Gegen das Vergessen
Dienstag, 30. Juli 2002, 12:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Hätten Sie gedacht, dass es zwischen Nordhausen nach Ellrich fünf Stellen gibt, an denen KZ-Häftlinge zu Tode kamen? nnz hat bei Jugend für Dora e. V. nachgefragt und Folgendes Interessantes erfahren.
Von Pflanzen verwuchert, durch Tagebaue zerstört oder einer anderweitigen Nutzung zum Opfer gefallen seit 1945 ist von den Stellen oftmals kaum noch etwas zu sehen, und teilweise fällt es schwer, zu glauben und zu erkennen, was hier geschehen ist. Und doch: Zwischen den Bahnstationen Nordhausen und Ellrich führen die Gleise an fünf Standorten ehemaliger KZ-Außenlager und Baustellen vorbei, auf denen KZ-Häftlingen zu Tode geschunden worden. Mit diesen nichts sagenden Stellen soll nun Schluss sein.
Am 5. August führt der Verein Jugend für Dora e. V. erneut einen internationalen Workshop durch. Gemeinsam mit Gästen aus mehreren europäischen Ländern soll ein Projekt erstellt werden, dass an die Verbrechen der Nationalsozialisten in unserer Region erinnern wird. In diesem Jahr sollen die erwähnten versteckten und unbeachteten Orte durch Installationen aus blinkendem Metall und bunten Bändern wieder kenntlich gemacht werden.
Parallel dazu soll ein Faltblatt, das die Idee des Projektes erklärt und die gekennzeichneten historischen Orte entlang der Bahnlinie genau beschreibt. Erhältlich ist es sowohl in den Zügen des Streckenabschnittes als auch in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Nähere Informationen sind bei dem Leiter der Gedenkstätte Dr. Jens-Christian Wagner unter 03631/495820 erhältlich. Auch Brita Scheuer, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte, gibt unter 03631/495822 Auskunft.
Autor: mjVon Pflanzen verwuchert, durch Tagebaue zerstört oder einer anderweitigen Nutzung zum Opfer gefallen seit 1945 ist von den Stellen oftmals kaum noch etwas zu sehen, und teilweise fällt es schwer, zu glauben und zu erkennen, was hier geschehen ist. Und doch: Zwischen den Bahnstationen Nordhausen und Ellrich führen die Gleise an fünf Standorten ehemaliger KZ-Außenlager und Baustellen vorbei, auf denen KZ-Häftlingen zu Tode geschunden worden. Mit diesen nichts sagenden Stellen soll nun Schluss sein.
Am 5. August führt der Verein Jugend für Dora e. V. erneut einen internationalen Workshop durch. Gemeinsam mit Gästen aus mehreren europäischen Ländern soll ein Projekt erstellt werden, dass an die Verbrechen der Nationalsozialisten in unserer Region erinnern wird. In diesem Jahr sollen die erwähnten versteckten und unbeachteten Orte durch Installationen aus blinkendem Metall und bunten Bändern wieder kenntlich gemacht werden.
Parallel dazu soll ein Faltblatt, das die Idee des Projektes erklärt und die gekennzeichneten historischen Orte entlang der Bahnlinie genau beschreibt. Erhältlich ist es sowohl in den Zügen des Streckenabschnittes als auch in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Nähere Informationen sind bei dem Leiter der Gedenkstätte Dr. Jens-Christian Wagner unter 03631/495820 erhältlich. Auch Brita Scheuer, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte, gibt unter 03631/495822 Auskunft.
