nnz-online

Beschluss akzeptieren

Mittwoch, 26. November 2008, 07:11 Uhr
„Ich finde das nicht so schön, was Frau Rinke da über die Pressestelle mitteilen lässt.“ Das war die Reaktion des Ellricher Bürgermeisters Matthias Ehrhold auf ein Statement aus dem Nordhäuser Rathaus. Hintergrund ist ein Beschluss des Ellricher Stadtrates...


Die Ellricher Stadträte hatten die Unterzeichnung einer Zweckvereinbarung abgelehnt, die eine Beteiligung der Kommune an Prozesskosten vorsieht. Diese Zweckvereinbarung sollte zwischen den Städten Ellrich und Nordhausen sowie der Verwaltungsgemeinschaft „Hohnstein-Südharz“ abgeschlossen werden. Ellrich wird also außen vor bleiben.

„Es ist schade, dass sich die Ellricher Stadträte gegen den Beitritt zur Gemeinschaft ausgesprochen haben. Damit hat eine jahrelang bestehende und über Partei- und Gemeindegrenzen hinweg gut funktionierende Solidargemeinschaft ein wichtiges Mitglied verloren“, wird Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara (SPD) von der nnz zitiert.

Ehrhold ist sauer: „Dieser Beschluß wendet sich nicht gegen die gemeinsamen Anstrengungen aller Südharz-Kommunen, einen weiteren ungezügelten Abbau von Gips zu verhindern, der Stadtrat hat sich nahezu einstimmig gegen eine Kostenbeteiligung ausgesprochen. Ich hatte mich der Stimme enthalten.“ Für Ehrhold ist klar, dass auch Ellrich weiter wie bisher in der Regionalen Planungsgruppe sowie im Arbeitskreis Gipskarst mitarbeiten werde. Dieser Beschluß resultiere aus rein finanziellen Überlegungen heraus.

Und im Übrigen müsse sich Frau Rinke schon fragen lassen, welchen Stellenwert der Schutz von Natur und Umwelt beim künftigen Industriegebiet in der Goldenen Aue für die Nordhäuser Stadtverwaltung habe?
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2021 nnz-online.de