Lärm, Abgase, Falschfahrer
Montag, 24. November 2008, 07:20 Uhr
Seit Wochen ist der Übergang Heinrich-Zille-Straße/Grimmelallee gesperrt. Der gesamte Verkehr rollt durch die Weidenstraße. Etwa 300 Fahrzeuge aller Typen passieren sie im morgendlichen Berufsverkehr und am Abend innerhalb kurzer Zeit. Im Sekundentakt. Ein Zustandsbericht von Kurt Frank...
Lärm, Abgase und ein uraltes Kopfsteinpflaster, das aus der Zeit Friedrich des Großen stammen könnte, erhärten die zeitweise katastrophalen Zustände. Das 20-km/h-Verkehrsschild am Eingang der Straße wird vielfach missachtet. Daneben das Hinweisschild Einbahnstraße. Ein Fremdwort für all jene, die in Gegenrichtung steuern. Tag und Nacht. Über 20 Falschfahrer innerhalb von 24 Stunden wurden schon gezählt. Komplizierte Ausweichmanöver vermieden bisher Zusammenstöße. Die Anlieger wünschen sich mehr Polizei-Präsenz. Während des Berufsverkehrs.
Bauausführender Betrieb im Kreuzungsbereich Heinrich-Zille-Straße / Grimmelallee ist Kemna Bau. Ursprünglich, versicherte ein Mitarbeiter vor Ort, waren acht Tage für den Lückenschluss vorgesehen. Laut einer öffentlichen Information sollte die Sperrung am 21. November endgültig aufgehoben werden. Auch dieser Termin ist verstrichen. Wir baten um Aufschub bei der zuständigen städtischen Behörde. Für eine Woche. Sagt Roy Steinacker, der für die Bauarbeiten zuständig ist. Er nennt den 28. November. Eine Garantie kann er nicht geben. Die Geschichte könnte sich bis in den Dezember hinein hinziehen.
Der Winter hielt Einzug. Was, wenn sich Frost und Schnee noch verstärken. Dann schaffen wir einen provisorischen Übergang und geben die Kreuzung frei, versichert Ilona Osburg vom Sachgebiet Tiefbau der Stadtverwaltung. Die Arbeiten an der Kreuzung stehen außer Frage. Roy Steinacker klärt auf: Verlegt werden Trinkwasserleitungen und Stromkabel. Leider ließe die Zusammenarbeit mit den einzelnen Gewerben Wünsche offen, beklagt Steinacker und nennt die Telekom. Ein Bremsklotz, bestätigt auch Ilona Osburg.
Heute will man sich mit allen Beteiligten treffen, um weitere Verzögerungen zu vermeiden. Steinacker und Osburg zeigen Verständnis für die mit der Umleitung verbundenen enormen Belastungen der Anlieger, vor allem derer, deren Schlafzimmer zur Straßenseite liegt. Sein Betrieb, versichert der Bauverantwortliche, wolle das Beste tun, um den Termin 28. November einzuhalten.
Die Weidenstraße ist ein Problemfall, meinte die städtische Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inga Klaan (CDU) in einem Gespräch mit Anliegern. Und die nahmen die Zusage mit auf den Weg, dass eine erforderliche Sperrung der Zufahrt zur Grimmelallee und der damit verbundenen Überbelastung der Einbahnstraße kurzfristig sein werde. Die Sanierung der Straße war bisher nie akut, ist Klaan überzeugt.
Rainer Kottek ist anderer Meinung. Schon vor Jahren war die Sanierung aktuell im Gespräch, entsinnt er sich. Kottek muss es wissen. Er leitet die Verkehrsbehörde. Das Geld reichte offensichtlich nur für die vier Altstadt-Laternen. Frühestens 2010 sanieren wir den gesamten Bereich. Mit dieser Aussage gibt Bauamtsleiter Jens Kohlhause einen schwachen Hoffnungsschimmer.
Kurt Frank
Autor: nnzLärm, Abgase und ein uraltes Kopfsteinpflaster, das aus der Zeit Friedrich des Großen stammen könnte, erhärten die zeitweise katastrophalen Zustände. Das 20-km/h-Verkehrsschild am Eingang der Straße wird vielfach missachtet. Daneben das Hinweisschild Einbahnstraße. Ein Fremdwort für all jene, die in Gegenrichtung steuern. Tag und Nacht. Über 20 Falschfahrer innerhalb von 24 Stunden wurden schon gezählt. Komplizierte Ausweichmanöver vermieden bisher Zusammenstöße. Die Anlieger wünschen sich mehr Polizei-Präsenz. Während des Berufsverkehrs.
Bauausführender Betrieb im Kreuzungsbereich Heinrich-Zille-Straße / Grimmelallee ist Kemna Bau. Ursprünglich, versicherte ein Mitarbeiter vor Ort, waren acht Tage für den Lückenschluss vorgesehen. Laut einer öffentlichen Information sollte die Sperrung am 21. November endgültig aufgehoben werden. Auch dieser Termin ist verstrichen. Wir baten um Aufschub bei der zuständigen städtischen Behörde. Für eine Woche. Sagt Roy Steinacker, der für die Bauarbeiten zuständig ist. Er nennt den 28. November. Eine Garantie kann er nicht geben. Die Geschichte könnte sich bis in den Dezember hinein hinziehen.
Der Winter hielt Einzug. Was, wenn sich Frost und Schnee noch verstärken. Dann schaffen wir einen provisorischen Übergang und geben die Kreuzung frei, versichert Ilona Osburg vom Sachgebiet Tiefbau der Stadtverwaltung. Die Arbeiten an der Kreuzung stehen außer Frage. Roy Steinacker klärt auf: Verlegt werden Trinkwasserleitungen und Stromkabel. Leider ließe die Zusammenarbeit mit den einzelnen Gewerben Wünsche offen, beklagt Steinacker und nennt die Telekom. Ein Bremsklotz, bestätigt auch Ilona Osburg.
Heute will man sich mit allen Beteiligten treffen, um weitere Verzögerungen zu vermeiden. Steinacker und Osburg zeigen Verständnis für die mit der Umleitung verbundenen enormen Belastungen der Anlieger, vor allem derer, deren Schlafzimmer zur Straßenseite liegt. Sein Betrieb, versichert der Bauverantwortliche, wolle das Beste tun, um den Termin 28. November einzuhalten.
Die Weidenstraße ist ein Problemfall, meinte die städtische Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inga Klaan (CDU) in einem Gespräch mit Anliegern. Und die nahmen die Zusage mit auf den Weg, dass eine erforderliche Sperrung der Zufahrt zur Grimmelallee und der damit verbundenen Überbelastung der Einbahnstraße kurzfristig sein werde. Die Sanierung der Straße war bisher nie akut, ist Klaan überzeugt.
Rainer Kottek ist anderer Meinung. Schon vor Jahren war die Sanierung aktuell im Gespräch, entsinnt er sich. Kottek muss es wissen. Er leitet die Verkehrsbehörde. Das Geld reichte offensichtlich nur für die vier Altstadt-Laternen. Frühestens 2010 sanieren wir den gesamten Bereich. Mit dieser Aussage gibt Bauamtsleiter Jens Kohlhause einen schwachen Hoffnungsschimmer.
Kurt Frank

