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Adrenalin bei Kampfrichtern

Mittwoch, 14. Januar 2009, 07:46 Uhr
Die Vorbereitungen für das 9. Internationale Energie - Indoor laufen auf Hochtouren. Auch das sechsköpfige Kampfrichterteam, das vom Nordhäuser John Dauert in Zusammenarbeit mit weiteren Landeskampfrichten geleitet wird, bereitet sich auf den weltbesten Hallen-Kugelstoß-Wettkampf vor.

Für die Richtigkeit am Ring (Foto: Indoor) Für die Richtigkeit am Ring (Foto: Indoor)
John Dauert, links im Bild

Die korrekte Arbeit des gesamten Teams ist enorm wichtig, zumal das Energie - Indoor auch offizieller Qualifikationswettkampf für die Hallen – Europameisterschaft Anfang März in Turin ist. In den vergangenen Jahren gab es beispielsweise zwei spannende Situationen. Die erste lieferte Tomasz Majewski, der amtierende Olympiasieger von Peking 2008. Er stieß in seinem ersten Versuch weit über die 20-Meter-Marke, bekam vom zuständigen Obmann jedoch ein „ungültig“ dafür. Was war passiert? Der Pole berührte ganz knapp mit seinem Fuß die Oberseite des Abstoßbalkens, eine Situation, die von den interessierten Zuschauern nicht erkannt werden konnte. Dieses Verhalten ist nach den internationalen Regeln nicht erlaubt und wurde von zwei Kampfrichtern gleichzeitig erkannt.

Noch mehr Aufregung als der Stoß von Majewski brachte der Meetingrekord von 2006, als Joachim Olsen aus Dänemark die Kugel auf 21,16m gestoßen hatte. Er gehört bekanntlich zu den Drehstoßtechnikern und diese geraten durch ihre spezielle Technik während des Versuches leicht in Gefahr den eisernen Ring, der den Kugelstoßkreis abschließt, auf der Oberseite zu berühren. Bei besagtem Stoß hatte man aus der Zuschauerperspektive den Eindruck, dass eben jenes Missgeschick dem Athleten unterlaufen sei. Jedoch konnte die Gültigkeit durch ein Hilfsmittel sehr genau festgestellt werden.

Die Kampfrichter verwenden bei Drehstoßtechnikern sehr oft Kreide, die sie auf der Oberkante des Ringes präparieren und somit eindeutige Aussagen über eine Berührung treffen zu können. In diesem Fall hatte sich Olsen nichts zu Schulden kommen lassen. Die Nordhäuser Kampfrichter bemühen sich daher um stetige Weiterbildungen und Praxisschulungen, damit auch am 23. Januar alles regelgerecht abläuft.

Zudem ist es in diesem Jahr wieder möglich, dass durch das Aufeinandertreffen der beiden US – Giganten Reese Hoffa und Christian Cantwell ein neuer Meetingrekord ansteht.
Autor: nnz/kn

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