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Politik trifft Vorzeige-Realität

Donnerstag, 11. Dezember 2008, 14:53 Uhr
Politik trifft Realität - dieser Ausspruch von WDR-Talker Frank Plasberg kann wohl auch in und um Nordhausen den bekannten Nagel auf den Kopf treffen. Wann immer Herren und Damen der Landesregierung zum Beispiel unterwegs sind, treffen sie unentwegt auf erfolgreiche Unternehmen...

Zeh, Wagner (Foto: Freyberg) Zeh, Wagner (Foto: Freyberg)

Darauf traf Ministerpräsident Dieter Althaus bei seiner jüngsten Kreisbereisung, Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz traf gestern auf eines und Minister Dr. Klaus Zeh (alle CDU) besuchte vergangene Woche die Firma Waresa Bau GmbH an der Brückenmühle in Nordhausen. Anliegen dieser Unternehmensbesuche ist neben dem Kennenlernen der weniger bekannten mittelständischen Betriebe der Informationsaustausch zwischen Politik und Wirtschaft und insbesondere seitens des Ministers die Frage nach Problemen und Anregungen.

Dieser traf mit dem Geschäftsführer Silvio Wagner jedoch auf einen jungen Unternehmer, der trotz zahlreicher Auf´s und Ab´s in der Baubranche nicht klagen mochte. Sicher sei es nicht immer leicht, aber man müsse eben nach vorn sehen und „sich bewegen“. Silvio Wagner hat die Waresa Bau GmbH 1997 gemeinsam mit seinem Vater Hans-Jürgen Wagner seinerzeit noch als Baunebengewerbe gegründet. Angefangen haben sie mit drei Mitarbeitern, heute sind es etwa 50.

Das Familienunternehmen hat sich auf Hoch- und Tiefbauleistungen spezialisiert, verfügt zusätzlich über eine eigene Zimmerei. Anfangs, so Wagner, habe man jährlich 25 bis 28 Einfamilienhäuser gebaut. Dieser Markt sei inzwischen eingebrochen. Derzeit machen 40 Prozent der Leistungen die Errichtung von schlüsselfertigen Einzelhandelsmärkten für Lidl und Edeka aus. Daneben war Waresa u.a. mit Robbau- und Zimmerarbeiten an der Sanierung der Staatlichen Berufsbildenden Schule an der Morgenröthe beteiligt, hat Betonarbeiten für den Lutherbrunnen, die Sanierung der Petersbergschule und die Revitalisierung des Wasserwerkes übernommen sowie das Lern- und Dokumentationszentrums der Gedenkstätte Lager Dora gebaut.

Am Schluss des Gespräches hat Silvio Wagner dann doch noch eine Forderung an den Minister. Programme müssen her, so Wagner, die der Wirtschaft helfen, die gegenwärtige Situation zu meistern. Hierzu konnte Minister Dr. Zeh den Unternehmer beispielsweise über das Gesetz zur Umsetzung steuerrechtlicher Regelungen des Maßnahmenpakets "Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung" informieren. In Folge der Finanzkrise möchte die Bundesregierung über steuerliche Entlastungen die Binnennachfrage beleben und die Konjunktur stärken.

Dieses Vorhaben ist Teil des Maßnahmenpakets "Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung", das die Bundesregierung als Reaktion auf die weltweite Konjunkturabschwächung am 5. November 2008 beschlossen hat. S soll eine degressive Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in Höhe von 25 Prozent eingeführt werden, um Investitionsanreize für Unternehmen zu schaffen.

Zusätzlich hierzu erhalten kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit, bis Ende 2010 vermehrt Sonderabschreibungen vorzunehmen. Auf diese Weise möchte man die Liquidität und Eigenkapitalbildung der Unternehmen unterstützen.
Autor: nnz

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