Orpheus und Eurydike
Dienstag, 06. Januar 2009, 15:43 Uhr
Kirche und Theater – zwei Dinge, die inhaltlich nicht auf den ersten Blick etwas gemeinsam haben müssen, dennoch kann es Berührungspunkte geben. Zum Beispiel in Nordhausen…
Die Kooperation zwischen der Kirchengemeinde St. Blasii-Altendorf in Nordhausen und der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH hat das bereits in den vergangenen zwei Jahren bewiesen. Sowohl mit dem Ballett RequieMozarTanz als auch in der vergangenen Spielzeit mit der Ballettoper Orpheus und Eurydike von Christoph Willibald Gluck, die ab 21. Januar für drei Vorstellungen wieder auf dem Spielplan steht. Das Besondere an solchen Inszenierungen ist außerdem, dass Solisten, Ballett, Orchester und die Nordhäuser Kantorei zusammenarbeiten.
Orpheus und Eurydike hat allerdings auch für Diskussionen gesorgt. So gab es in der Kirchengemeinde kontroverse Ansichten darüber, ob ein mythologischer, also heidnischer Stoff in einer christlichen Kirche überhaupt aufgeführt werden darf. Superintendent Bornschein hat dieses Projekt immer unterstützt und war auch von der Produktion beeindruckt.
Nun möchte er die Gemeinsamkeiten des Orpheus-Stoffs mit christlichen Inhalten und konkrete inhaltliche Fragen in einem Gottesdienst, den er leitet, thematisieren. Die Idee dazu entstand im Nachgang einer Podiumsdiskussion zu dieser Kontroverse im Juni vergangenen Jahres.
Der Theater-Gottesdienst findet nun am kommenden Sonntag, 11. Januar, um 10 Uhr in der St.-Blasii-Kirche in Nordhausen statt. Die Besucher des Gottesdienstes werden von den Solisten Brigitte Roth und Sandra Schütt auch Ausschnitte aus der Oper hören. Am Klavier werden sie begleitet vom 1. Kapellmeister Pit Uhden.
Die Oper Orpheus und Eurydike selbst wird am 21. Januar um 15 Uhr sowie am 23. und 24. Januar jeweils um 19.30 Uhr in der Kirche zu sehen sein.
Orpheus, der als betörendster Sänger der antiken Mythologie gilt, hat seine geliebte Frau Eurydike durch einen tödlichen Schlangenbiss an die Götter der Unterwelt verloren. Durch seinen klagenden Gesang stimmt er die Götter milde. Sie gewähren ihm den Zugang zur Unterwelt, um Eurydike zurück zu holen, doch unter einer Bedingung: Beim Hinausgehen darf er sich nicht zu ihr umdrehen. Eurydike jedoch beklagt angesichts des für sie unerklärlichen Verhaltens Orpheus’ solange dessen vermeintlich erkaltete Liebe, bis dieser sich doch umdreht und Eurydike erneut stirbt.
Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) sowie an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/knDie Kooperation zwischen der Kirchengemeinde St. Blasii-Altendorf in Nordhausen und der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH hat das bereits in den vergangenen zwei Jahren bewiesen. Sowohl mit dem Ballett RequieMozarTanz als auch in der vergangenen Spielzeit mit der Ballettoper Orpheus und Eurydike von Christoph Willibald Gluck, die ab 21. Januar für drei Vorstellungen wieder auf dem Spielplan steht. Das Besondere an solchen Inszenierungen ist außerdem, dass Solisten, Ballett, Orchester und die Nordhäuser Kantorei zusammenarbeiten.
Orpheus und Eurydike hat allerdings auch für Diskussionen gesorgt. So gab es in der Kirchengemeinde kontroverse Ansichten darüber, ob ein mythologischer, also heidnischer Stoff in einer christlichen Kirche überhaupt aufgeführt werden darf. Superintendent Bornschein hat dieses Projekt immer unterstützt und war auch von der Produktion beeindruckt.
Nun möchte er die Gemeinsamkeiten des Orpheus-Stoffs mit christlichen Inhalten und konkrete inhaltliche Fragen in einem Gottesdienst, den er leitet, thematisieren. Die Idee dazu entstand im Nachgang einer Podiumsdiskussion zu dieser Kontroverse im Juni vergangenen Jahres.
Der Theater-Gottesdienst findet nun am kommenden Sonntag, 11. Januar, um 10 Uhr in der St.-Blasii-Kirche in Nordhausen statt. Die Besucher des Gottesdienstes werden von den Solisten Brigitte Roth und Sandra Schütt auch Ausschnitte aus der Oper hören. Am Klavier werden sie begleitet vom 1. Kapellmeister Pit Uhden.
Die Oper Orpheus und Eurydike selbst wird am 21. Januar um 15 Uhr sowie am 23. und 24. Januar jeweils um 19.30 Uhr in der Kirche zu sehen sein.
Orpheus, der als betörendster Sänger der antiken Mythologie gilt, hat seine geliebte Frau Eurydike durch einen tödlichen Schlangenbiss an die Götter der Unterwelt verloren. Durch seinen klagenden Gesang stimmt er die Götter milde. Sie gewähren ihm den Zugang zur Unterwelt, um Eurydike zurück zu holen, doch unter einer Bedingung: Beim Hinausgehen darf er sich nicht zu ihr umdrehen. Eurydike jedoch beklagt angesichts des für sie unerklärlichen Verhaltens Orpheus’ solange dessen vermeintlich erkaltete Liebe, bis dieser sich doch umdreht und Eurydike erneut stirbt.
Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) sowie an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

