Fliege im Korn
Freitag, 14. November 2008, 07:26 Uhr
Wenn Sie jetzt denken, bei der Überschrift handelt es sich um den Hinweis auf ein neues Produkt der Nordbrand Nordhausen GmbH, dann haben Sie weit gefehlt...
Die nächste Hörbühne ist auch ein äußeres Zeichen dafür, dass sich am Theater Nordhausen Mitarbeiter der verschiedensten Sparten dafür stark machen, dass das Publikum sich mit Schauspiel auseinandersetzen kann, obwohl die eigene Schauspielsparte vor einigen Jahren abgewickelt wurde.
Das Fünfpersonenstück Fliege im Korn des 25-jährigen Hallensers Stephan Seidel wird von einem Orchestermusiker, einer Ausstatterin, der Leiterin des Jungen Theaters, dem Chordirektor und dem Verwaltungsdirektor in einer von der Chefdramaturgin eingerichteten szenischen Lesung vorgestellt! Und finanziell wird die Reihe HÖRBÜHNE – DAS NEUE STÜCK als Zusatzangebot vom Förderverein Theater Nordhausen e.V. ermöglicht.
Stephan Seidel, der gerade auf dem Sprung ist, ein erfolgreicher Theatermann zu werden, führt in Fliege im Korn vor, dass Scheitern auch unterhaltsam sein kann – zumindest für die Zuschauer. Er beschreibt fünf Personen, die – wenig älter als er selbst – ihre Illusionen schon aufgegeben haben, und die in einer Stadtrandschlusslandschaft dennoch weiterleben:
Justus, der bis zu einer Verletzung ein besserer Fußballer als Michael Ballack war,
seine Freundin Maja, die kellnert, statt wie erhofft zu malen,
Leander, den die Philosophie am Handeln hindert,
Toni, die ihren Schauspieltraum begraben hat, ohne sich je zur Eignungsprüfung angemeldet zu haben, und
Konstantin, der statt Pilot nun BWL-Dauerstudent geworden ist. Sie reden, trinken, schlafen miteinander, stehen sich im Weg und arrangieren sich schließlich – wie immer. Kann da Optimismus keimen, oder führt das die Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz vor Augen? Ein Stück für jene, die ihre Utopien umsetzen wollen, und ein Stück für jene, die sich von ihren Utopien verabschiedet haben.
Die szenische Lesung des Schauspiels Fliege im Korn am 19. November beginnt um 20.00 Uhr. Eintrittskarten hält die Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) noch bereit. Karten können aber auch an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH erworben werden.
Autor: nnz/knDie nächste Hörbühne ist auch ein äußeres Zeichen dafür, dass sich am Theater Nordhausen Mitarbeiter der verschiedensten Sparten dafür stark machen, dass das Publikum sich mit Schauspiel auseinandersetzen kann, obwohl die eigene Schauspielsparte vor einigen Jahren abgewickelt wurde.
Das Fünfpersonenstück Fliege im Korn des 25-jährigen Hallensers Stephan Seidel wird von einem Orchestermusiker, einer Ausstatterin, der Leiterin des Jungen Theaters, dem Chordirektor und dem Verwaltungsdirektor in einer von der Chefdramaturgin eingerichteten szenischen Lesung vorgestellt! Und finanziell wird die Reihe HÖRBÜHNE – DAS NEUE STÜCK als Zusatzangebot vom Förderverein Theater Nordhausen e.V. ermöglicht.
Stephan Seidel, der gerade auf dem Sprung ist, ein erfolgreicher Theatermann zu werden, führt in Fliege im Korn vor, dass Scheitern auch unterhaltsam sein kann – zumindest für die Zuschauer. Er beschreibt fünf Personen, die – wenig älter als er selbst – ihre Illusionen schon aufgegeben haben, und die in einer Stadtrandschlusslandschaft dennoch weiterleben:
Justus, der bis zu einer Verletzung ein besserer Fußballer als Michael Ballack war,
seine Freundin Maja, die kellnert, statt wie erhofft zu malen,
Leander, den die Philosophie am Handeln hindert,
Toni, die ihren Schauspieltraum begraben hat, ohne sich je zur Eignungsprüfung angemeldet zu haben, und
Konstantin, der statt Pilot nun BWL-Dauerstudent geworden ist. Sie reden, trinken, schlafen miteinander, stehen sich im Weg und arrangieren sich schließlich – wie immer. Kann da Optimismus keimen, oder führt das die Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz vor Augen? Ein Stück für jene, die ihre Utopien umsetzen wollen, und ein Stück für jene, die sich von ihren Utopien verabschiedet haben.
Die szenische Lesung des Schauspiels Fliege im Korn am 19. November beginnt um 20.00 Uhr. Eintrittskarten hält die Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) noch bereit. Karten können aber auch an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH erworben werden.
