Nordhäuser Leichtathletik-Ass jeweils Silber.
Ann-Kathrin Sourell
Ann-Kathrin Sourell ist Triathletin beim SV 90 Nordhausen. Vor zwei Jahren stand die Spezialistin des härtesten Ausdauer-Dreikampfes bei der Nordhäuser Sportlerwahl erstmals auf der Kandidatenliste. Die Gäste der Sport-Gala kürten die damalige Landesmeisterin mit großer Mehrheit zur Sportlerin des Jahres 2006. Mit deutlich größeren Meriten geht die BWL-Studentin der Fachhochschule Wernigerode nun zu ihrer zweiten Sportlerwahl ins Rennen. Beim Schweiz-Ironman 70.3 in Rapperswil am Zürichsee meisterte die damals 20-Jährige die Halb-Ironman-Distanz mit 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometerlauf in 5 Stunden, 4 Minuten und 11 Sekunden. Die Nordhäuser Sportlerin eroberte bei den Juniorinnen der Altersklasse 18 bis 24 Jahre den Bronzerang. Zugleich erfüllte sich Ann-Kathrin damit ein Traumziel. Gemeinsam mit der Hamburger Siegerin löste sie ein Ticket für die Weltmeisterschaften. Bei den Welttitelkämpfen in Clearwater / Florida setzte der Schützling von Trainer Ulrich Konschak noch eins drauf. Um fast eine halbe Stunde unterbot das Nordhäuser Ass seine Leistung vom Qualifikationswettkampf in der Schweiz. In 4:37:23 Stunden gewann die 21-Jährige in der Juniorenkategorie 18 bis 24 Jahre auf der Halb-Ironman-Distanz Weltmeisterschafts-Bronze.
Thomas Biedermann
Thomas Biedermann ist Leichtathlet bei der Harzer Sportgemeinschaft Nordhausen. Schon zum siebten Mal kandidiert der 42-Jährige Kriminalhauptkommissar bei einer Sportlerwahl in Nordhausen. Vor sechs Jahren wurde er zum Sportler des Jahres gekürt. Das Wettkampfjahr 2008 wird der Mittelstreckler sicher zu den erfolgreichsten seiner Karriere zählen. Bei den Europameisterschaften in Ljubljana eroberte der Dauerbrenner drei Medaillen. Vizeeuropameister wurde er mit der 4 mal 400 Meter-Staffel Deutschlands. Jeweils Bronze wurden über 800 Meter und mit der 4 mal 100 Meter-Staffel erkämpft. Dazu kamen fünf Titel auf den Laufstrecken von 200 bis 800 auf Landesebene. Bei den Hallenmeisterschaften der Senioren wurde er Deutscher Meister im 800- und Vizemeister im 400-Meter-Lauf. Bei den Freiluftmeisterschaften wurde Thomas deutscher Vizemeister über 800 Meter und holte Bronze über 800 Meter bei den Senioren-Europameisterschaften.
Andree Hoidn
Andree Hoidn ist Leichtathlet bei der SG Glückauf Bleicherode. Zum fünften Mal zählt der Wurfspezialist zu den Titelbewerbern bei einer Sportlerwahl in Nordhausen. Mit den Titeln im Hammer- und Diskuswerfen, sowie als Vizemeister im Kugelstoßen startete Andree bei den Winterwurf-Landesmeisterschaften in das Wettkampfjahr 2008. Am Saisonende hatte er sechs Landestitel auf seinem persönlichen Konto. Damit avancierte der 35-Jährige zum erfolgreichsten Werfer Thüringens. Auf Bundesebene wurde Andree zweifacher Deutscher Meister im Diskus- und zweifacher Deutscher Vizemeister im Hammerwerfen der Seniorenklasse. Außerdem stellte er einem Landesrekord im Werfer-Fünfkampf auf.
Helmut Kaufmann
Helmut Kaufmann ist Turner beim TSV Nordhausen. Seit Jahren zeigt der Tischlermeister beim Turnen am Barren, Reck, Pauschenpferd, beim Sprung, auf der Bodenmatte und an den Ringen ausgezeichnete Leistungen. Bei den deutschen Turnfesten in Dortmund, Hamburg, München, Leipzig, Berlin, sowie den Bundes-Turnfesten Österreichs in Graz und Krems erfüllte das Südharzer Turn-Ass als vielfacher Landesmeister die Botschafterrolle für den Landkreis Nordhausen mit großem Erfolg. Von den nationalen und internationalen Prüfungen brachte er zahlreiche Siegerplaketten und Platzierungen unter den Top 10 mit nach Hause. Seine zweite Nominierung für die Kandidatenliste zur Wahl des Sportlers des Kreises Nordhausen erreichte Kaufmann mit dem sechsten Rang bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren in Bad Blankenburg.
Ulrich Konschak
Alter schützt vor sportlichen Höchstleistungen nicht. Und um einen Ironman erfolgreich zu absolvieren verlangt es absolute Höchstleistungen. Seit gut 20 Jahren hat sich der Nordhäuser Ulrich Konschak dem harten Ausdauersport Triathlon verschrieben. Viermal schaffte er schon die Qualifikation für die Weltmeisterschaften auf Hawaii, errang national und international viele große Erfolge. Inzwischen ist er 37 Jahre alt, doch Schlagzeilen für herausragende Leistungen liefert er immer noch. Und das obwohl er durch seinen Beruf als praktizierender Allgemeinmediziner inzwischen deutlich weniger Zeit für das aufwendige Training investieren kann. Ich muss mich auf einige wenige, aber anspruchsvolle Wettkämpfe konzentrieren. Das gelang ihm 2008 auch wieder hervorragend. Bei den Deutschen Meisterschaften im Juli im fränkischen Triathlon-Mekka wurde er im Gesamtklassement 43. und verpasste als glänzender 4. seiner Altersklasse 35-39 nur ganz knapp den Bronzeplatz.
Tom Langelotz
Dass die Nordhäuser Boxsportschule in der Nachwuchsausbildung ausgezeichnete Arbeit leistet zeigt der Sportler Tom Langelotz. Fünfmal schon war er Deutscher Meister in den verschiedenen Nachwuchsaltersklassen. In diesem, seinem ersten Männerjahr, gewann er bei den nationalen Meisterschaften im bayerischen Straubing auf Anhieb Bronze im Federgewicht. Ganz unglücklich war er im Halbfinale am späteren Deutschen Meister Sandro Schaer aus Schwerin gescheitert. Um sich noch besser entwickeln zu können trainiert er nach Absprache mit seinen Heimtrainern inzwischen im Leistungszentrum Frankfurt/Oder, wo er auch sein Abitur baut. Er boxt aber weiter für seinen Nordhäuser Verein, war trotz einigem Verletzungspech ganz wesentlich auch am Staffelsieg der NSV in der Oberliga beteiligt. Er bestritt fünf Kämpfe und jedes Mal war er erfolgreich. Wie seine berufliche Zukunft aussehen soll, da gibt es noch keine konkreten Vorstellungen. Sportlich hingegen ist das Ziel klar: Er will zu Olympia.
Peter Seidel
Peter Seidel ist Schwimmer beim SV 90 Nordhausen. Zum zweiten Mal kandidiert das Schwimm-Ass bei der Nordhäuser Sportlerwahl. Den Aufstieg in die Eliteklasse schaffte Peter vor einem Jahr während der Kurzbahn-Landesmeisterschaft in der Erfurter Schwimmhalle. Im Wettkampfjahr 2008 gelang dem Abiturienten bei den Titelkämpfen in Gera und Erfurt ein grandioser EdelmetallFischzug. Im Finale über 200 Meter Freistil verteidigte der künftige Sozialwirt seinen Vorjahrestitel erfolgreich. Über die halbe Distanz wurde er Landesmeister. In den Finals über 200 Meter Lagen, 100 Meter Delfin und 50 Meter Freistil eroberte er jeweils das BronzeTreppchen. Auf Vorschlag seines Vereins nominierte der Kreissportbund den derzeit erfolgreichsten Nordhäuser Schwimmer zum zweiten Mal für die traditionelle Sportlerwahl.
Hagen Walter
Hagen Walter ist Karatekämpfer beim KARATE-DO-KWAI Nordhausen. Vor drei Jahren schaffte der damalige Schüler des Humboldt-Gymnasiums seinen ersten Dan im Kobudo. Ein Jahr später schloss er seine Trainerausbildung mit der C-Lizenz ab. Im Wettkampfjahr 2008 setzte Hagen markante Achtungszeichen. Die Schulausbildung wurde mit dem Abitur erfolgreich beendet. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena folgte die Immatrikulation für ein Physik-Studium. Drei Knaller würzten die sportliche Laufbahn. Bei den deutschen Meisterschaften im Kobudo erkämpfte Hagen die Bronzemedaille. Im Dezember meisterte er die Prüfung zum 1. Dan Karate mit Bravur. Den Glanzpunkt setzte Hagen Walter mit dem Titel Europameister beim Euro-Cup Ryukyu Kobudo Tesshinkan. Auf Vorschlag seines Vereins nominierte der Kreissportbund den Leistungsträger zum ersten Mal für die traditionelle Wahl des Sportlers des Jahres im Landkreis Nordhausen.
Boxstaffel Nordhäuser SV
Der Boxsport in Nordhausen hat eine lange Tradition und einen weit über Kreis- und Landesgrenzen hinaus reichenden Ruf. Landes- und Deutsche Meistertitel in den Nachwuchsklassen sind fast schon Dutzendware. Aber auch bei den Männern gab und gibt es immer wieder herausragende Athleten. Man scheute nur lange das Risiko, eine eigene Männerstaffel ins Rennen zu schicken. So stiegen Nordhäuser Boxer für andere Thüringer Mannschaften erfolgreich in den Ring. Bis 2007. Dann entschloss man sich, selber in den Mannschaftskampf einzusteigen und meldete für die Oberliga, vergleichbar mit der Regionalliga im Fußball. Der Erfolg gleich im ersten Jahr war überwältigend. Mit nur einer Niederlage wurde die Mannschaft des Nordhäuser SV auf Anhieb Sieger der Süd-Staffel und kämpfte anschließend gegen den Boxclub Schwerin und die Deutsche Oberligameisterschaft. Nordhausen fehlte am Ende ein winziger Punkt zum Sieg. Dennoch reichte es zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ein wahnsinniges Jahr.
FSV Wacker 90 Nordhausen
Nach dem glänzenden Comeback der Wacker-Fußballer in der Thüringer Landesliga in der Saison 05/06 mit einem kaum für möglich gehaltenen 4. Platz und einem ebenfalls guten 7. Platz im Jahr darauf folgte eine weniger gute Saison 07/08. Dabei hatten nicht wenige Experten die Nordhäuser mit auf den Favoritenschild gehoben. Neue vielversprechende Spieler und mit Burkhard Venth ein neuer Trainer – die Erwartungen von außen an die Mannschaft waren groß. Es zeigte sich, dass das Integrieren neuer Spieler und das Greifen neuer Spielkonzepte Zeit benötigt. Das Jahr war nicht umsonst, wie sich nun zeigt. In der ersten Halbserie der neuen Saison 08/09 hat sich Wacker zu einem Mitfavoriten auf den Landesmeistertitel gemausert, ist als einzige Mannschaft des Landesliga noch ungeschlagen und startet von Rang 3 ins neue Jahr. Bei noch drei ausstehenden Nachholspielen könnte es sogar Platz 1 sein.
HSG Nordhausen Handball, 1. Frauenmannschaft
Acht lange Jahre mussten die Handball-Frauen der HSG Nordhausen warten, ehe 2008 in der Oberliga am Ende endlich wieder ein Medaillenplatz errungen wurde. Viele Rückschläge durch Verletzungen oder den zumeist beruflichen Wegzug von Leistungsträgern hatten die Jahre zuvor dieses Ziel immer wieder zunichte gemacht. Doch man ließ sich nie unterkriegen. Der letzte Spieltag brachte hinter dem feststehenden Meister Apolda noch einmal alles durcheinander. Vier Mannschaften waren punktgleich und die Reihenfolge musste erst durch die Spiele dieser Vier untereinander ermittelt werden. Und da war die HSG Zweiter und damit in der Endabrechnung Dritter. Die Mannschaft knüpfte dann in der neuen Saison sofort an dieses starke Ergebnis an, sicherte sich Ende 2008 den 2. Platz der Handball-Hinrunde.
1. Männermannschaft Nordhäuser SV, Handball
Das Jahr 2008 werden die Landesliga-Handballer des Nordhäuser SV sicher nicht so schnell vergessen. Hinter der 2. Mannschaft der SG Erfurt/Bad Langensalza waren sie klarer Tabellenzweiter in der Landesliga und man schien das schon lange anvisierte Ziel – Aufstieg in die Oberliga – endlich geschafft zu haben. Doch Querelen des Thüringer Handballverbandes und nicht nachvollziehbarer Umgang mit seiner eigenen Rechtsordnung kosteten die Früchte der Arbeit. Und dennoch bieten die NSV-Handballer ihren Fans immer wieder spannende und gute Handballkost, spielen auch in der laufenden neuen Saison wieder im Spitzenfeld um den Staffelsieg mit.
Verbandsliga-Keglerinnen des Nordhäuser SV
In der Saison 07/08 stiegen die Kegel-Damen des Nordhäuser SV in die Verbandsliga auf. Von Beginn an spielte man auf einer Erfolgswelle und etablierte sich in der Spitzengruppe der zweithöchsten Landesspielklasse. Und schließlich gelang, was zuvor niemand für möglich gehalten hatte. Die NSV-Damen wurden Staffelsieger und hatten damit den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft. Und wie zur Bestätigung dieser großartigen Leistung landete die Mannschaft 2008 gleich noch einen weiteren Coup. Erstmals qualifizierte man sich für die Endrunde um den Thüringer Landespokal und holte dann in Unterweißbach in sehr souveräner Manier die Trophäe. 2008 war damit das bislang erfolgreichste Jahr nach der Wende für die Nordhäuser Keglerinnen.
Radball-Oberligamannschaft SV Ilfeld
Das Jahr 2008 war für die Radball-Abteilung des SV Ilfeld ein überaus erfolgreiches. Die systematische Nachwuchsarbeit der letzten Jahre trägt immer mehr Früchte. Die vorläufige Krönung war der Aufstieg der Mannschaft Toni Fiebig – Julian Etzrodt in die höchste Landesspielklasse, die Oberliga. Die mehrfachen Nachwuchs-Landesmeister wurden in ihrem ersten Männerjahr wegen ihrer starken Leistungen in der Jugend vom Verband gleich in die Verbandsliga aufgenommen und rechtfertigten diesen Vertrauensvorschuss auf Anhieb mit dem überlegen herausgespielten 2. Tabellenplatz, der zum Aufstieg in die Oberliga berechtigt. Dort sind sie derzeit die jüngste Mannschaft. Sie haben es erwartungsgemäß sehr schwer, aber die Chancen stehen gut die Klasse zu halten. Beide vertraten Thüringen 2008 außerdem im Wettbewerb um den Deutschlandpokal der Junioren und spielten in der Endrunde um den Thüringer Landespokal der Männer.
Tischtennis-Thüringenliga-Mannschaft TTV Bleicherode
Der Bleicheröder Tischtennissport ist wieder erstklassig. Zumindest in Thüringen. Was sich Ende 2007 schon abzeichnete ist eingetroffen. Nach dem Staffelsieg in der 1. Bezirksliga im Jahr davor gelang der neuformierten 1. Männermannschaft des TTV Bleicherode 2008 auch ein überlegener Staffelsieg in der Verbandsliga und damit der direkte Durchmarsch ins Thüringer Oberhaus. Und der Erfolgshunger der jungen Wilden scheint noch längst nicht gestillt. Von Beginn an etablierte man sich auch in der Thüringenliga in der Spitzengruppe der Tabelle. Die Hinrunde und damit auch das Jahr 2008 wurde nach sieben Siegen und nur zwei Niederlagen auf dem glänzenden 3. Platz beendet. In Bleicherode darf man langsam auch wieder über die Landesgrenzen hinaus blicken. Denn die durchweg jungen Spieler sind noch längst nicht am Ende ihrer Entwicklung.
1. Männermannschaft SVC
Die erste Männermannschaft des Südharzer-Volleyball-Clubs Nordhausen kehrte nach dem Abstieg aus der Regionalliga einen Tiefschlag in einen Höhenflug um. Das Sportjahr 2008 bescherte dem SVC-Flaggschiff ein Wechselbad der Gefühle. Das personell kaum veränderte Team dominierte die Thüringenliga. Neunzehn Siege katapultierten die SVC-Netzartisten bei lediglich einer knappen Niederlage in der höchsten Thüringer Spielklasse an die Tabellenspitze. Ausgezeichnete Aufbauarbeit leistete das Trainer-Duo Michal Gryga/Dominik Rieger. Sie schafften es, da sich der SVC-Sechster zur kampfstärksten Mannschaft der Thüringenliga entwickelte. Das Team erzielte einen fulminanten Durchmarsch, wurde Landesmeister und stieg unmittelbar wieder in die Regionalliga auf. Der Start in die 13. Punktspielserie der dritthöchsten deutschen Spielklasse ließ viele Wünsche offen. Was die SVC-Truppe wirklich drauf hat, wurde mit dem Sensationserfolg an der Elbe gegen Tabellenführer VC Dresden nachgewiesen.
Laufgruppe des VfL 1928 Ellrich
Die Laufgruppe des VfL 1928 Ellrich bildet im Verein eine sehr aktive und erfolgreiche Abteilung. Die Rüststangen der Laufgruppe bilden Aktive vom Schüler bis zum Senioren. Über 150 Medaillenplätze konnten im Wettkampfjahr 2008 erobert werden. Herausragend präsentierte sich einmal mehr die Bilanz beim Thüringer Klassiker-Cup. Nach dem Silber-Hattrick in der Gesamtwertung mit drei zweiten Rängen hintereinander, eroberten die Ellricher in diesem Jahr erstmals den Klassiker-Gold-Cup. Ihren grandiosen Cup-Sieg unterstrichen die 41 Läuferinnen und Läufer bei 141 Starts in neun Wertungsrennen. 17 mal Gold, 13 mal Silber, 11 mal Bronze und 34 Platzierungen unter den Top 10 brachten sie in das Mannschaftsergebnis ein. Damit ist das Laufteam des VfL 28 Ellrich in bisher elf Cup-Jahren erstmals Thüringer Mannschaftsmeister im Volkslauf. Maria Bischoff, Kerstin Hoffmann, Thomas Wiemann, Dieter Prenzel und Karl-Ernst Wernecke unterstrichen als Altersklassensieger die Ellricher Team-Gold Premiere. Kerstin Hoffmann (3:23:00 h in Essen) und Christian König (2:46:05 h in Berlin) markierten im Marathonlauf neue Kreisrekorde.
Autor: nnzFrauen
Regina Hahn
Seit 46 Jahren ist Regina Hahn im Kegelsport aktiv. 2007 gelang ihr der bisher größte Erfolg ihrer Sportlerkarriere. Bei den Thüringer Einzelmeisterschaften gewann sie in der Seniorinnen-A-Klasse nach einer großartigen Steigerung im Finale Bronze. Im Nordhäuser Sportverein, in der ersten Mannschaft, zählt sie mit einer kurzen Unterbrechung zu den zuverlässigsten Leistungsträgern. Wesentlich trug sie 2008 zum Staffelsieg der Mannschaft in der Landesliga und dem damit verbundenen Aufstieg ins Thüringer Oberhaus, der Verbandsliga, bei. Als Einzelkämpferin wurde sie mehrfach Kreismeisterin, nahm an Landesmeisterschaften teil.
Waltraut Müller
Waltraut Müller ist Turnerin beim Turn- und Sportverein Nordhausen. Seit über fünfzig Jahren gehört Waltraut in Nordhausen zu den Assen an den Turngeräten. Mit der Konzentration des Turnens nach der Wende avancierte Waltraut beim TSV zu den Medaillen-Garanten an den Geräten. Bei den deutschen Turnfesten in Dortmund, Hamburg, München, Leipzig, Berlin, sowie in Graz und Krems bei den österreichischen Bundes-Turnfesten erfüllte sie ihre Botschafterrolle für den Landkreis Nordhausen mit Bravur. Podestplätze und Titel bei den Landesmeisterschaften stehen bei ihr auf der Tagesordnung. Das Tüpfelchen auf ihre imposante Turnkarriere setzte die TurnÄsthetin bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren im Jahr 2008. Bei den Titelkämpfen in Bad Blankenburg wurde Waltraut Deutsche Meisterin im GeräteMehrkampf der Seniorinnen über 60 Jahre.
Susann Peter
Susann Peter ist Schwimmerin des SV 90 Nordhausen. Mit Top-Leistungen empfahl sich Susann zum dritten Mal als Kandidatin für die Nordhäuser Sportlerwahl. Bei ihrer Premiere vor zwei Jahren erreichte sie auf Anhieb einen Platz auf dem Siegerpodest. Die 19-Jährige zählt seit mehr als einem Jahrzehnt zu den Leistungsträgern des Nordhäuser Schwimmvereins. Das Wettkampfjahr 2008 wurde für Susann zum doppelten Meilenstein. Mit erfolgreichem Abitur wurde sie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena als Pädagogik-Studentin mit Fachrichtung Biologie und Sport immatrikuliert. Das Schwimm-Idol wurde Landesmeisterin über 100 Meter Freistil, 100 und 200 Meter Lagen. Landesvizemeisterschaften über 50 und 200 Meter Freistil, 50 und 100 Meter Delfin unterstrichen die Vielseitigkeit des Nordhäuser Schwimm-Asses auf Landesebene nachhaltig. Internationale Sporen verdiente Susann beim Danish-Swim-Cup in Esbjerg / Dänemark als Vierte über 200 Meter Freistil.
Manuela Schwerdt
Manuela Schwerdt ist Leichtathletin bei der Harzer Sportgemeinschaft Nordhausen. Im relevanten Wettkampfjahr 2008 erkämpfte Manu bei den Landesmeisterschaften in der Klasse W 35 drei Titel. Bei den Hallenmeisterschaften eroberte sie Silber im 200- und Bronze im 60- und 200 Meterlauf. Mit einem Titel-Hattrick kehrte sie von den Freiluft-Titelkämpfen nach Hause zurück. In den Finals im 100-, 200- und 400 Meterlauf zeigte sie der Konkurrenz die Hacken und wurde Thüringen-Meisterin bei den Seniorinnen über 35 Jahre. Für Schlagzeilen sorgte Manuela bei den 29. Weltspielen für Medizin und Gesundheit in Garmisch-Partenkirchen. Die Physiotherapeutin vom Südharz-Krankenhaus eroberte bei sieben Starts in den Leichtathletik-Wettbewerben in ihrer Altersklasse sieben Medaillen. In den Einzelrennen über 400 und 800 Meter, sowie mit der deutschen Sprintstaffel über 4 mal 100 Meter kletterte Manuela aufs Goldpodest. Im Weitsprung, Kugelstoßen, 100- und 200- Meterlauf holte das Nordhäuser Leichtathletik-Ass jeweils Silber.
Ann-Kathrin Sourell
Ann-Kathrin Sourell ist Triathletin beim SV 90 Nordhausen. Vor zwei Jahren stand die Spezialistin des härtesten Ausdauer-Dreikampfes bei der Nordhäuser Sportlerwahl erstmals auf der Kandidatenliste. Die Gäste der Sport-Gala kürten die damalige Landesmeisterin mit großer Mehrheit zur Sportlerin des Jahres 2006. Mit deutlich größeren Meriten geht die BWL-Studentin der Fachhochschule Wernigerode nun zu ihrer zweiten Sportlerwahl ins Rennen. Beim Schweiz-Ironman 70.3 in Rapperswil am Zürichsee meisterte die damals 20-Jährige die Halb-Ironman-Distanz mit 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometerlauf in 5 Stunden, 4 Minuten und 11 Sekunden. Die Nordhäuser Sportlerin eroberte bei den Juniorinnen der Altersklasse 18 bis 24 Jahre den Bronzerang. Zugleich erfüllte sich Ann-Kathrin damit ein Traumziel. Gemeinsam mit der Hamburger Siegerin löste sie ein Ticket für die Weltmeisterschaften. Bei den Welttitelkämpfen in Clearwater / Florida setzte der Schützling von Trainer Ulrich Konschak noch eins drauf. Um fast eine halbe Stunde unterbot das Nordhäuser Ass seine Leistung vom Qualifikationswettkampf in der Schweiz. In 4:37:23 Stunden gewann die 21-Jährige in der Juniorenkategorie 18 bis 24 Jahre auf der Halb-Ironman-Distanz Weltmeisterschafts-Bronze.
Männer
Thomas Biedermann
Thomas Biedermann ist Leichtathlet bei der Harzer Sportgemeinschaft Nordhausen. Schon zum siebten Mal kandidiert der 42-Jährige Kriminalhauptkommissar bei einer Sportlerwahl in Nordhausen. Vor sechs Jahren wurde er zum Sportler des Jahres gekürt. Das Wettkampfjahr 2008 wird der Mittelstreckler sicher zu den erfolgreichsten seiner Karriere zählen. Bei den Europameisterschaften in Ljubljana eroberte der Dauerbrenner drei Medaillen. Vizeeuropameister wurde er mit der 4 mal 400 Meter-Staffel Deutschlands. Jeweils Bronze wurden über 800 Meter und mit der 4 mal 100 Meter-Staffel erkämpft. Dazu kamen fünf Titel auf den Laufstrecken von 200 bis 800 auf Landesebene. Bei den Hallenmeisterschaften der Senioren wurde er Deutscher Meister im 800- und Vizemeister im 400-Meter-Lauf. Bei den Freiluftmeisterschaften wurde Thomas deutscher Vizemeister über 800 Meter und holte Bronze über 800 Meter bei den Senioren-Europameisterschaften.
Andree Hoidn
Andree Hoidn ist Leichtathlet bei der SG Glückauf Bleicherode. Zum fünften Mal zählt der Wurfspezialist zu den Titelbewerbern bei einer Sportlerwahl in Nordhausen. Mit den Titeln im Hammer- und Diskuswerfen, sowie als Vizemeister im Kugelstoßen startete Andree bei den Winterwurf-Landesmeisterschaften in das Wettkampfjahr 2008. Am Saisonende hatte er sechs Landestitel auf seinem persönlichen Konto. Damit avancierte der 35-Jährige zum erfolgreichsten Werfer Thüringens. Auf Bundesebene wurde Andree zweifacher Deutscher Meister im Diskus- und zweifacher Deutscher Vizemeister im Hammerwerfen der Seniorenklasse. Außerdem stellte er einem Landesrekord im Werfer-Fünfkampf auf.
Helmut Kaufmann
Helmut Kaufmann ist Turner beim TSV Nordhausen. Seit Jahren zeigt der Tischlermeister beim Turnen am Barren, Reck, Pauschenpferd, beim Sprung, auf der Bodenmatte und an den Ringen ausgezeichnete Leistungen. Bei den deutschen Turnfesten in Dortmund, Hamburg, München, Leipzig, Berlin, sowie den Bundes-Turnfesten Österreichs in Graz und Krems erfüllte das Südharzer Turn-Ass als vielfacher Landesmeister die Botschafterrolle für den Landkreis Nordhausen mit großem Erfolg. Von den nationalen und internationalen Prüfungen brachte er zahlreiche Siegerplaketten und Platzierungen unter den Top 10 mit nach Hause. Seine zweite Nominierung für die Kandidatenliste zur Wahl des Sportlers des Kreises Nordhausen erreichte Kaufmann mit dem sechsten Rang bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren in Bad Blankenburg.
Ulrich Konschak
Alter schützt vor sportlichen Höchstleistungen nicht. Und um einen Ironman erfolgreich zu absolvieren verlangt es absolute Höchstleistungen. Seit gut 20 Jahren hat sich der Nordhäuser Ulrich Konschak dem harten Ausdauersport Triathlon verschrieben. Viermal schaffte er schon die Qualifikation für die Weltmeisterschaften auf Hawaii, errang national und international viele große Erfolge. Inzwischen ist er 37 Jahre alt, doch Schlagzeilen für herausragende Leistungen liefert er immer noch. Und das obwohl er durch seinen Beruf als praktizierender Allgemeinmediziner inzwischen deutlich weniger Zeit für das aufwendige Training investieren kann. Ich muss mich auf einige wenige, aber anspruchsvolle Wettkämpfe konzentrieren. Das gelang ihm 2008 auch wieder hervorragend. Bei den Deutschen Meisterschaften im Juli im fränkischen Triathlon-Mekka wurde er im Gesamtklassement 43. und verpasste als glänzender 4. seiner Altersklasse 35-39 nur ganz knapp den Bronzeplatz.
Tom Langelotz
Dass die Nordhäuser Boxsportschule in der Nachwuchsausbildung ausgezeichnete Arbeit leistet zeigt der Sportler Tom Langelotz. Fünfmal schon war er Deutscher Meister in den verschiedenen Nachwuchsaltersklassen. In diesem, seinem ersten Männerjahr, gewann er bei den nationalen Meisterschaften im bayerischen Straubing auf Anhieb Bronze im Federgewicht. Ganz unglücklich war er im Halbfinale am späteren Deutschen Meister Sandro Schaer aus Schwerin gescheitert. Um sich noch besser entwickeln zu können trainiert er nach Absprache mit seinen Heimtrainern inzwischen im Leistungszentrum Frankfurt/Oder, wo er auch sein Abitur baut. Er boxt aber weiter für seinen Nordhäuser Verein, war trotz einigem Verletzungspech ganz wesentlich auch am Staffelsieg der NSV in der Oberliga beteiligt. Er bestritt fünf Kämpfe und jedes Mal war er erfolgreich. Wie seine berufliche Zukunft aussehen soll, da gibt es noch keine konkreten Vorstellungen. Sportlich hingegen ist das Ziel klar: Er will zu Olympia.
Peter Seidel
Peter Seidel ist Schwimmer beim SV 90 Nordhausen. Zum zweiten Mal kandidiert das Schwimm-Ass bei der Nordhäuser Sportlerwahl. Den Aufstieg in die Eliteklasse schaffte Peter vor einem Jahr während der Kurzbahn-Landesmeisterschaft in der Erfurter Schwimmhalle. Im Wettkampfjahr 2008 gelang dem Abiturienten bei den Titelkämpfen in Gera und Erfurt ein grandioser EdelmetallFischzug. Im Finale über 200 Meter Freistil verteidigte der künftige Sozialwirt seinen Vorjahrestitel erfolgreich. Über die halbe Distanz wurde er Landesmeister. In den Finals über 200 Meter Lagen, 100 Meter Delfin und 50 Meter Freistil eroberte er jeweils das BronzeTreppchen. Auf Vorschlag seines Vereins nominierte der Kreissportbund den derzeit erfolgreichsten Nordhäuser Schwimmer zum zweiten Mal für die traditionelle Sportlerwahl.
Hagen Walter
Hagen Walter ist Karatekämpfer beim KARATE-DO-KWAI Nordhausen. Vor drei Jahren schaffte der damalige Schüler des Humboldt-Gymnasiums seinen ersten Dan im Kobudo. Ein Jahr später schloss er seine Trainerausbildung mit der C-Lizenz ab. Im Wettkampfjahr 2008 setzte Hagen markante Achtungszeichen. Die Schulausbildung wurde mit dem Abitur erfolgreich beendet. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena folgte die Immatrikulation für ein Physik-Studium. Drei Knaller würzten die sportliche Laufbahn. Bei den deutschen Meisterschaften im Kobudo erkämpfte Hagen die Bronzemedaille. Im Dezember meisterte er die Prüfung zum 1. Dan Karate mit Bravur. Den Glanzpunkt setzte Hagen Walter mit dem Titel Europameister beim Euro-Cup Ryukyu Kobudo Tesshinkan. Auf Vorschlag seines Vereins nominierte der Kreissportbund den Leistungsträger zum ersten Mal für die traditionelle Wahl des Sportlers des Jahres im Landkreis Nordhausen.
Mannschaften
Boxstaffel Nordhäuser SV
Der Boxsport in Nordhausen hat eine lange Tradition und einen weit über Kreis- und Landesgrenzen hinaus reichenden Ruf. Landes- und Deutsche Meistertitel in den Nachwuchsklassen sind fast schon Dutzendware. Aber auch bei den Männern gab und gibt es immer wieder herausragende Athleten. Man scheute nur lange das Risiko, eine eigene Männerstaffel ins Rennen zu schicken. So stiegen Nordhäuser Boxer für andere Thüringer Mannschaften erfolgreich in den Ring. Bis 2007. Dann entschloss man sich, selber in den Mannschaftskampf einzusteigen und meldete für die Oberliga, vergleichbar mit der Regionalliga im Fußball. Der Erfolg gleich im ersten Jahr war überwältigend. Mit nur einer Niederlage wurde die Mannschaft des Nordhäuser SV auf Anhieb Sieger der Süd-Staffel und kämpfte anschließend gegen den Boxclub Schwerin und die Deutsche Oberligameisterschaft. Nordhausen fehlte am Ende ein winziger Punkt zum Sieg. Dennoch reichte es zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ein wahnsinniges Jahr.
FSV Wacker 90 Nordhausen
Nach dem glänzenden Comeback der Wacker-Fußballer in der Thüringer Landesliga in der Saison 05/06 mit einem kaum für möglich gehaltenen 4. Platz und einem ebenfalls guten 7. Platz im Jahr darauf folgte eine weniger gute Saison 07/08. Dabei hatten nicht wenige Experten die Nordhäuser mit auf den Favoritenschild gehoben. Neue vielversprechende Spieler und mit Burkhard Venth ein neuer Trainer – die Erwartungen von außen an die Mannschaft waren groß. Es zeigte sich, dass das Integrieren neuer Spieler und das Greifen neuer Spielkonzepte Zeit benötigt. Das Jahr war nicht umsonst, wie sich nun zeigt. In der ersten Halbserie der neuen Saison 08/09 hat sich Wacker zu einem Mitfavoriten auf den Landesmeistertitel gemausert, ist als einzige Mannschaft des Landesliga noch ungeschlagen und startet von Rang 3 ins neue Jahr. Bei noch drei ausstehenden Nachholspielen könnte es sogar Platz 1 sein.
HSG Nordhausen Handball, 1. Frauenmannschaft
Acht lange Jahre mussten die Handball-Frauen der HSG Nordhausen warten, ehe 2008 in der Oberliga am Ende endlich wieder ein Medaillenplatz errungen wurde. Viele Rückschläge durch Verletzungen oder den zumeist beruflichen Wegzug von Leistungsträgern hatten die Jahre zuvor dieses Ziel immer wieder zunichte gemacht. Doch man ließ sich nie unterkriegen. Der letzte Spieltag brachte hinter dem feststehenden Meister Apolda noch einmal alles durcheinander. Vier Mannschaften waren punktgleich und die Reihenfolge musste erst durch die Spiele dieser Vier untereinander ermittelt werden. Und da war die HSG Zweiter und damit in der Endabrechnung Dritter. Die Mannschaft knüpfte dann in der neuen Saison sofort an dieses starke Ergebnis an, sicherte sich Ende 2008 den 2. Platz der Handball-Hinrunde.
1. Männermannschaft Nordhäuser SV, Handball
Das Jahr 2008 werden die Landesliga-Handballer des Nordhäuser SV sicher nicht so schnell vergessen. Hinter der 2. Mannschaft der SG Erfurt/Bad Langensalza waren sie klarer Tabellenzweiter in der Landesliga und man schien das schon lange anvisierte Ziel – Aufstieg in die Oberliga – endlich geschafft zu haben. Doch Querelen des Thüringer Handballverbandes und nicht nachvollziehbarer Umgang mit seiner eigenen Rechtsordnung kosteten die Früchte der Arbeit. Und dennoch bieten die NSV-Handballer ihren Fans immer wieder spannende und gute Handballkost, spielen auch in der laufenden neuen Saison wieder im Spitzenfeld um den Staffelsieg mit.
Verbandsliga-Keglerinnen des Nordhäuser SV
In der Saison 07/08 stiegen die Kegel-Damen des Nordhäuser SV in die Verbandsliga auf. Von Beginn an spielte man auf einer Erfolgswelle und etablierte sich in der Spitzengruppe der zweithöchsten Landesspielklasse. Und schließlich gelang, was zuvor niemand für möglich gehalten hatte. Die NSV-Damen wurden Staffelsieger und hatten damit den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft. Und wie zur Bestätigung dieser großartigen Leistung landete die Mannschaft 2008 gleich noch einen weiteren Coup. Erstmals qualifizierte man sich für die Endrunde um den Thüringer Landespokal und holte dann in Unterweißbach in sehr souveräner Manier die Trophäe. 2008 war damit das bislang erfolgreichste Jahr nach der Wende für die Nordhäuser Keglerinnen.
Radball-Oberligamannschaft SV Ilfeld
Das Jahr 2008 war für die Radball-Abteilung des SV Ilfeld ein überaus erfolgreiches. Die systematische Nachwuchsarbeit der letzten Jahre trägt immer mehr Früchte. Die vorläufige Krönung war der Aufstieg der Mannschaft Toni Fiebig – Julian Etzrodt in die höchste Landesspielklasse, die Oberliga. Die mehrfachen Nachwuchs-Landesmeister wurden in ihrem ersten Männerjahr wegen ihrer starken Leistungen in der Jugend vom Verband gleich in die Verbandsliga aufgenommen und rechtfertigten diesen Vertrauensvorschuss auf Anhieb mit dem überlegen herausgespielten 2. Tabellenplatz, der zum Aufstieg in die Oberliga berechtigt. Dort sind sie derzeit die jüngste Mannschaft. Sie haben es erwartungsgemäß sehr schwer, aber die Chancen stehen gut die Klasse zu halten. Beide vertraten Thüringen 2008 außerdem im Wettbewerb um den Deutschlandpokal der Junioren und spielten in der Endrunde um den Thüringer Landespokal der Männer.
Tischtennis-Thüringenliga-Mannschaft TTV Bleicherode
Der Bleicheröder Tischtennissport ist wieder erstklassig. Zumindest in Thüringen. Was sich Ende 2007 schon abzeichnete ist eingetroffen. Nach dem Staffelsieg in der 1. Bezirksliga im Jahr davor gelang der neuformierten 1. Männermannschaft des TTV Bleicherode 2008 auch ein überlegener Staffelsieg in der Verbandsliga und damit der direkte Durchmarsch ins Thüringer Oberhaus. Und der Erfolgshunger der jungen Wilden scheint noch längst nicht gestillt. Von Beginn an etablierte man sich auch in der Thüringenliga in der Spitzengruppe der Tabelle. Die Hinrunde und damit auch das Jahr 2008 wurde nach sieben Siegen und nur zwei Niederlagen auf dem glänzenden 3. Platz beendet. In Bleicherode darf man langsam auch wieder über die Landesgrenzen hinaus blicken. Denn die durchweg jungen Spieler sind noch längst nicht am Ende ihrer Entwicklung.
1. Männermannschaft SVC
Die erste Männermannschaft des Südharzer-Volleyball-Clubs Nordhausen kehrte nach dem Abstieg aus der Regionalliga einen Tiefschlag in einen Höhenflug um. Das Sportjahr 2008 bescherte dem SVC-Flaggschiff ein Wechselbad der Gefühle. Das personell kaum veränderte Team dominierte die Thüringenliga. Neunzehn Siege katapultierten die SVC-Netzartisten bei lediglich einer knappen Niederlage in der höchsten Thüringer Spielklasse an die Tabellenspitze. Ausgezeichnete Aufbauarbeit leistete das Trainer-Duo Michal Gryga/Dominik Rieger. Sie schafften es, da sich der SVC-Sechster zur kampfstärksten Mannschaft der Thüringenliga entwickelte. Das Team erzielte einen fulminanten Durchmarsch, wurde Landesmeister und stieg unmittelbar wieder in die Regionalliga auf. Der Start in die 13. Punktspielserie der dritthöchsten deutschen Spielklasse ließ viele Wünsche offen. Was die SVC-Truppe wirklich drauf hat, wurde mit dem Sensationserfolg an der Elbe gegen Tabellenführer VC Dresden nachgewiesen.
Laufgruppe des VfL 1928 Ellrich
Die Laufgruppe des VfL 1928 Ellrich bildet im Verein eine sehr aktive und erfolgreiche Abteilung. Die Rüststangen der Laufgruppe bilden Aktive vom Schüler bis zum Senioren. Über 150 Medaillenplätze konnten im Wettkampfjahr 2008 erobert werden. Herausragend präsentierte sich einmal mehr die Bilanz beim Thüringer Klassiker-Cup. Nach dem Silber-Hattrick in der Gesamtwertung mit drei zweiten Rängen hintereinander, eroberten die Ellricher in diesem Jahr erstmals den Klassiker-Gold-Cup. Ihren grandiosen Cup-Sieg unterstrichen die 41 Läuferinnen und Läufer bei 141 Starts in neun Wertungsrennen. 17 mal Gold, 13 mal Silber, 11 mal Bronze und 34 Platzierungen unter den Top 10 brachten sie in das Mannschaftsergebnis ein. Damit ist das Laufteam des VfL 28 Ellrich in bisher elf Cup-Jahren erstmals Thüringer Mannschaftsmeister im Volkslauf. Maria Bischoff, Kerstin Hoffmann, Thomas Wiemann, Dieter Prenzel und Karl-Ernst Wernecke unterstrichen als Altersklassensieger die Ellricher Team-Gold Premiere. Kerstin Hoffmann (3:23:00 h in Essen) und Christian König (2:46:05 h in Berlin) markierten im Marathonlauf neue Kreisrekorde.
