"Hausgemacht"
Dienstag, 16. Juli 2002, 13:56 Uhr
Ilfeld (nnz). Nein, um Leberwurst und Selbstgeschlachtetes ging es im Ilfelder Gemeinderat nicht. Die Probleme waren vielschichtiger. Natürlich ging es auch um das liebe Geld. nnz war dabei und hat gehört, wie laut die Münzen im Gemeinde-Portmonee klappern.
Der Haushalt und der Finanzplan der Gemeinde für das Jahr 2002 ist nun beschlossene Sache. Nach langem Warten wurden die Planungsvorschläge von Rosita Gebhardt, Kämmerin der Südharz-Gemeinde, letzte Woche Montag, 8. Juli, vom Gemeinderat angenommen. Der Grund für die verspäteten Handzeichen war das verspätete OK für einen Kredit. Bereits im Februar war ein Antrag diesbezüglich abgelehnt worden. Eine Reaktion auf den zweiten Antrag zu einer Überbrückungshilfe erfolgte erst am 17. Juni. Wie Rosita Gebhardt ankündigte, wird das Darlehen in zwei Zügen vergeben, von denen der erste bereits gezahlt wurde. Die Mittel werden unter anderem für den Ausbau der B 4 verwendet. Ein Teil ist bereits in den Brunnen an der Ilfelder Müllerwiese geflossen. Die Rückzahlung soll ab 2005 erfolgen.
Während der Gemeinderatsitzung am 8. Juli wurden einige kritische Worte hinsichtlich der als allgemein instabil geltenden Finanzsituation gesprochen. Zwar würden die Einnahmen perspektivisch nicht ausreichen, um die Ausgaben der Gemeinde zu decken. Besonders das kommende Jahr werde noch einmal schwierig, und wahrscheinlich müsse man erneut einen Antrag auf Überbrückungshilfe stellen, so die Kämmerin des Erholungsortes. Jedoch betonte sie ebenso, dass Ilfeld noch längst nicht die am höchsten verschuldete Kommune in Thüringen sei. Die finanziellen Probleme bezeichnete sie gegenüber der nnz als hausgemacht und als Resultat der Vergangenheit. Ein großer Teil der Mittel wurde kurz nach der Wende dazu verwandt, um Ilfeld den Titel als Erholungsort zu erhalten.
Den Unmut der Anwohner gegenüber der Gemeinde angesichts zu hoher Steuern versuchte Gebhardt zu entschärfen. Die meisten Einnahmen erhalten wir aus den Mitteln des Landes. Wie diese dann verteilt werden, darauf hat die Gemeinde keinen Einfluss. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer bezeichnete sie als vergleichsweise gering. Außerdem wurde betont, dass dem Ilfelder Kindergarten jährlich 128.800 Euro zustehen. Die Behauptung, die Einrichtung würde finanziell sträflich behandelt, sei damit hinfällig.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation künftig entwickeln wird. Die nnz hält Sie natürlich weiterhin auf dem Laufenden.
Autor: mjDer Haushalt und der Finanzplan der Gemeinde für das Jahr 2002 ist nun beschlossene Sache. Nach langem Warten wurden die Planungsvorschläge von Rosita Gebhardt, Kämmerin der Südharz-Gemeinde, letzte Woche Montag, 8. Juli, vom Gemeinderat angenommen. Der Grund für die verspäteten Handzeichen war das verspätete OK für einen Kredit. Bereits im Februar war ein Antrag diesbezüglich abgelehnt worden. Eine Reaktion auf den zweiten Antrag zu einer Überbrückungshilfe erfolgte erst am 17. Juni. Wie Rosita Gebhardt ankündigte, wird das Darlehen in zwei Zügen vergeben, von denen der erste bereits gezahlt wurde. Die Mittel werden unter anderem für den Ausbau der B 4 verwendet. Ein Teil ist bereits in den Brunnen an der Ilfelder Müllerwiese geflossen. Die Rückzahlung soll ab 2005 erfolgen.
Während der Gemeinderatsitzung am 8. Juli wurden einige kritische Worte hinsichtlich der als allgemein instabil geltenden Finanzsituation gesprochen. Zwar würden die Einnahmen perspektivisch nicht ausreichen, um die Ausgaben der Gemeinde zu decken. Besonders das kommende Jahr werde noch einmal schwierig, und wahrscheinlich müsse man erneut einen Antrag auf Überbrückungshilfe stellen, so die Kämmerin des Erholungsortes. Jedoch betonte sie ebenso, dass Ilfeld noch längst nicht die am höchsten verschuldete Kommune in Thüringen sei. Die finanziellen Probleme bezeichnete sie gegenüber der nnz als hausgemacht und als Resultat der Vergangenheit. Ein großer Teil der Mittel wurde kurz nach der Wende dazu verwandt, um Ilfeld den Titel als Erholungsort zu erhalten.
Den Unmut der Anwohner gegenüber der Gemeinde angesichts zu hoher Steuern versuchte Gebhardt zu entschärfen. Die meisten Einnahmen erhalten wir aus den Mitteln des Landes. Wie diese dann verteilt werden, darauf hat die Gemeinde keinen Einfluss. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer bezeichnete sie als vergleichsweise gering. Außerdem wurde betont, dass dem Ilfelder Kindergarten jährlich 128.800 Euro zustehen. Die Behauptung, die Einrichtung würde finanziell sträflich behandelt, sei damit hinfällig.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation künftig entwickeln wird. Die nnz hält Sie natürlich weiterhin auf dem Laufenden.
