Wenige wollen her - viele wollen weg
Mittwoch, 24. Juli 2002, 14:55 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Trend des Bevölkerungsrückgangs in Thüringen hält weiter an. Der nnz liegen die aktuellen Zahlen auch für den Landkreis Nordhausen vor.
Nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik ist die Bevölkerungszahl auch im Jahr 2001 weiter gesunken. Am 31. Dezember 2001 hatte Thüringen 2 411 387 Einwohner (1 182 177 männlich, 1 229 210 weiblich). Das waren ca. 19,9 Tausend Personen weniger als am 31.12.2000. Der Rückgang fiel um mehr als 11 Prozent höher aus als der von 1999 zu 2000. Im Jahr 2001 gab es ca. 17.400 Geburten und 25.500 Sterbefälle.
Der weitere Bevölkerungsrückgang erfolgte, obwohl der Überschuss der Sterbefälle (ca. - 8 100 Personen) im Jahr 2001 geringer ausfiel als im Jahr zuvor. Dieses Ergebnis ist auf über 200 weniger Lebendgeborene und fast 6.00 weniger Sterbefälle zurückzuführen. Ein weiterer Grund für den Bevölkerungsrückgang ist im anhaltenden Wanderungsverlust über die Landesgrenzen zu suchen. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik dazu mitteilt, verlor Thüringen im Jahr 2001 aus den Wanderungen über die Landesgrenzen per Saldo 11.700 Einwohner, darunter 6.900 Frauen und Mädchen. Das waren ca. 1 700 Personen bzw. 17,5 Prozent mehr als im Jahr 2000 und somit ein weiteres Jahr mit steigendem Abwanderungstrend. Dabei nahm die Zahl der Zuzüge im Jahr 2001 im Vergleich zum Jahr 2000 um 1 300 (+ 3,9 Prozent) und die der Fortzüge um 3 100 (+ 7,0 Prozent) zu.
Der Wanderungsverlust Thüringens ergab sich aus einem Negativsaldo gegenüber den anderen Bundesländern von etwa 14 800 Einwohnern und einem Zuzugsüberschuss von 3 100 Personen aus dem Ausland. Damit erhöhte sich einerseits das Migrationsdefizit gegenüber den anderen Bundesländern im Vergleich zum Jahr 2000 um 3 200 (+ 28 Prozent), andererseits auch der Zugewinn aus dem Ausland um 1 500 (+ 91 Prozent). Die meisten Möbelwagen rollten nach Bayern. Dorthin zog es 5 800 Personen. Es folgten Baden-Württemberg mit 4 200 Personen, Hessen mit 2 600 und Nordrhein-Westfalen mit 2 200. Einen nennenswerten Wanderungsgewinn für Thüringen gab es nur gegenüber Sachsen-Anhalt (500), den es jedoch durch den etwa gleich großen Fortzugsüberschuss gegenüber Sachsen wieder einbüßte.
Unter den kreisfreien Städten konnten Weimar (+1,8 Prozent) und Jena (+ 1,3 Prozent) ihre Einwohnerzahlen seit Ende 2000 erhöhen. Die Bevölkerung von Gera und Suhl nahm dagegen im gleichen Zeitraum um 2,6 Prozent ab. Unter den Landkreisen betrug der durchschnittliche jährliche Bevölkerungsrückgang über 0,9 Prozent. Mehr als 1 Prozent Verlust gab es im Altenburger Land (- 1,6 Prozent), Kyffhäuserkreis und Saalfeld-Rudolstadt (- 1,4 Prozent) sowie in den Landkreisen Sömmerda und Greiz (- 1,1 Prozent) und im Saale-Orla-Kreis ( - 1,0 Prozent).
Landkreis Nordhausen
Zum Stichtag 31. Dezember 2001 wurden im Landkreis Nordhausen 97.685 Einwohner gezählt, das sind 5.700 Personen weniger als ein Jahr zuvor. Im Übrigen lebten im Landkreis 47.964 männliche und 49.721 weibliche Personen.
Autor: nnzNach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik ist die Bevölkerungszahl auch im Jahr 2001 weiter gesunken. Am 31. Dezember 2001 hatte Thüringen 2 411 387 Einwohner (1 182 177 männlich, 1 229 210 weiblich). Das waren ca. 19,9 Tausend Personen weniger als am 31.12.2000. Der Rückgang fiel um mehr als 11 Prozent höher aus als der von 1999 zu 2000. Im Jahr 2001 gab es ca. 17.400 Geburten und 25.500 Sterbefälle.
Der weitere Bevölkerungsrückgang erfolgte, obwohl der Überschuss der Sterbefälle (ca. - 8 100 Personen) im Jahr 2001 geringer ausfiel als im Jahr zuvor. Dieses Ergebnis ist auf über 200 weniger Lebendgeborene und fast 6.00 weniger Sterbefälle zurückzuführen. Ein weiterer Grund für den Bevölkerungsrückgang ist im anhaltenden Wanderungsverlust über die Landesgrenzen zu suchen. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik dazu mitteilt, verlor Thüringen im Jahr 2001 aus den Wanderungen über die Landesgrenzen per Saldo 11.700 Einwohner, darunter 6.900 Frauen und Mädchen. Das waren ca. 1 700 Personen bzw. 17,5 Prozent mehr als im Jahr 2000 und somit ein weiteres Jahr mit steigendem Abwanderungstrend. Dabei nahm die Zahl der Zuzüge im Jahr 2001 im Vergleich zum Jahr 2000 um 1 300 (+ 3,9 Prozent) und die der Fortzüge um 3 100 (+ 7,0 Prozent) zu.
Der Wanderungsverlust Thüringens ergab sich aus einem Negativsaldo gegenüber den anderen Bundesländern von etwa 14 800 Einwohnern und einem Zuzugsüberschuss von 3 100 Personen aus dem Ausland. Damit erhöhte sich einerseits das Migrationsdefizit gegenüber den anderen Bundesländern im Vergleich zum Jahr 2000 um 3 200 (+ 28 Prozent), andererseits auch der Zugewinn aus dem Ausland um 1 500 (+ 91 Prozent). Die meisten Möbelwagen rollten nach Bayern. Dorthin zog es 5 800 Personen. Es folgten Baden-Württemberg mit 4 200 Personen, Hessen mit 2 600 und Nordrhein-Westfalen mit 2 200. Einen nennenswerten Wanderungsgewinn für Thüringen gab es nur gegenüber Sachsen-Anhalt (500), den es jedoch durch den etwa gleich großen Fortzugsüberschuss gegenüber Sachsen wieder einbüßte.
Unter den kreisfreien Städten konnten Weimar (+1,8 Prozent) und Jena (+ 1,3 Prozent) ihre Einwohnerzahlen seit Ende 2000 erhöhen. Die Bevölkerung von Gera und Suhl nahm dagegen im gleichen Zeitraum um 2,6 Prozent ab. Unter den Landkreisen betrug der durchschnittliche jährliche Bevölkerungsrückgang über 0,9 Prozent. Mehr als 1 Prozent Verlust gab es im Altenburger Land (- 1,6 Prozent), Kyffhäuserkreis und Saalfeld-Rudolstadt (- 1,4 Prozent) sowie in den Landkreisen Sömmerda und Greiz (- 1,1 Prozent) und im Saale-Orla-Kreis ( - 1,0 Prozent).
Landkreis Nordhausen
Zum Stichtag 31. Dezember 2001 wurden im Landkreis Nordhausen 97.685 Einwohner gezählt, das sind 5.700 Personen weniger als ein Jahr zuvor. Im Übrigen lebten im Landkreis 47.964 männliche und 49.721 weibliche Personen.
