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Preis für Hörerlebnis

Dienstag, 18. November 2008, 18:43 Uhr
Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz hat heute gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Sparkassen- und Giroverbands Hessen-Thüringen, Prof. Norbert Kleinheyer in Erfurt den „Thüringer Marketingpreis für Tourismus 2008“ verliehen. Ein Preisträger kommt aus Nordthüringen...


Insgesamt gab es 26 Bewerbungen um den Preis. Drei Thüringer Tourismusunternehmen wurden für originelle Angebote und überzeugende Marketingideen ausgezeichnet. „Ziel des Preises ist es, die Messlatte für touristische Produkte in Thüringen immer weiter anzuheben“, sagte Reinholz. Der Preis soll die Thüringer Touristiker zur Nachahmung anregen und gleichzeitig dazu beitragen, die Bekanntheit Thüringens als Urlaubsland zu steigern.

Die Preise gingen in diesem Jahr an den Verein „Freunde der Thüringer Bratwurst“, Holzhausen, für das 1. Deutsche Bratwurstmuseum; an das Jugend-Freizeithotel „Rhön-Feeling“, Bernshausen, für das Rhöner Open Air Country-Festival sowie an den Tourismusverband Kyffhäuser e. V., Bad Frankenhausen, für das „Hörerlebnis Kyffhäuser“ – Handy-Audioguidesystem für die Kyffhäuserregion.

Der Marketingpreis für Tourismus wird seit 1998 in zweijährigem Turnus für innovative Konzepte und Marketingaktivitäten im Bereich von Tourismus und Gastgewerbe verliehen. In diesem Jahr wurden drei Preise vergeben. Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 13 000 Euro und die Sachpreise – drei aus Kristall gefertigte Obelisken – wurden von der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen gestiftet. Daneben wird eine Urkunde vergeben und das Recht verliehen, den Titel „Thüringer Marketingpreisträger“ zu Werbezwecken zu nutzen.

Wichtige Kriterien für die eingereichten Wettbewerbsbeiträge waren neben der Originalität der Idee die Marktfähigkeit des Angebots, die Servicequalität und die Vernetzung mit anderen Angeboten.

Hörerlebnis Kyffhäuser

Eine völlig neue Möglichkeit, sich über das touristische Angebot vor Ort zu informieren, bietet die Kyffhäuserregion seit September 2007 ihren Gästen und Besuchern. An insgesamt 60 markierten Stationen im GeoPark und Naturpark Kyffhäuser erfahren Touristen auf unterhaltsame Art und Weise Wissenswertes über die Attraktionen und verborgenen Schätze am jeweiligen Standort.

Der Clou dabei ist: Weder Reiseleiter noch Internet oder Prospekte dienen als Medium, sondern das Mobiltelefon. Wer also etwa vor der geheimnisvollen Barbarossahöhle steht, am Stausee Kelbra oder auch auf der geschichtsträchtigen Sachsenburg, der wird zunächst durch eine kleine Tafel neugierig gemacht. Will der Gast die dort gestellte Frage beantwortet haben, genügt ein Anruf über das Handy, um Natur- und Kulturgeschichtliches, Historisches und Sagenhaftes über diesen Ort zu erfahren.

Ob Berichte von großen Ereignissen oder amüsante Anekdoten, spritzig erzählte Details oder Hintergründe, die zu hörenden Informationen ergänzen auf spannende und erlebnisreiche Art das, was der Besucher sieht (oder manchmal eben auch nicht mehr sieht).

Damit der innovative Handy-Audio-Guide auch günstig ist, dauert kein Text länger als eine Minute, und der Tarif ist genau so hoch wie bei jedem anderen Anrufen ins Festnetz. Und: das HörErlebnis Kyffhäuser steht unabhängig von Öffnungszeiten oder personellem Aufwand jederzeit zur Verfügung – komfortabel, flexibel und kostengünstig.

Das Projekt wurde in enger Kooperation mit dem Verein GeoPark Kyffhäuser e. V. sowie der Naturparkverwaltung Kyffhäuser realisiert. Die Konzepterstellung und Umsetzung oblag der Firma „natureConcept“ aus Lüneburg.

Begründung der Jury:
  • Führungen mit Hilfe elektronischer Wegweisungssysteme sind mittlerweile nichts Neues mehr, doch beim HörErlebnis Kyffhäuser begeistert das einfache und für jedermann zugängliche Konzept.
  • Ohne komplizierte Technik und zu überschaubaren Kosten (je nach eigenem Handy-Tarif) können sich die Gäste beliebig nach Lust und Laune über die Schönheiten und kulturellen Besonderheiten des Geoparks Kyffhäuser informieren.
  • Es entstehen keine zusätzlichen Kosten
Autor: nnz/kn

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