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BMW plant für 2004 - Nordhausen als Standort?

Donnerstag, 14. September 2000, 17:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Stadt Nordhausen gehört nach nnz-Informationen zu den vier Thüringer Städten, die sich als Standort für ein neues BMW-Werk beworben haben. Mit im Rennen sind neben den bayrischen Orten Coburg und Neustadt auch Altenburg, Arnstadt und Föritz im Landkreis Sonneberg.
Die Koordination der Standortbewerbungen hat in der zurückliegenden Zeit das Thüringer Wirtschaftsministerium an sich herangezogen. In der Nordhäuser Stadtverwaltung werden allerdings allzu große Euphorien gebremst. "Die Stadt selbst hat keine Bewerbung abgegeben, gegenüber dem Land jedoch das entsprechende Interesse bekundet", erläutert die Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, Dr. Sabine Riebel, den städtischen Standpunkt.
Der bislang entscheidende Makel, der gegen Nordhausen spricht, ist die noch nicht vorhandene Autobahn. Nur bei einer komplett fertiggestellten Trasse sei die Region für überregionale Speditionen interessant. Diese seien für eine derartiges Investitionsvorhaben in der Bau- und schließlich auch in der Produktionsphase unabdingbar.
Der bayrische Automobilkonzern plant Investitionen von rund 100 Millionen Mark und bis zu 2.000 neue Arbeitsplätze. Nach nnz-Recherchen sollen in der Münchner Konzernzentrale über 50 Standortangebote eingegangen sein. Die Entscheidung, wo der "kleine" BMW ab 2004 vom Band rollt, soll im Sommer nächsten Jahres getroffen werden.
Autor: psg

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