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Gedenken zum Volkstrauertag (2)

Montag, 17. November 2008, 12:50 Uhr
Gestern ist in vielen Orten des Landkreises Nordhausen gedacht worden. Auch in Sollstedt und Wülfingerode wurden aus Anlaß des Volkstrauertages Kränze niedergelegt.

Am Volkstrauertag wurde in diesem Jahr wieder der Opfer von Kriegs- und Gewaltherrschaft mit Kranzniederlegungen auf dem Friedhof in Sollstedt und am Kriegerdenkmal in Wülfingerode gedacht.

Der Opfer gedacht (Foto: Gemeinde Sollstedt) Der Opfer gedacht (Foto: Gemeinde Sollstedt)

Bürgermeister Jürgen Hohberg drückte zunächst seine Dankbarkeit darüber aus, dass durch die Bürgerinitiative im Jahr 1998 das Aufstellen eines solchen Gedenksteines in Gang gesetzt wurde und der Stein noch im vorigen Jahrhundert, nämlich 1999, seinen Platz auf dem Friedhof gefunden hat.

Seit dem treffen sich Jahr für Jahr Menschen an diesem Gedenkstein um der zahlreichen Opfer zu gedenken, die durch Krieg und Schreckensherrschaft ihr Leben lassen mussten. Auch in der heutigen Zeit ist der Krieg nicht vom Erdboden verschwunden. Der Bürgermeister sprach von Kriegen, die scheinbar weit weg sind, jedoch nicht zuletzt durch die Globalisierung auch Auswirkungen auf unser Land nehmen. Insbesondere auf die Menschen, die in Ländern großer Armut und in Kriegsgebieten Gutes tun, Ärzte, Seelsorger, Entwicklungshelfer. Er appellierte an die Vernunft der Menschen, dafür mit Sorge zu tragen, den Frieden zu erhalten.

Mit den Worten von Pfarrer Martin Niemöller schloss sich Pfarrer Heizmann seinem Vorredner an und mahnte jeden Einzelnen von uns, nicht wegzuhören, wenn Unrecht geschieht, sich einzumischen, auch wenn das Unrecht noch nicht persönlich betrifft. Zu einem gemeinsamen Gebet eingeladen, sprachen die Anwesenden das „Vaterunser“.

Frau Zessin sprach auch in diesem Jahr mit einfühlsamen Worten über die schlimme Zeit, die sie und sicher einige andere der Anwesenden selber miterleben mussten und dabei auch über die Schuld, die sich das deutsche Volk aufgeladen hat.

Die Angst als die Fliegerbomben fielen, die Reichskristallnacht und der Tod geliebter Menschen hinterließen tiefe Spuren in der Seele der Überlebenden und Hinterbliebenen. Sie gedachte der jungen Männer, die auch in diesem Jahr trotz Frieden im eigenen Land ihr Leben in Afghanistan lassen mussten. Sie appellierte an alle Menschen Frieden zu leben, beginnend in der Familie. Im Gedenken an Ihren gefallenen Vater und die vielen Opfer der zwei Weltkriege stimmte sie das Lied „Ich hatt einen Kameraden...“ an.
Autor: nnz

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