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nnz-Forum: Brandgefahr

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 15:40 Uhr
Zu den fliegenden Lampions, die der Nordhäuser Stadtrat verbieten will, gibt es noch eine Meinung eines nnz-Lesers...


Ausdrücklich zu begrüßen ist, dass der hochweise und ehrwürdige Rat unserer geliebten Heimatstadt das unkontrollierte Aufsteigen von feuergefährlichen „Kong-Ming-Lampions“ unterbinden möchte.

Dieser Schritt war schon lange überfällig. Denn, erstens, es ist ungebührlich, dass den Bürgern so völlig anarchisch über dem weiten Himmel Nordhausens ein Licht aufginge. Wo kämen wir denn da auch hin? Dafür gibt es schließlich eine Pressestelle im Rathaus!

Zweitens ist auch die Brandgefahr nicht zu unterschätzen. Nicht in der Art, dass, wie in der mittelalterlichen Reichsstadt, mit Stroh und Holzschindeln gedeckte Dächer in Flammen aufgehen könnten oder wie weiland beim Stadtbrand von 1710 der Roland dran glauben müsste. Denn aus hartem Ton und Beton, daraus sind in der Neuzeit meist die weithin sichtbaren Häupter unserer Stadt gemacht. Und der Roland besteht neuerdings sogar aus schwer entzündbarer Plastik.

Aber die erkleckliche Anzahl von noch auf zwei Beinen umherlaufender Strohköpfe ist nicht zu unterschätzen. Und die könnte man, entzündeten sie sich an einer der schwebenden Laterne, zu leicht erkennen. Zwar würde der Inhalt des Kopfes darunter nicht allzu sehr leiden. Wo nix ist, ist auch kein Schaden anzurichten. Solche weithin sichtbaren Strohfeuer wären aber geeignet, ihre Träger offen zu kompromittieren. Manche von ihnen befinden sich immerhin im Wahlkampf.
Klaus-Uwe Koch, ein Liberaler aus Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
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Autor: nnz

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