Unfallfrei auf zwei Räder
Freitag, 12. Juli 2002, 13:20 Uhr
Nordhausen (nnz). Motorrad fahren macht Spaß. Neben aller Begeisterung am Fahren sollten die Biker aber nie vergessen, dass sie zu einer besonders gefährdeten Gruppe der Verkehrsteilnehmer gehören. Hierzu einige Tipps der Nordhäuser Polizeidirektion.
Das Motorrad hat keinen schützenden Blechmantel! Außerdem sind Zweiräder gerade am Tag nur schwer zu erkennen, oft ist für andere Fahrzeugführer ihre kleine Silhouette durch Holme oder andere Fahrzeugteile verdeckt. Daran müssen Motorradfahrer denken! Sie haben, wie jeder andere Verkehrsteilnehmer, ein hohes Maß an Verantwortung für sich selbst, ihre Familie und auch für andere Verkehrsteilnehmer. Die Polizei registriert stets mit einsetzendem "Motorradwetter" einen Anstieg der Zweiradunfälle. In diesem Jahr verunglückten auf den Straßen Nordthüringens bereits 74 Motorradfahrer. Dabei wurden 90 Menschen zum Teil schwer verletzt.
Hauptunfallursache bei etwa der Hälfte dieser Unfälle ist die zu hohe oder unangepasste Geschwindigkeit. Biker sollten sich immer vor Augen halten, dass ihr Gefährt einen sehr langen Anhalteweg hat. Allein der Reaktionsweg, also der Weg vom Erkennen der Gefahr, bis zum Beginn der Bremsverzögerung, beträgt bei 100 km/h bis zu 42 Meter.
Eine aufmerksame Fahrweise kann diesen Weg fast halbieren. Aber selbst dann steht das Motorrad noch nicht, sondern benötigt noch den Bremsweg, der unter anderem abhängig davon ist, wie gebremst wird, welcher Straßenzustand herrscht und wie gut die Bremsen sind. Aber auch beim Überholen kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Überholt ein Motorrad mit 100 km/h einen PKW, der mit 70 km/h unterwegs ist, so braucht der Biker eine Strecke von mindestens 200 Meter, um gefahrlos überholen zu können.
Beim Überholen muss aber auch immer mit Gegenverkehr gerechnet werden, der sich unter Umständen nicht an die zulässige Höchstgeschwindigkeit hält. Deshalb sollte die Überholstrecke stets realistisch eingeschätzt und im Zweifelsfall lieber auf das Überholen verzichtet werden. Wenn dann auch andere Verkehrsteilnehmer vorsichtig fahren und stets gegenseitige Rücksicht walten lassen, steht einem Ausflug ins Grüne ohne jähes Ende und tragische Folgen nichts mehr im Wege.
Ein schönes, sommerliches und unfallfreies Wochenende wünscht die Nordthüringer Polizei den Lesern der nnz.
Autor: nnzDas Motorrad hat keinen schützenden Blechmantel! Außerdem sind Zweiräder gerade am Tag nur schwer zu erkennen, oft ist für andere Fahrzeugführer ihre kleine Silhouette durch Holme oder andere Fahrzeugteile verdeckt. Daran müssen Motorradfahrer denken! Sie haben, wie jeder andere Verkehrsteilnehmer, ein hohes Maß an Verantwortung für sich selbst, ihre Familie und auch für andere Verkehrsteilnehmer. Die Polizei registriert stets mit einsetzendem "Motorradwetter" einen Anstieg der Zweiradunfälle. In diesem Jahr verunglückten auf den Straßen Nordthüringens bereits 74 Motorradfahrer. Dabei wurden 90 Menschen zum Teil schwer verletzt.
Hauptunfallursache bei etwa der Hälfte dieser Unfälle ist die zu hohe oder unangepasste Geschwindigkeit. Biker sollten sich immer vor Augen halten, dass ihr Gefährt einen sehr langen Anhalteweg hat. Allein der Reaktionsweg, also der Weg vom Erkennen der Gefahr, bis zum Beginn der Bremsverzögerung, beträgt bei 100 km/h bis zu 42 Meter.
Eine aufmerksame Fahrweise kann diesen Weg fast halbieren. Aber selbst dann steht das Motorrad noch nicht, sondern benötigt noch den Bremsweg, der unter anderem abhängig davon ist, wie gebremst wird, welcher Straßenzustand herrscht und wie gut die Bremsen sind. Aber auch beim Überholen kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Überholt ein Motorrad mit 100 km/h einen PKW, der mit 70 km/h unterwegs ist, so braucht der Biker eine Strecke von mindestens 200 Meter, um gefahrlos überholen zu können.
Beim Überholen muss aber auch immer mit Gegenverkehr gerechnet werden, der sich unter Umständen nicht an die zulässige Höchstgeschwindigkeit hält. Deshalb sollte die Überholstrecke stets realistisch eingeschätzt und im Zweifelsfall lieber auf das Überholen verzichtet werden. Wenn dann auch andere Verkehrsteilnehmer vorsichtig fahren und stets gegenseitige Rücksicht walten lassen, steht einem Ausflug ins Grüne ohne jähes Ende und tragische Folgen nichts mehr im Wege.
Ein schönes, sommerliches und unfallfreies Wochenende wünscht die Nordthüringer Polizei den Lesern der nnz.
