Eine Partei zerlegt sich selbst
Donnerstag, 30. Oktober 2008, 11:21 Uhr
Wenn das so weitergeht mit der SPD im Landkreis Nordhausen, dann werden wohl einige Genossen permanente Weinkrämpfe oder Wutanfälle bekommen. Die Sozialdemokraten sind dabei sich selbst zu zerlegen. Nur: Sie merken es nicht...
Nach dem Debakel um Andreas Wieninger wurde der Landkreis-Sozialdemokratie nun ein weiteres Desaster beschert. In Sollstedt wurde die Erosion der ältesten Partei in diesem Deutschland auf Landkreisebene fortgesetzt. Eigentlich war es bereits ein Fehler, die weithin unbekannte Corinna Appenrodt überhaupt vorzuschlagen. Sicher, mit ihrem Alter von 34 Jahren, hat die Frau noch alle Türen und Tore vor sich, sie wird sie allerdings nicht öffnen können. Doch aufbauen ist was anderes: Mal ehrlich – wer kennt schon Frau Appenrodt außer die Neustädter?
Die eigenen Sozis, die schon längst nicht mehr Seit` an Seit` schreiten, haben vor eine wichtige Tür ein Schloß gehängt. Man hat die mögliche Kandidatin im politischen Regen stehen lassen. Sie ist nun verbrannt, es sei denn, sie wird zum politischen Steh-Auf-Frauchen wie Birgit Keller bei den LINKEN.
Und dabei hatte doch Dagmar Becker, die immer glückloser agierende Kreisvorsitzende der SPD, alles getan, um den Shootingstar nach vorn zu bringen. Und so etwas 34jähriges Weibliches hätte auch gute Chancen gehabt, dank der Sozi-Frauenquote. Doch vermutlich waren es nicht die Gegenspieler der Genossin Appenrodt, sondern die der Genossin Becker, die am Dienstag in Sollstedt das Kreuz nicht an der richtigen Stelle machten. Es waren ihrer 41 Genossinnen und Genossen, die in dort die Mehrheit hatten. Bewußt wurde sie nicht genutzt.
So hart ist das dieser Tage für die SPD. Quid pro Quo würde Hannibal Lector, der Kannibale aus dem Schweigen der Lämmer dazu wohl sagen. Geben und Nehmen. Die Rache für die Schmach um Andreas Wieninger war das Debakel um Corinna Appenrodt. Nur das der SPD des Landkreises Nordhausen derzeit eine Art FBI-Agentin Clarice Starling fehlt, die dem verzehrenden Gezerre um Macht, Posten und Einfluß ein Ende setzt. Vorläufig aber nur, denn letztlich konnte nicht mal das FBI den Kannibalen seiner Strafe zuführen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzNach dem Debakel um Andreas Wieninger wurde der Landkreis-Sozialdemokratie nun ein weiteres Desaster beschert. In Sollstedt wurde die Erosion der ältesten Partei in diesem Deutschland auf Landkreisebene fortgesetzt. Eigentlich war es bereits ein Fehler, die weithin unbekannte Corinna Appenrodt überhaupt vorzuschlagen. Sicher, mit ihrem Alter von 34 Jahren, hat die Frau noch alle Türen und Tore vor sich, sie wird sie allerdings nicht öffnen können. Doch aufbauen ist was anderes: Mal ehrlich – wer kennt schon Frau Appenrodt außer die Neustädter?
Die eigenen Sozis, die schon längst nicht mehr Seit` an Seit` schreiten, haben vor eine wichtige Tür ein Schloß gehängt. Man hat die mögliche Kandidatin im politischen Regen stehen lassen. Sie ist nun verbrannt, es sei denn, sie wird zum politischen Steh-Auf-Frauchen wie Birgit Keller bei den LINKEN.
Und dabei hatte doch Dagmar Becker, die immer glückloser agierende Kreisvorsitzende der SPD, alles getan, um den Shootingstar nach vorn zu bringen. Und so etwas 34jähriges Weibliches hätte auch gute Chancen gehabt, dank der Sozi-Frauenquote. Doch vermutlich waren es nicht die Gegenspieler der Genossin Appenrodt, sondern die der Genossin Becker, die am Dienstag in Sollstedt das Kreuz nicht an der richtigen Stelle machten. Es waren ihrer 41 Genossinnen und Genossen, die in dort die Mehrheit hatten. Bewußt wurde sie nicht genutzt.
So hart ist das dieser Tage für die SPD. Quid pro Quo würde Hannibal Lector, der Kannibale aus dem Schweigen der Lämmer dazu wohl sagen. Geben und Nehmen. Die Rache für die Schmach um Andreas Wieninger war das Debakel um Corinna Appenrodt. Nur das der SPD des Landkreises Nordhausen derzeit eine Art FBI-Agentin Clarice Starling fehlt, die dem verzehrenden Gezerre um Macht, Posten und Einfluß ein Ende setzt. Vorläufig aber nur, denn letztlich konnte nicht mal das FBI den Kannibalen seiner Strafe zuführen.
Peter-Stefan Greiner
