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Gute Aussichten für Nordhausen

Freitag, 02. August 2002, 16:04 Uhr
Nordhausen (nnz). In Thüringen wird gegenwärtig der Entwurf für einen neuen Landesentwicklungsplan kontrovers diskutiert. Vor allem für Nordhausen sieht der aber nicht schlecht aus. Mit einem Klick auf MEHR finden Sie außerdem den Entwurf zum downloaden.


Geht es nach dem Willen eines Leipziger Institutes, dann soll es in Thüringen künftig nur noch drei Oberzentren (Erfurt, Gera und Jena) geben. Da fühlen sich vor allem die Südthüringer mit ihrem Städteverbund benachteiligt. Entsprechend harsch kam aus diesem Revier die Antwort.

Neben den Oberzentren soll es nach den Vorschlägen der Leipziger künftig jedoch sogenannte „Entwicklungsschwerpunkte“ geben. Einer davon könnte Nordhausen sein. Damit sei nicht nur die Förderung der Stadt garantiert, sondern auch deren Status in Nordthüringen als Nummer 1 definiert, erläuterte der 1. Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD), der nnz. Mühlhausen zum Beispiel sei mit seinem Begehren hinsichtlich des Status einfach durchgefallen und werde Mittelzentrum bleiben.

Da dieser Plan sich in der Phase des Entwurfs befindet, wollen in Thüringen selbstverständlich noch viele Köche den Brei rühren. So zum Beispiel der Landkreistag. Der fordert neben den Oberzentren für jede Kreisstadt den Status eines Mittelzentrums. Nordhausen wäre demnach mit Sondershausen oder Heiligenstadt landes- und regionalplanerisch gleichzusetzen. Möglich wäre aber auch, dass der absolut größte Brocken der Förderung in die deklarierten Oberzentren fließt. Auch das wäre fatal für unsere Region.

Es wird also noch genügen Zeit zur Diskussion sein. Jedoch noch in diesem Jahr will die Thüringer Landesregierung die Aussprachen abschließen, dann wird aus dem Entwurf per Beschluß der Plan. Wer jetzt noch mitreden will, oder sich nur einen Überblick über die Leipziger Thesen verschaffen will, für den hat die nnz den Entwurf zum DOWNLOAD (760 kByte) ins Netz gestellt.
Autor: nnz

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