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Campen in Nordhausen? - Fehlanzeige

Freitag, 26. Juli 2002, 09:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Ob Radwandern oder Campingurlaub - der Freistaat Thüringen wird immer beliebter oder doch attraktiver, falls man den Zahlen Glauben schenkt. Im Landkreis Nordhausen kennt man derartige Entwicklungen ja vornehmlich von Zahlen und nicht aus eigenem Erleben. nnz fragt nach dem warum.


Ein Eldorado für Camper würde der Freistaat angeblich in zunehmenden Maße werden. Wer das bestätigt finden will, besucht am besten einen der vielen Campingplätze im Lande. Um die zu entdecken muss man allerdings schon ein recht starkes Fernglas zur Hand nehmen, denn in Nordhausen wird man vergeblich danach Ausschau halten. Ähnlich ist es mit dem Radwandern. Auch da hört und liest man von einem teilweise bereits gut ausgebauten Radwegenetz, das ebenso in zunehmenden Maße genutzt werde. Und dieses Netz soll nach den jüngsten Anregungen aus dem Thüringer Wirtschaftsministerium zügig weiter ausgebaut werden. Auch da wirkt Nordhausen wie eine Art Insel, denn aus welcher Richtung man auch die Rolandstadt erreichen möchte - auf einen ausgebauten Radweg dürfte das schwer fallen. Und von einem Echo auf jene Anregung von Erfurt aus dem Landkreis Nordhausen hörte man bislang jedenfalls nichts.

Vorsicht! Und in Nordhausen selbst? nnz hatte kürzlich über das Radwandern in Deutschland berichtet und abschließend die Frage gestellt, wie viele wohl bei einer Urlaubsplanung nach dem Kartenwerk des ADFC Nordhausen berücksichtigen würden? Die Reaktionen auf diese Frage mündeten durchweg in den Hinweis, dass es ja noch nicht einmal möglich sei, die Stadt selbst auf einem durchgehenden Radweg zu durchqueren und die bestehenden Radwege eher den Eindruck von Alibis machen, denn ein sicheres Benutzen sei ja ohne Beeinträchtigung kaum möglich. nnz vermag das allein schon mit angefügtem Bild zu belegen.

Die mit dieser Situationsbeschreibung verbundene Frage geht in Richtung Tourismusverband, weil hier ganz offensichtlich Nachholbedarf besteht, der in Konzepte gefasst und mit den zuständigen Verwaltungen und Institutionen besprochen und realisiert werden müsste, wenn man Anschluss an die touristische Infrastruktur des Freistaates finden will. nnz will gern annehmen, dass es solche Konzepte des Tourismusverbandes gibt samt den Gesprächen zur Umsetzung.

Umso mehr, als das elementare Voraussetzungen für eine erfolgversprechende Tourismuswerbung sind. Man hört und sieht nur nichts von derartigen Plänen bzw. deren Fortschreibungen oder -führungen. Und deshalb die Anregung an den Tourismusverband, doch einmal über aktuelle Pläne und Vorhaben, die über Einzelaktionen hinausgehen, zu informieren. Das MDR-Fernsehen zum Beispiel berichtet laufend über Radtouren und Campingaufenthalte in Thüringen, verbunden mit Empfehlungen - um über solche durch den Landkreis Nordhausen zu berichten sind die Voraussetzungen auch für nnz doch noch zu dürftig.
Autor: nnz

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