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Kliem: Katastrophales Signal

Freitag, 21. November 2008, 14:31 Uhr
Die Milchquote nach oben, die Subventionen nach unten. So geben es die Brüsseler Landwirtschaftsexperten vor. Hier eine Stellungnahme des Thüringer Bauernverbandes...


Ein katastrophales Signal für die Thüringer Landwirte ist die Entscheidung der EU-Agrarminister zur Gesundheitsüberprüfung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Danach sollen Großbetriebe stärker belastet werden. Das Kompromisspapier sieht vor, dass die Modulation schrittweise auf 14 Prozent im Jahr 2012 angehoben werden soll. Hiervon sind besonders die ostdeutschen Agrarunternehmen betroffen.

„Wir Bauern sind enttäuscht. Angesichts der schwierigen Marktlage ist es für uns verheerend, dass wir nun weitere Einschnitte verkraften müssen“, erklärte Klaus Kliem, Präsident des Thüringer Bauernverbandes, in einer ersten Stellungnahme. Fallende Preise für Agrarprodukte und zugleich steigende Ausgaben für Betriebskosten stellen schon heute viele unserer Bauern vor enorme Kraftanstrengungen“, so Kliem.

„Die Landwirte in Thüringen haben wettbewerbsfähige Strukturen geschaffen. Es ist für uns nicht einzusehen, dass wir hierfür nun bestraft werden sollen“, erklärte Kliem weiter. „Wir brauchen in Europa alle Betriebsformen und –größen. Mit der übermäßigen Belastung großer Agrarunternehmen steuert die Agrarpolitik der EU in eine völlig falsche Richtung“, sagte Kliem abschließend.
Autor: nnz/kn

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