Negativwerbung "par ecellence"
Sonntag, 04. August 2002, 09:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Dass eine gekonnte Negativwerbung auch unabsichtlich das Gegenteil dessen bewirken kann was sie eigentlich sollte, bewies in diesen Tagen in Berlin eine behördliche Verordnung. nnz stellt sie Demonstrationsbeispiel vor und versucht eine Erläuterung.
Das Eigentor schoss das Wirtschaftsamt Charlottenburg-Wilmersdorf im Kampf gegen Bordelle und Sex-Clubs. Eigentlich sollte ein kleines, unauffälliges Schild den unbedarften Besucher vor dem Betreten anrüchiger Etablissements warnen, die laut Gesetz für Jugendliche verboten sind.
Am Mittwoch musste Swingerclub-Betreiber Dieter Müller neben dem Eingang zu seinem Pärchenclub Zwielicht ein Schild mit folgendem Aufdruck anbringen: Anbahnungsgaststätte für sexuelle Handlungen Kein Zutritt für Personen unter 18 Jahren. Er fügte sich. Inzwischen scheint jedoch die Verordnung das zuständige Wirtschaftsamt selbst zu irritieren. Es sollte eine Kenntlichmachung und keine Werbung sein, sagt Personalstadtrat Joachim Krüger (CDU), die Urlaubsvertretung des zuständigen Wirtschaftsstadtrats Bernhard Skrodzki (FDP).
Auch Felicitas Weigmann mit ihrem Cafè Pssst! an der Brandenburgischen Straße muss mit Schildern warnen. Ich habe meine Schilder mit Freude angebracht. Seitdem weiß man endlich, womit der männliche Gast rechnen kann.
Der Gleichbehandlungsgrundsatz lässt auch andere Betreiber derartiger Etablissements auf Post vom Wirtschaftsamt hoffen. Der Prinz vom Stutti, Steffen Jakob, wartet schon mit Freude auf den Briefträger: Eine bessere Werbung kann ich mir doch nicht wünschen!?
Autor: nnzDas Eigentor schoss das Wirtschaftsamt Charlottenburg-Wilmersdorf im Kampf gegen Bordelle und Sex-Clubs. Eigentlich sollte ein kleines, unauffälliges Schild den unbedarften Besucher vor dem Betreten anrüchiger Etablissements warnen, die laut Gesetz für Jugendliche verboten sind.
Am Mittwoch musste Swingerclub-Betreiber Dieter Müller neben dem Eingang zu seinem Pärchenclub Zwielicht ein Schild mit folgendem Aufdruck anbringen: Anbahnungsgaststätte für sexuelle Handlungen Kein Zutritt für Personen unter 18 Jahren. Er fügte sich. Inzwischen scheint jedoch die Verordnung das zuständige Wirtschaftsamt selbst zu irritieren. Es sollte eine Kenntlichmachung und keine Werbung sein, sagt Personalstadtrat Joachim Krüger (CDU), die Urlaubsvertretung des zuständigen Wirtschaftsstadtrats Bernhard Skrodzki (FDP).
Auch Felicitas Weigmann mit ihrem Cafè Pssst! an der Brandenburgischen Straße muss mit Schildern warnen. Ich habe meine Schilder mit Freude angebracht. Seitdem weiß man endlich, womit der männliche Gast rechnen kann.
Der Gleichbehandlungsgrundsatz lässt auch andere Betreiber derartiger Etablissements auf Post vom Wirtschaftsamt hoffen. Der Prinz vom Stutti, Steffen Jakob, wartet schon mit Freude auf den Briefträger: Eine bessere Werbung kann ich mir doch nicht wünschen!?
