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Donnerstag, 08. Januar 2009, 14:17 Uhr
Mitunter arbeiten auch kommunale Verwaltungen sehr schnell. Einen Beweis dafür fand die nnz zum Jahreswechsel. Im Nordhäuser Landratsamt...
In jeder Krise liegt auch eine Chance, sagen einige Wirtschaftsgurus mit dem Verweis auf die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise. Und für den Landkreis Nordhausen könnten sich die stützenden Rettungsmaßnahmen der Bundesregierung als wahrer Segen erweisen, wenn man sich den Vermögenshaushalt dieses Jahres im Landratsamt an der Behringstraße genauer ansieht. Wir hatten darüber mehrfach berichtet, dass es eigentlich nichts zu vermelden gibt.
Jetzt aber könnte in diesem Jahr jedoch geklotzt statt gekleckert werden. Und das kommt so: Am 29. Dezember 2008 faxte das Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Medien an alle Landratsämter und Oberbürgermeister Thüringens die Aufforderung, dass die schnellstens einen Bedarf melden sollen, wohin denn einige Milliönchen des zweiten Konjunkturpaketes plätschern könnten?
Landrat Joachim Claus (CDU) muss das wie ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk vorgekommen sein. Er ließ nach Angaben seiner Sprecherin Jessica Piper eine erste Grobliste erstellen und zurück nach Erfurt faxen. Das wiederum wurde der nnz durch die Pressestelle des dortigen Ministeriums bestätigt.
Was auf der groben Liste alles draufsteht, damit rückte Frau Piper nur zögernd raus: Investitionen in Brücken sowie in Schulen des Landkreises, sagte sie. Bis Anfang kommender Woche soll die grobe zur verfeinerten Liste mutieren. Am Montag werde sich Joachim Claus mit seinem beiden Beigeordneten zur finalen Beratung zusammensetzen, wurde angekündigt.
Aus dem Bauministerium wurde indes verlautet, dass weitere Anmeldungen in diesen Tagen für die Millionen gern willkommen sind. Der Batzen Geld ist zwar noch nicht beschlossen, geschweige denn überwiesen, die Beute aber schon zerlegt. Virtuell.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzIn jeder Krise liegt auch eine Chance, sagen einige Wirtschaftsgurus mit dem Verweis auf die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise. Und für den Landkreis Nordhausen könnten sich die stützenden Rettungsmaßnahmen der Bundesregierung als wahrer Segen erweisen, wenn man sich den Vermögenshaushalt dieses Jahres im Landratsamt an der Behringstraße genauer ansieht. Wir hatten darüber mehrfach berichtet, dass es eigentlich nichts zu vermelden gibt.
Jetzt aber könnte in diesem Jahr jedoch geklotzt statt gekleckert werden. Und das kommt so: Am 29. Dezember 2008 faxte das Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Medien an alle Landratsämter und Oberbürgermeister Thüringens die Aufforderung, dass die schnellstens einen Bedarf melden sollen, wohin denn einige Milliönchen des zweiten Konjunkturpaketes plätschern könnten?
Landrat Joachim Claus (CDU) muss das wie ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk vorgekommen sein. Er ließ nach Angaben seiner Sprecherin Jessica Piper eine erste Grobliste erstellen und zurück nach Erfurt faxen. Das wiederum wurde der nnz durch die Pressestelle des dortigen Ministeriums bestätigt.
Was auf der groben Liste alles draufsteht, damit rückte Frau Piper nur zögernd raus: Investitionen in Brücken sowie in Schulen des Landkreises, sagte sie. Bis Anfang kommender Woche soll die grobe zur verfeinerten Liste mutieren. Am Montag werde sich Joachim Claus mit seinem beiden Beigeordneten zur finalen Beratung zusammensetzen, wurde angekündigt.
Aus dem Bauministerium wurde indes verlautet, dass weitere Anmeldungen in diesen Tagen für die Millionen gern willkommen sind. Der Batzen Geld ist zwar noch nicht beschlossen, geschweige denn überwiesen, die Beute aber schon zerlegt. Virtuell.
Peter-Stefan Greiner
