Vaterfreuden?
Samstag, 01. November 2008, 18:05 Uhr
Wackers Stürmer Lars Pohl ist unter der Woche zum zweiten Male Vater geworden. Ob er seiner Tochter Paulina ein Tor widmen und den Wacker-Fans einen Sieg bescheren konnte, das erfahren Sie hier…
Bis zur 83. Minute musste der sympathische Mittelstürmer warten, ehe er von Ciesla und Pistorius glänzend im Strafraum bedient wurde und dem sehr guten Geraer Schlussmann Robert Thieme den Ball zwischen den Beinen hindurch zum 2:0 ins Netz schieben konnte. Das war die Entscheidung im Albert-Kuntz-Sportpark nach einem ganz harten Stück Arbeit für die Wackeren gegen gut eingestellte und kampfstarke Geraer.
Torsten Klaus hatte es in der 6. Minute in der Hand oder besser auf dem Fuß, den Nordhäuser Zuschauern einen ruhigen Nachmittag zu organisieren. Aber er scheiterte mit seinem Foulstrafstoß, nachdem er selbst im Strafraum gelegt worden war. In der Folge ging auf beiden Seiten nicht viel in der 1. Halbzeit.
Die Gäste standen hinten gut, konnten aber keine Akzente im Angriff setzen. Und Wacker tat sich schwer mit konstruktivem Spielaufbau. Die beste Chance war ein scharf geschossener Klaus-Freistoß aus aussichtsreicher Position kurz vor der Strafraumgrenze, der flach am rechten Pfosten vorbeizischte. Vorausgegangen war ein Foulspiel von Steven Obst am allein durchgebrochenen Steven Ebert, für das der Geraer eine sehr dunkelgelbe Karte erhielt. Zehn Minuten später ging der Geraer dann aber doch zum Duschen, nachdem er in Handballermanier einen Nordhäuser Flankenball entschärft hatte.
Coach Burkhard Venth stellte in der Pause taktisch um. Der bis dahin unauffällige Stefan Hoffmann kam jetzt gefährlich über die linke Seite und durch die Einwechslung Daniel Wieglebs für Hauke Lattmann konnten die Blau-Weißen den Druck weiter erhöhen. Gera igelte sich hinten ein und so war es nur eine Frage der Zeit, bis eine gut getimte Hereingabe von Thomas Hurt auf Stefan Hoffmanns Kopf landete, der sich diese Möglichkeit nicht entgehen ließ. 1:0 in der 63. Minute.
Nun mussten die Geraer kommen und das taten sie auch, wodurch die Räume für die Nordhäuser offen waren. Klaus hämmert einen 35-m-Freistoß an den Pfosten, wenig später steht er allein vor Robert Thieme, findet aber erneut seinen Meister im Geraer Torhüter. Die brenzligste Situation für Wacker kommt in der 77. Minute, als Manuel Scherp plötzlich allein links im Strafraum steht, den Ball aber weit am Greschke-Kasten vorbeidrischt.
Wacker kontert weiter im eigenen Stadion, bis es in Minute 83 endlich klappt und der stolze Vater nach dem Torerfolg mit den Armen die Babywiege machen kann.
Ein Arbeitssieg, der hart erkämpft war. Aber solche Spiele müssen auch gewonnen werden, wenn am Ende ein Spitzenplatz in der Tabelle herausspringen soll. Das 13. Pflichtspiel ohne Niederlage ist geschafft und nun kommt es zum absoluten Spitzenspiel am nächsten Samstag, wenn die Venth-Schützlinge den Tabellenführer in Gotha besuchen.
Trainerstimmen:
Udo Korn (FV Gera Süd): Glückwunsch an die Nordhäuser für einen verdienten Sieg. Es ist schade, dass wir 50 Minuten zu zehnt spielen mussten. Wir haben alles gegeben, was wir konnten und ich bin mit der Leistung meiner Jungs zufrieden. Wacker hat eine gute, homogene Mannschaft, die am Saisonende mit oben in der Tabelle stehen sollte.
Burkhard Venth (FSV Wacker 90): Die Mannschaft hat konzentriert und geduldig gespielt und schon in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten gehabt. Erfreulich, dass sich alle bemüht haben über die gesamte Spielzeit das einstudierte System zu spielen. Ich bin sehr zufrieden. Der Platzverweis kam uns entgegen und in der zweiten Halbzeit war es nur eine Frage der Zeit, bis das Führungstor fallen würde. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung kann ich heute niemanden besonders hervorheben.
