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Mitten in die Herzen: Schalom!

Freitag, 12. Juli 2002, 10:24 Uhr
Nordhausen (nnz). Zu ungewöhnlicher Stunde läuteten am Vormittag die Glocken der Frauenberg-Kirche. Eine Weihe wurde gefeiert. Die Hintergründe dazu wie immer in Ihrer nnz.


Das Kreuz hängt an seinem Platz Über 700 Jahre diente das Gotteshaus am Nordhäuser Frauenberg als Versammlungsstätte von Christen. Es überlebte die „Stürme“ der Geschichte, im Bombeninferno des 3. und 4. April wurde es fast völlig vernichtet. Dem lutherischen Weltbund und anderen christlichen Aktionen war zu verdanken, dass in den 70er Jahren des vergangenen Jahnhunderts die Kirche teilweise wieder aufgebaut werden konnte.

Heute nun wurde vor der Kirche gefeiert. Nach dem in den zurückliegenden Wochen bereits das große Panoramafenster eingebaut werden konnte, wurde heute das riesige Holzkreuz angebracht. Zu danken ist es vielen Sponsoren, allen voran der Lesser-Stiftung. Den Mitgliedern der Kirchengemeinde war die Freude anzumerken, ist für die Christen das Kreuz das Symbol schlechthin. Hier in Nordhausen hat es neben seiner Funktion als Zeichen der Versöhnung eine weitere Aufgabe. „Nie wieder!“, dieser Ruf soll vom Kreuz, das nun an der Kirche hängt, ausgehen. Nie wieder Krieg!

Für den Pfarrer der Gemeinde, Joachim Kruse, die zentrale Botschaft an diesem frühen Vormittag. Im alten Kreuz des Kirchenschiffes fest angebracht, prangt das hölzerne Kreuz und strahlt die christliche Botschaft in die Stadt, in die Herzen der Menschen. Kruse brachte sie auf den kleinsten Nenner: Schalom - Frieden!
Autor: nnz

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