Trotz allem: Von Krise profitiert
Donnerstag, 08. Januar 2009, 12:58 Uhr
Der Jahresanfang ist für den Vorstand der Nordhäuser Kreissparkasse traditionell Anlaß für das Vorstellen der Bilanz des zurückliegenden Jahres. Und der wurde nicht nur von der Finanzkrise beherrscht. Im Gegenteil...
Das Drei-Säulen-Modell der deutschen Bankenlandschaft hat sich bewährt. Die Kritik aus Richtung der großen Privatbanken gegen die Sparkassen und Genossenschaftsbanken hat sich erledigt. Zu dieser globalen Einschätzung kam heute der Vorstand der Nordhäuser Kreissparkasse. Und so hört es sich folgerichtig an, wenn Vorstandsvorsitzender Dieter Przybilla sagt: Für die Kunden der Sparkasse bestand und besteht kein Anlass zur Sorge. Das Geld bei ihrer Sparkasse ist sicher.
Von links: Claus W. Deig, Dieter Przybilla, Wolfgang Asche
Es ist so sicher, dass die Einlagen der Kunden im Vergleich zum Jahr 2007 um 2,2 Prozent auf mehr als 706 Millionen Euro gestiegen sind. Sichere Anlageformen standen im Mittelpunkt. Im Schnitt hat jeder Privatgirokunde 12.741 Euro angelegt. Besonders beliebt waren die täglich verfügbaren Einlagen sowie die kurzfristigen Geldanlagen.
Mit denen allerdings ist in den kommenden Monaten nicht mehr der gigantische Zinsschnitt zu machen. Przybilla und seine Kollegen vom Vorstand – Wolfgang Asche und Claus W. Deig – erwarten bei den kurzfristigen Anlagen Zinsen unter 2 Prozent.
Trotz aller Unkenrufe aus bundesweit agierenden Wirtschaftsverbände verzeichneten die Bankiers am Nordhäuser Kornmarkt eine leichte Belebung des Kreditgeschäfts. Unsere Kreditstrategie hat sich nicht verändert, wir orientieren uns am Markt und müssen hier natürlich Anpassungen vornehmen, so Deig auf nnz-Nachfrage. Man fühle sich auch und gerade in diesen Zeiten als Partner der heimischen Wirtschaft. An Unternehmen und Selbständige wurde im vergangenen Jahr fast 53 Millionen Euro an Krediten ausgezahlt, der Bestand lag zum Jahresende bei 279 Millionen Euro. Hinzu kommen 172 Millionen Euro im Bestand von Krediten mit Privatkunden.
Mit 57.300 Giro-, 62.800 Spar-, 8.200 Depot- sowie 10.000 Kreditkonten ist die Nordhäuser Kreissparkasse klarer Marktführer, insbesondere bei den Girokonten. Hier liegt der Marktanteil bei 58 Prozent. Für die Organisation sowie für die Verwaltung und Vermehrung des Geldes arbeiten 287 Frauen und Männern, 31 davon werden aktuell ausgebildet. Erst im August vergangenen Jahres konnten acht junge Menschen ihre Ausbildung aufnehmen. In diesem Jahr soll die Meßlatte erneut in dieser Region liegen.
Gut. Für die Region – mit diesem Slogan wird geworben. Und wohl kaum ein anderes Unternehmen rechtfertigt diese Aussage. Im vergangenen Jahr hatten die Nordhäuser Kreissparkasse fast 400.000 Euro und die Sparkassenstiftung noch einmal 22.000 Euro für die unterschiedlichsten Vereine und wohltätigen Organisationen bereitgestellt. An den Landkreis Nordhausen wurde zudem weitere 200.000 Euro ausgeschüttet, die für soziale Zwecke im Haushalt dieses Jahres gebunden sind.
Die Struktur der Geschäftsstellen blieb unverändert, sie wird auch in den kommenden Jahren Bestand haben. Der Totalumbau der Geschäftsstelle in Nordhausen-Nord hat sich bewährt. Die Kunden kommen gern, Neukunden wurden bereits angelegt. Im März wird ein Restaurant der gehobenen Gastronomie seine Pforten im Rosengarten öffnen.
Natürlich – auch das hat Tradition – versuchte sich der Vorstand der Kreissparkasse in einem Ausblick. Frühestens im späten zweiten Halbjahr werde die Stabilisierung der Märkte erwartet, Zinssätze wurden bereits erwähnt, der Wohnungsbau werde sich auf niedrigem Niveau stabilisieren. Nur bei der Dax-Prognose (5.350 Punkte) könnten leichte Zweifel aufkommen. Zu oft hatten sich hier die Fachleute geirrt. Allerdings wird der Verlauf dieses Tierchens auch nicht vom Kornmarkt in Nordhausen aus beeinflusst. Wohl aber die Entwicklung der Region. Gut.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzDas Drei-Säulen-Modell der deutschen Bankenlandschaft hat sich bewährt. Die Kritik aus Richtung der großen Privatbanken gegen die Sparkassen und Genossenschaftsbanken hat sich erledigt. Zu dieser globalen Einschätzung kam heute der Vorstand der Nordhäuser Kreissparkasse. Und so hört es sich folgerichtig an, wenn Vorstandsvorsitzender Dieter Przybilla sagt: Für die Kunden der Sparkasse bestand und besteht kein Anlass zur Sorge. Das Geld bei ihrer Sparkasse ist sicher.
Von links: Claus W. Deig, Dieter Przybilla, Wolfgang Asche
Es ist so sicher, dass die Einlagen der Kunden im Vergleich zum Jahr 2007 um 2,2 Prozent auf mehr als 706 Millionen Euro gestiegen sind. Sichere Anlageformen standen im Mittelpunkt. Im Schnitt hat jeder Privatgirokunde 12.741 Euro angelegt. Besonders beliebt waren die täglich verfügbaren Einlagen sowie die kurzfristigen Geldanlagen.
Mit denen allerdings ist in den kommenden Monaten nicht mehr der gigantische Zinsschnitt zu machen. Przybilla und seine Kollegen vom Vorstand – Wolfgang Asche und Claus W. Deig – erwarten bei den kurzfristigen Anlagen Zinsen unter 2 Prozent.
Trotz aller Unkenrufe aus bundesweit agierenden Wirtschaftsverbände verzeichneten die Bankiers am Nordhäuser Kornmarkt eine leichte Belebung des Kreditgeschäfts. Unsere Kreditstrategie hat sich nicht verändert, wir orientieren uns am Markt und müssen hier natürlich Anpassungen vornehmen, so Deig auf nnz-Nachfrage. Man fühle sich auch und gerade in diesen Zeiten als Partner der heimischen Wirtschaft. An Unternehmen und Selbständige wurde im vergangenen Jahr fast 53 Millionen Euro an Krediten ausgezahlt, der Bestand lag zum Jahresende bei 279 Millionen Euro. Hinzu kommen 172 Millionen Euro im Bestand von Krediten mit Privatkunden.
Mit 57.300 Giro-, 62.800 Spar-, 8.200 Depot- sowie 10.000 Kreditkonten ist die Nordhäuser Kreissparkasse klarer Marktführer, insbesondere bei den Girokonten. Hier liegt der Marktanteil bei 58 Prozent. Für die Organisation sowie für die Verwaltung und Vermehrung des Geldes arbeiten 287 Frauen und Männern, 31 davon werden aktuell ausgebildet. Erst im August vergangenen Jahres konnten acht junge Menschen ihre Ausbildung aufnehmen. In diesem Jahr soll die Meßlatte erneut in dieser Region liegen.
Gut. Für die Region – mit diesem Slogan wird geworben. Und wohl kaum ein anderes Unternehmen rechtfertigt diese Aussage. Im vergangenen Jahr hatten die Nordhäuser Kreissparkasse fast 400.000 Euro und die Sparkassenstiftung noch einmal 22.000 Euro für die unterschiedlichsten Vereine und wohltätigen Organisationen bereitgestellt. An den Landkreis Nordhausen wurde zudem weitere 200.000 Euro ausgeschüttet, die für soziale Zwecke im Haushalt dieses Jahres gebunden sind.
Die Struktur der Geschäftsstellen blieb unverändert, sie wird auch in den kommenden Jahren Bestand haben. Der Totalumbau der Geschäftsstelle in Nordhausen-Nord hat sich bewährt. Die Kunden kommen gern, Neukunden wurden bereits angelegt. Im März wird ein Restaurant der gehobenen Gastronomie seine Pforten im Rosengarten öffnen.
Natürlich – auch das hat Tradition – versuchte sich der Vorstand der Kreissparkasse in einem Ausblick. Frühestens im späten zweiten Halbjahr werde die Stabilisierung der Märkte erwartet, Zinssätze wurden bereits erwähnt, der Wohnungsbau werde sich auf niedrigem Niveau stabilisieren. Nur bei der Dax-Prognose (5.350 Punkte) könnten leichte Zweifel aufkommen. Zu oft hatten sich hier die Fachleute geirrt. Allerdings wird der Verlauf dieses Tierchens auch nicht vom Kornmarkt in Nordhausen aus beeinflusst. Wohl aber die Entwicklung der Region. Gut.
Peter-Stefan Greiner

