Im Moon Valley
Sonntag, 28. Dezember 2008, 11:30 Uhr
Der Besuch des Mondtals (MOON VALLEY) und des Salar de Atacama sind weitere Stationen aus der Reihe "Fahrt durch Südamerika" mit tollen Bildern unseres Lesers Hans-Jürgen Schmidt...
Dieses Tal ist berühmt für sein phantastischen Sonnenuntergänge. Man sieht keinen Baum. Nur die Felsformationen leuchten in der abendlichen Sonne in pupuren Farben. In der Ferne sieht man den Vulkan Licancabur mit einer Höhe 5950 m.. Weiter unten blickt man auf das sogenannte Amphitheater, eine sedimentäre Felsformation, die aus Sandstein, Asche von Vulkanausbrüchen, Lehm und anderen Mineralien besteht. Man kann die Schichtfolge erkennen. Das Weiß von Salzkristallen gibt den Ganzen einen besonderen Reiz. Vorher gilt es allerdings eine Düne nach dem Motto zwei Schritt vorwärts und einen zurück besteigen, um die Höhe zubekommen, damit der Blick über die reizvolle Landschaft schweifen kann.
Ein Kleinbus der uns von San Pedro hierher gefahren hat, wurde am Fuße der Düne geparkt. Es war nur ca. 16 km von San Pedro entfernt. Vorher ging es noch durch Schluchten, bevor sich das Gefährt auf die Höhe bewegte. Interessant war dabei unterwegs der Besuch einer Salzmine. Hier wird ca. 10 m unter Tagesoberfläche mit archaischen Methoden das Salz abgebaut. Dabei muss gesagt werden, dass es in der Atacama vieler solcher kleinen Gruben gibt, die ihren Betrieb vermutlich einstellen werden, denn es hat sich zum Beispiel das K+S Unternehmen in Kassel dort profiliert und baut das Salz mit modernster Technik im übertage Betrieb in der Atacama ab.
An einem weiteren Tag haben wir einen Ausflug zum Salar de Atacama gemacht.
Der Salar de Atacama liegt in der Región de Antofagasta weit im Osten dicht vor der Grenze zu Bolivien. Die Stadt San Pedro de Atacama liegt rund 50 km nördlich. Der Salzsee ist eingebettet zwischen Präkordilliere und Westkordilliere der Anden. Seine Fläche beträgt 3.000 km². Er liegt in einer Höhe von ca. 2500 m.
Der Salar de Atacama ist nach dem Salar de Uyuni (auch: Salar de Tunupa) (12.000 km²) in Bolivien und dem Großen Salzsee (4.400 km²) im US-amerikanischen Bundesstaat Utah der drittgrößte weltweit. Der Salzsee entseht durch das Aufsteigen von sehr salz- und mineralhaltigem Wasser, welches an der Oberfläche verdampft und die salzigen Mineralien zurücklässt. Die Luft hier ist, wie in der gesamten Gegend, extrem trocken, wodurch man eine sehr gute Sicht bis ans andere Ende des Sees hat. In dieser Gegend lagern ca. 40% des weltweiten Vorkommens an Lithium, welches am Südende des Salzsees abgebaut wird
Der Höhepunkt bei einem Ausflug zum Salar de Atacama sind sicherlich die Falmingos, die genau hier ihren optimalen Lebensraum finden. Es ist wirklich erstaunlich, unter welchen extremen Bedingungen diese bezaubernden Vögel in bis zu 5000 Meter Höhe leben. In den extrem salzhaltigen Lagunen existieren nur wenige Organismen, die diese Umgebung tolerieren. Die Flamingos filtern diese Organismen mit ihren Schnäbeln. Es gibt keine Fische oder andere Lebenswesen, die ihnen hier Konkurrenz machen könnten.
Sehenswert ist auch der Sonnenuntergang, dessen Licht die Andenberge orangefarben erscheinen lässt. Allerdings wird es dann empfindlich kalt, so dass die Mitnahme von warmer Kleidung auf jeden Fall zu empfehlen ist.
Bildtexte:
Bild 1: Die Landschaft im Bereich des Mondtales.
Bild 2: Salz kann man überall sehen.
Bild 3: Das sogenannte Amphitheater
Bild 4: Der Blick über die Landschaft
Bild 5: Der Vulkan Licancabur (5950 m) in der untergehenden Sonne
Bild 6: +7: Die Landschaft in der untergehenden Sonne
Bild 8. Das Salz im Salar de Atacama
Bild 9: Die Flamincos bei der "Abendmahlzeit".
Bild 10: Fliegende Flamingos
Bild 11: Ein Bildversuch durch das Fernrohr: Ein Flaminico beim Herausfiltern von Kleinstlebewesen.
Bild 12: Der Salzsee in der untergehenden Sonne.
Text und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt
Autor: khhDieses Tal ist berühmt für sein phantastischen Sonnenuntergänge. Man sieht keinen Baum. Nur die Felsformationen leuchten in der abendlichen Sonne in pupuren Farben. In der Ferne sieht man den Vulkan Licancabur mit einer Höhe 5950 m.. Weiter unten blickt man auf das sogenannte Amphitheater, eine sedimentäre Felsformation, die aus Sandstein, Asche von Vulkanausbrüchen, Lehm und anderen Mineralien besteht. Man kann die Schichtfolge erkennen. Das Weiß von Salzkristallen gibt den Ganzen einen besonderen Reiz. Vorher gilt es allerdings eine Düne nach dem Motto zwei Schritt vorwärts und einen zurück besteigen, um die Höhe zubekommen, damit der Blick über die reizvolle Landschaft schweifen kann.
Ein Kleinbus der uns von San Pedro hierher gefahren hat, wurde am Fuße der Düne geparkt. Es war nur ca. 16 km von San Pedro entfernt. Vorher ging es noch durch Schluchten, bevor sich das Gefährt auf die Höhe bewegte. Interessant war dabei unterwegs der Besuch einer Salzmine. Hier wird ca. 10 m unter Tagesoberfläche mit archaischen Methoden das Salz abgebaut. Dabei muss gesagt werden, dass es in der Atacama vieler solcher kleinen Gruben gibt, die ihren Betrieb vermutlich einstellen werden, denn es hat sich zum Beispiel das K+S Unternehmen in Kassel dort profiliert und baut das Salz mit modernster Technik im übertage Betrieb in der Atacama ab.
An einem weiteren Tag haben wir einen Ausflug zum Salar de Atacama gemacht.
Der Salar de Atacama liegt in der Región de Antofagasta weit im Osten dicht vor der Grenze zu Bolivien. Die Stadt San Pedro de Atacama liegt rund 50 km nördlich. Der Salzsee ist eingebettet zwischen Präkordilliere und Westkordilliere der Anden. Seine Fläche beträgt 3.000 km². Er liegt in einer Höhe von ca. 2500 m.
Der Salar de Atacama ist nach dem Salar de Uyuni (auch: Salar de Tunupa) (12.000 km²) in Bolivien und dem Großen Salzsee (4.400 km²) im US-amerikanischen Bundesstaat Utah der drittgrößte weltweit. Der Salzsee entseht durch das Aufsteigen von sehr salz- und mineralhaltigem Wasser, welches an der Oberfläche verdampft und die salzigen Mineralien zurücklässt. Die Luft hier ist, wie in der gesamten Gegend, extrem trocken, wodurch man eine sehr gute Sicht bis ans andere Ende des Sees hat. In dieser Gegend lagern ca. 40% des weltweiten Vorkommens an Lithium, welches am Südende des Salzsees abgebaut wird
Der Höhepunkt bei einem Ausflug zum Salar de Atacama sind sicherlich die Falmingos, die genau hier ihren optimalen Lebensraum finden. Es ist wirklich erstaunlich, unter welchen extremen Bedingungen diese bezaubernden Vögel in bis zu 5000 Meter Höhe leben. In den extrem salzhaltigen Lagunen existieren nur wenige Organismen, die diese Umgebung tolerieren. Die Flamingos filtern diese Organismen mit ihren Schnäbeln. Es gibt keine Fische oder andere Lebenswesen, die ihnen hier Konkurrenz machen könnten.
Sehenswert ist auch der Sonnenuntergang, dessen Licht die Andenberge orangefarben erscheinen lässt. Allerdings wird es dann empfindlich kalt, so dass die Mitnahme von warmer Kleidung auf jeden Fall zu empfehlen ist.
Bildtexte:
Bild 1: Die Landschaft im Bereich des Mondtales.
Bild 2: Salz kann man überall sehen.
Bild 3: Das sogenannte Amphitheater
Bild 4: Der Blick über die Landschaft
Bild 5: Der Vulkan Licancabur (5950 m) in der untergehenden Sonne
Bild 6: +7: Die Landschaft in der untergehenden Sonne
Bild 8. Das Salz im Salar de Atacama
Bild 9: Die Flamincos bei der "Abendmahlzeit".
Bild 10: Fliegende Flamingos
Bild 11: Ein Bildversuch durch das Fernrohr: Ein Flaminico beim Herausfiltern von Kleinstlebewesen.
Bild 12: Der Salzsee in der untergehenden Sonne.
Text und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt












