Frost ohne Frust
Mittwoch, 07. Januar 2009, 11:44 Uhr
Sie gehören zu den kältesten Arbeitsplätzen im Kreis Nordhausen – die Jobs auf den Winterbaustellen in Nordthüringen. Damit aus dem Frost-Job kein Frust-Job wird, pocht die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf warme Schutzkleidung und wintersichere Baustellen. Hier die Einzelheiten...
Wer bei Minustemperaturen Mauern hochzieht und auf Gerüste klettert, muss gut gegen Kälte, Schnee und Eis geschützt werden, erklärt Wilfried Grams von der IG BAU Nordthüringen. Dies sei kein Geschenk der Arbeitgeber. Jeder Bauarbeiter hat ein Recht darauf, dass seine Gesundheit nicht aufs Spiel gesetzt wird, so der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU.
Schnee, Frost, Glätte – eine Winterbaustelle hat es für die Beschäftigten in sich. Gute Schutzkleidung wie Handschuhe, Jacken und Stiefel gegen die Kälte sind Pflicht. Der Arbeitgeber muss sie jedem Mitarbeiter zur Verfügung stellen, sagt Wilfried Grams. Zudem müssten die Beschäftigten geschützte Räume haben, in denen sie sich auch mal mit einem heißen Getränk aufwärmen könnten. Ein paar Tage nur bei zugiger Luft und nasser Kälte, das haut den stärksten Bauarbeiter um, so Grams. Mindestens ein einfacher Wetterschutz wie ein winddichtes Zelt sei auch an Werkzeugen wie Säge und Betonmischer vorgeschrieben.
Gefährlich werde es, wenn Eis und Schnee die Baustelle in eine Rutschbahn verwandelten. Die Kollegen können stürzen. Ihnen rutschen die Werkzeuge aus der Hand. Und vereiste Geräte lassen sich nicht mehr sicher betreiben, sagt Wilfried Grams. Daher müsse der Arbeitgeber dafür Sorge tragen, dass Wege, Werkzeuge und Geräte von Eis und Schnee befreit würden. Sieht die Baustelle wie eine Skipiste aus, sind Unfälle nur eine Frage der Zeit, so Grams.
Unter dem Motto Lass dich nicht verbrennen – erst recht nicht im Winter will die IG BAU in diesem Jahr verstärkt für den Arbeitsschutz auf Winterbaustellen im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis kämpfen. Der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende fordert die Beschäftigten auf, Verstöße umgehend bei der Gewerkschaft zu melden. Grams: Natürlich sind wir froh, wenn das Baugewerbe auch im Winter gute Geschäfte macht. Aber wer einen Extragewinn auf Kosten der Gesundheit seiner Beschäftigten einfahren will, dem kann ich nur sagen: Nicht mit uns!
Autor: nnz/knWer bei Minustemperaturen Mauern hochzieht und auf Gerüste klettert, muss gut gegen Kälte, Schnee und Eis geschützt werden, erklärt Wilfried Grams von der IG BAU Nordthüringen. Dies sei kein Geschenk der Arbeitgeber. Jeder Bauarbeiter hat ein Recht darauf, dass seine Gesundheit nicht aufs Spiel gesetzt wird, so der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU.
Schnee, Frost, Glätte – eine Winterbaustelle hat es für die Beschäftigten in sich. Gute Schutzkleidung wie Handschuhe, Jacken und Stiefel gegen die Kälte sind Pflicht. Der Arbeitgeber muss sie jedem Mitarbeiter zur Verfügung stellen, sagt Wilfried Grams. Zudem müssten die Beschäftigten geschützte Räume haben, in denen sie sich auch mal mit einem heißen Getränk aufwärmen könnten. Ein paar Tage nur bei zugiger Luft und nasser Kälte, das haut den stärksten Bauarbeiter um, so Grams. Mindestens ein einfacher Wetterschutz wie ein winddichtes Zelt sei auch an Werkzeugen wie Säge und Betonmischer vorgeschrieben.
Gefährlich werde es, wenn Eis und Schnee die Baustelle in eine Rutschbahn verwandelten. Die Kollegen können stürzen. Ihnen rutschen die Werkzeuge aus der Hand. Und vereiste Geräte lassen sich nicht mehr sicher betreiben, sagt Wilfried Grams. Daher müsse der Arbeitgeber dafür Sorge tragen, dass Wege, Werkzeuge und Geräte von Eis und Schnee befreit würden. Sieht die Baustelle wie eine Skipiste aus, sind Unfälle nur eine Frage der Zeit, so Grams.
Unter dem Motto Lass dich nicht verbrennen – erst recht nicht im Winter will die IG BAU in diesem Jahr verstärkt für den Arbeitsschutz auf Winterbaustellen im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis kämpfen. Der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende fordert die Beschäftigten auf, Verstöße umgehend bei der Gewerkschaft zu melden. Grams: Natürlich sind wir froh, wenn das Baugewerbe auch im Winter gute Geschäfte macht. Aber wer einen Extragewinn auf Kosten der Gesundheit seiner Beschäftigten einfahren will, dem kann ich nur sagen: Nicht mit uns!

