NSV mit Minikader
Sonntag, 09. November 2008, 16:47 Uhr
Qualifiziert haben sich zur zweiten Hauptrunde des Handball-Landespokals insgesamt 32 Männer Mannschaften. Auch der Nordhäuser SV und der SVW Eisenach waren dabei. Wer die zweite Hauptrunde überlebte, das hat Frank Ollech für die nnz-Leser notiert....
Das Pokalgeschehen ist bei den Nordhäusern schon seit Jahren unbeliebt. Man nutzt lieber die Zeit zur Pause von den Meisterschaftsspielen. Da die NSVler aber in der ersten Hauptrunde ein Freilos zogen, führte ihr Weg in Runde 2 zum Ligakongruenten SV Wartburtburgstadt Eisenach. Eine unangenehme Aufgabe für die Südharzer, die schon im Vorfeld von Sorgen geplagt waren.
Trainer Andreas Meyer musste gleich auf sieben Spieler verzichten. So trat die kleine Schar der Rolandstädter die Fahrt an die Wartburg mit gemischten Gefühlen an.
Im Meisterschaftsspiel noch hoffnungslos mit 23:36 unterlegen, war der SVW plötzlich Favorit. Gleichzeitig brannten sie auf Revanche für die derbe Niederlage zu Beginn der Saison. Angesichts der Kräfteverhältnisse standen die Chancen dafür nicht schlecht.
Während sich die vollbesetzte SVW Bank über Platzmangel beklage, gab es davon auf Nordhäuser Seite genug. Neben Trainer Andreas Meyer nahmen nur noch Betreuerin Ines Endlich und Physiotherapeut Mathias Fichtner auf der Auswechselbank ihre Plätze ein.
Der Anpfiff war jedoch gleichzeitig das Angriffssignal des NSV. Mit einem gewaltigen Schlagwurf von Christian Flötling wurde der Torreigen eröffnet. Danach ging es Schlag auf Schlag und sie Führung mit 4:0. Es dauerte 6 Spielminuten ehe sich die Gastgeber fingen und ihrerseits den ersten Treffer erzielten. Unbeirrt davon legte der NSV bis zum 6:1 nach. Es war schon ein wenig kurios, diese klare Führung, denn anstatt im Tor stehend musste sich sogar Torhüter Karsten Scholz ein Spielertrikot überstreifen. Vielleicht eine ungeahnte Perspektive für den Trainer.
Das sie dieses Tempo nicht halten konnten war klar. Drei Treffer in Folge (4:6) brachten die Platzherren wieder in Schlagdistanz. Der NSV einwenig angeschlagen, verspielte im Angriff zu viele Bälle. Gleichzeitig waren sie aber in der Abwehr wieder voll gefordert. Diesmal war es Stefan Fuhrmann und Christian Flötling die die Maßstäbe, neben einem hervorragend aufgelegten Torhüter Sören Ahlert, im Abwehrgefüge legten. Vorweg, die Abwehrreihen hielten den Angriffen des SVW bis zum Schluss stand.
Im Angriff übernahm der erst 19jährige Marcel Effenberger das Zepter auf der Spielmacherposition in die Hand und setzte seine Nebenleute hervorragend ein. So währte das Tief nicht lange und der NSV übernahm wieder die Initiative. Bis zum Halbzeitpfiff, der ausgezeichneten Schiedsrichter Johannes Kunze und Marco Lang, ließen sie nur eine Resultatsverbesserung der Gastgeber auf 9:12 zu.
Wer dachte, dass die Südharzer in den anstehenden 30. Minuten der zweiten Halbzeit einbrechen, sah sich getäuscht. Sie überrannten die Gastgeber bis zum 22:13 förmlich. So stachen die Konterangriffe und das schnelle Passspiel. Neben Stefan Fuhrmann war es Sebastian Kreutz, der die Angriffe mit wuchtigen Würfen erfolgreich abschloss. Ohne Auswechselspieler war das Spiel der Nordhäuser nicht nur bemerkenswert, es war auch eine Lehrstunde in Sachen Tempohandball. Vielleicht ein Zeichen der NSV Spieler an ihren Trainer Andreas Meyer. Dieser drohte sich selbst das Dress überstreifen zu wollen. Bis zum Schluss ließen sie nichts mehr anbrennen und zogen mit einem 29:18 in die nächste Pokalrunde ein.
Eine unerwartet großartige Leistung der Nordhäuser, die damit ihre spielerische Klasse und ihren Teamgeist einmal mehr unter Beweis stellten.
Sören Ahlert/ Karsten Scholz/ Sebastian Kreutz 9/ Sven Hirthammer 1/ Marcel Effenberger 5/ Christian Flötling 1/ Stefan Fuhrmann 13
Frank Ollech
Autor: nnzDas Pokalgeschehen ist bei den Nordhäusern schon seit Jahren unbeliebt. Man nutzt lieber die Zeit zur Pause von den Meisterschaftsspielen. Da die NSVler aber in der ersten Hauptrunde ein Freilos zogen, führte ihr Weg in Runde 2 zum Ligakongruenten SV Wartburtburgstadt Eisenach. Eine unangenehme Aufgabe für die Südharzer, die schon im Vorfeld von Sorgen geplagt waren.
Trainer Andreas Meyer musste gleich auf sieben Spieler verzichten. So trat die kleine Schar der Rolandstädter die Fahrt an die Wartburg mit gemischten Gefühlen an.
Im Meisterschaftsspiel noch hoffnungslos mit 23:36 unterlegen, war der SVW plötzlich Favorit. Gleichzeitig brannten sie auf Revanche für die derbe Niederlage zu Beginn der Saison. Angesichts der Kräfteverhältnisse standen die Chancen dafür nicht schlecht.
Während sich die vollbesetzte SVW Bank über Platzmangel beklage, gab es davon auf Nordhäuser Seite genug. Neben Trainer Andreas Meyer nahmen nur noch Betreuerin Ines Endlich und Physiotherapeut Mathias Fichtner auf der Auswechselbank ihre Plätze ein.
Der Anpfiff war jedoch gleichzeitig das Angriffssignal des NSV. Mit einem gewaltigen Schlagwurf von Christian Flötling wurde der Torreigen eröffnet. Danach ging es Schlag auf Schlag und sie Führung mit 4:0. Es dauerte 6 Spielminuten ehe sich die Gastgeber fingen und ihrerseits den ersten Treffer erzielten. Unbeirrt davon legte der NSV bis zum 6:1 nach. Es war schon ein wenig kurios, diese klare Führung, denn anstatt im Tor stehend musste sich sogar Torhüter Karsten Scholz ein Spielertrikot überstreifen. Vielleicht eine ungeahnte Perspektive für den Trainer.
Das sie dieses Tempo nicht halten konnten war klar. Drei Treffer in Folge (4:6) brachten die Platzherren wieder in Schlagdistanz. Der NSV einwenig angeschlagen, verspielte im Angriff zu viele Bälle. Gleichzeitig waren sie aber in der Abwehr wieder voll gefordert. Diesmal war es Stefan Fuhrmann und Christian Flötling die die Maßstäbe, neben einem hervorragend aufgelegten Torhüter Sören Ahlert, im Abwehrgefüge legten. Vorweg, die Abwehrreihen hielten den Angriffen des SVW bis zum Schluss stand.
Im Angriff übernahm der erst 19jährige Marcel Effenberger das Zepter auf der Spielmacherposition in die Hand und setzte seine Nebenleute hervorragend ein. So währte das Tief nicht lange und der NSV übernahm wieder die Initiative. Bis zum Halbzeitpfiff, der ausgezeichneten Schiedsrichter Johannes Kunze und Marco Lang, ließen sie nur eine Resultatsverbesserung der Gastgeber auf 9:12 zu.
Wer dachte, dass die Südharzer in den anstehenden 30. Minuten der zweiten Halbzeit einbrechen, sah sich getäuscht. Sie überrannten die Gastgeber bis zum 22:13 förmlich. So stachen die Konterangriffe und das schnelle Passspiel. Neben Stefan Fuhrmann war es Sebastian Kreutz, der die Angriffe mit wuchtigen Würfen erfolgreich abschloss. Ohne Auswechselspieler war das Spiel der Nordhäuser nicht nur bemerkenswert, es war auch eine Lehrstunde in Sachen Tempohandball. Vielleicht ein Zeichen der NSV Spieler an ihren Trainer Andreas Meyer. Dieser drohte sich selbst das Dress überstreifen zu wollen. Bis zum Schluss ließen sie nichts mehr anbrennen und zogen mit einem 29:18 in die nächste Pokalrunde ein.
Eine unerwartet großartige Leistung der Nordhäuser, die damit ihre spielerische Klasse und ihren Teamgeist einmal mehr unter Beweis stellten.
Sören Ahlert/ Karsten Scholz/ Sebastian Kreutz 9/ Sven Hirthammer 1/ Marcel Effenberger 5/ Christian Flötling 1/ Stefan Fuhrmann 13
Frank Ollech
