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Wölfe-Tanz beim Kuscheltierspiel

Donnerstag, 11. Dezember 2008, 08:11 Uhr
Es ist das Spitzenspiel schlechthin: In der Eishockey-Regionalliga Nord erwarten die Harzer Wölfe als Tabellenzweiter den noch ungeschlagenen Spitzenreiter vom EHC Timmendorfer Strand 06 zum Duell im heimischen Wurmbergstadion.

Spitzenspiel in Braunlage (Foto: Koch) Spitzenspiel in Braunlage (Foto: Koch) Wölfe obenauf: Wie hier Andreas Bippus (weiß) beim Duell mit seinem Bruder Eugen im Spiel beim EHC Wolfsburg 1b wollen sich die Harzer Wölfe auch gegen Timmendorf durchsetzen

Beginn dieses Eishockeyknallers ist am Freitag um 20 Uhr. Zusätzlicher Anreiz: Die Partie gegen die Beach Boys ist das erste Kuscheltierspiel in de Geschichte des Harzer Eishockeys. Die Wölfe als Tabellenvize konnten bisher neun Siege verbuchen und mussten nur eine Niederlage einstecken, nämlich im ersten Vergleich bei den Beach Boys. Da behielten die Timmendorfer nach einer umkämpften und dramatischen Partie knapp mit 5:4 die Oberhand, eine Niederlage, für die sich die Harzer nun revanchieren wollen. Verzichten muss Wölfe-Trainer Bernd Wohlmann dabei auf Markus Schneider und Benjamin Zech, die beide am vergangenen Wochenende Verletzungen erlitten und vorerst ausfallen.

Die Gäste aus Schleswig-Holstein konnten alle ihre elf ausgetragenen Partien auch gewinnen. Besonders stark präsentierte sich dabei die Abwehr. Nicht zuletzt dank der Routiniers Markus Klupp und Markus Krützfeld kassierten der EHC 06 nur etwas mehr als zwei Treffer pro Spiel. Ob die Defensive aber dem Angriffswirbel der Wölfe standhalten kann? Satte 75 Tore erzielte der ESC in gerade einmal zehn Spielen, ein beeindruckender Wert.

Doch auch der Timmendorfer Sturm hat es in sich. Knipser Korbinian Witting hat schon 13 Mal ins Schwarze getroffen und führt die Torschützenliste der Regionalliga Nord an. Eine starke Saison spielen auch Christian Herrmann und Erich Dumpis, während Youngster Jason Horst bereits sieben Mal einnetzen konnte. Neuer Publikumsliebling an der Ostseeküste ist aber ein absoluter Eishockey-Exot. Ein kroatischer Nationalspieler wie Wölfe-Verteidiger Jurica Bednjanec mag schon ungewöhnlich in den deutschen Ligen sein, doch der Neuseeländer James Trevena-Brown fällt komplett durch das Raster. Der 22-Jährige kommt ursprünglich aus dem Skaterhockey, Eishockey auf Inlinern und mit Ball, und besticht durch seine Schnelligkeit und Technik. Besonders erstaunlich: Der Kiwi steht erst seit etwas mehr als einem Jahr auf Schlittschuhen.

„Wir müssen geduldig sein und taktisch diszipliniert spielen, dann bin ich zuversichtlich“, sagt Wölfe-Trainer Bernd Wohlmann, der mit dem Timmendorfer Trainer Matthias Schnabel auf einen ehemaligen Mitspieler trifft.

Auf viel Resonanz hoffen die Wölfe auch, wenn es nach dem ersten ESC-Tor „Wurf frei!“ heißt. Dann nämlich dürfen die Zuschauer im Stadion ihre mitgebrachten Kuscheltiere auf das Eis werfen. Die Plüschtiere werden von den Wölfen gesammelt und anschließend wohltätigen Organisationen zur Verfügung gestellt.
Robert Koch
Autor: nnz

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