Überflutungen: Ende in Sicht
Donnerstag, 01. August 2002, 09:24 Uhr
Nordhausen (nnz). Bei starken Regenfällen wie in den zurückliegenden Wochen ist der Ortsteil Bielen immer wieder von Überschwemmungen betroffen. Ab nächster Woche sollen die Überflutungen ein Ende haben.
Der Stadtentwässerungsbetrieb Nordhausen (SEB) wird in der kommenden Woche einen neuen und größeren Regenwasserkanal zwischen Sandstraße und Mühlgraben in Betrieb nehmen. Toralf Kanowski, technischer Leiter beim SEB, erklärt: Dass es ständig Überflutungen gegeben hat, lag vor allem an der Überlastung des alten Regenwasserkanals zwischen Sandstraße und Mühlgraben beziehungsweise Zorge. Der Regenwasserkanal - in den 80er Jahren gebaut - habe einen Durchmesser von 50 Zentimetern gehabt und konnte pro Sekunde 180 Liter Wasser durchlassen. Praktisch von Anfang an hat es pro Jahr ein bis zwei Überflutungen gegeben. Die Häufigkeit hat in den letzten Jahren durch weitere abwassertechnische Erschließungen noch zugenommen, sagte Kanowski.
Der alte Kanal werde nun auf seiner Gesamtlänge von 400 Metern ersetzt. Die neuen Rohre hätten einen Durchmesser 90 Zentimetern und könnten jetzt fast fünfmal mehr Wasser pro Sekunde aufnehmen, als die bisherige Anlage. Die Kosten für den Bau der neuen Anlage betragen rund 130.000 Euro.
Ebenfalls in Bielen beginnt der SEB in der zweiten Augustwoche mit dem Anschluss von Anger und Silbergasse an die öffentliche Kanalisation und damit an die Kläranlage. So entfällt ab Anfang 2003 - dann sind alle Arbeiten beendet - für die Anwohner die teure Entleerung der Sammelgruben, sagte Kanowski. Hierfür würden jeweils rund 290 Meter Schmutzwasserkanal aus Steinzeug und Regenwasserkanal aus Beton in die Erde gebracht. Die Bausumme für diese Maßnahme beläuft sich auf rund 210.000 Euro.
Beide Projekte in Bielen würden von der Bundesanstalt für Arbeit im Rahmen einer Beschäftigung schaffenden Infrastrukturförderung (BSI) finanziell unterstützt. BSI heißt prinzipiell, dass solche Infrastrukturmaßnahmen gefördert werden, die zusätzlich zu geplanten Bauvorhaben umgesetzt werden und bei denen Menschen ohne Arbeit eine Beschäftigung finden, sagte Kanowski. Die Aufträge für die beiden Projekte bekamen nach öffentlicher Ausschreibung eine Firma aus dem Kyffhäuserkreis und ein Unternehmen aus Urbach.
Autor: nnzDer Stadtentwässerungsbetrieb Nordhausen (SEB) wird in der kommenden Woche einen neuen und größeren Regenwasserkanal zwischen Sandstraße und Mühlgraben in Betrieb nehmen. Toralf Kanowski, technischer Leiter beim SEB, erklärt: Dass es ständig Überflutungen gegeben hat, lag vor allem an der Überlastung des alten Regenwasserkanals zwischen Sandstraße und Mühlgraben beziehungsweise Zorge. Der Regenwasserkanal - in den 80er Jahren gebaut - habe einen Durchmesser von 50 Zentimetern gehabt und konnte pro Sekunde 180 Liter Wasser durchlassen. Praktisch von Anfang an hat es pro Jahr ein bis zwei Überflutungen gegeben. Die Häufigkeit hat in den letzten Jahren durch weitere abwassertechnische Erschließungen noch zugenommen, sagte Kanowski.
Der alte Kanal werde nun auf seiner Gesamtlänge von 400 Metern ersetzt. Die neuen Rohre hätten einen Durchmesser 90 Zentimetern und könnten jetzt fast fünfmal mehr Wasser pro Sekunde aufnehmen, als die bisherige Anlage. Die Kosten für den Bau der neuen Anlage betragen rund 130.000 Euro.
Ebenfalls in Bielen beginnt der SEB in der zweiten Augustwoche mit dem Anschluss von Anger und Silbergasse an die öffentliche Kanalisation und damit an die Kläranlage. So entfällt ab Anfang 2003 - dann sind alle Arbeiten beendet - für die Anwohner die teure Entleerung der Sammelgruben, sagte Kanowski. Hierfür würden jeweils rund 290 Meter Schmutzwasserkanal aus Steinzeug und Regenwasserkanal aus Beton in die Erde gebracht. Die Bausumme für diese Maßnahme beläuft sich auf rund 210.000 Euro.
Beide Projekte in Bielen würden von der Bundesanstalt für Arbeit im Rahmen einer Beschäftigung schaffenden Infrastrukturförderung (BSI) finanziell unterstützt. BSI heißt prinzipiell, dass solche Infrastrukturmaßnahmen gefördert werden, die zusätzlich zu geplanten Bauvorhaben umgesetzt werden und bei denen Menschen ohne Arbeit eine Beschäftigung finden, sagte Kanowski. Die Aufträge für die beiden Projekte bekamen nach öffentlicher Ausschreibung eine Firma aus dem Kyffhäuserkreis und ein Unternehmen aus Urbach.
