Effektivere Vermittlung gefordert
Donnerstag, 11. Juli 2002, 07:05 Uhr
Nordhausen (nnz/ihk). Vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosigkeit in Thüringen und der Diskussion der Hartz-Vorschläge hat sich auch die Industrie- und Handelskammer Erfurt für Verbesserungen in der Arbeitsvermittlung ausgesprochen. nnz mit dem Ergebnis einer Umfrage.
Laut einer Umfrage unter 1.064 Unternehmen Nord- und Mittelthüringens ist die Erfolgsquote bei der Besetzung offener Stellen noch zu gering. 75 Prozent der Firmen konnten nur jedes dritte Stellenangebot durch Vermittlung der Arbeitsämter kurzfristig wieder besetzen. "Der Kontakt zwischen Unternehmer und Arbeitsamt muss künftig intensiver gestaltet werden", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Wenn zwei Drittel der Firmen unqualifizierte Bewerber-Vorschläge durch die Arbeitsämter kritisierten und mehr Verständnis für betriebliche Belange sowie arbeitsplatzbezogene Qualifizierung forderten, seien Kommunikationsdefizite offensichtlich.
"Gefragt sind hier aber nicht nur die Arbeitsämter - auch der Unternehmer muss seine Wünsche und Vorstellungen aktiver einbringen", verweist Grusser auf eine ganze Reihe von unterstützenden Maßnahmen und Regelungen, die von den Managern noch zu wenig genutzt würden. Insbesondere bei der Suche nach un- bzw. angelernten Mitarbeitern seien die Arbeitsämter Hauptansprechpartner für die Betriebe. Mit steigender Qualifikation würde deren Rolle bei der Vermittlung jedoch abnehmen. In gleichem Maße steige die Inanspruchnahme privater Arbeitsvermittler und Zeitarbeitsfirmen. Bei der Suche nach Führungskräften nutzten sogar 81 Prozent der Unternehmer bevorzugt die Empfehlungen von Geschäftspartnern und Freunden.
Autor: nnzLaut einer Umfrage unter 1.064 Unternehmen Nord- und Mittelthüringens ist die Erfolgsquote bei der Besetzung offener Stellen noch zu gering. 75 Prozent der Firmen konnten nur jedes dritte Stellenangebot durch Vermittlung der Arbeitsämter kurzfristig wieder besetzen. "Der Kontakt zwischen Unternehmer und Arbeitsamt muss künftig intensiver gestaltet werden", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Wenn zwei Drittel der Firmen unqualifizierte Bewerber-Vorschläge durch die Arbeitsämter kritisierten und mehr Verständnis für betriebliche Belange sowie arbeitsplatzbezogene Qualifizierung forderten, seien Kommunikationsdefizite offensichtlich.
"Gefragt sind hier aber nicht nur die Arbeitsämter - auch der Unternehmer muss seine Wünsche und Vorstellungen aktiver einbringen", verweist Grusser auf eine ganze Reihe von unterstützenden Maßnahmen und Regelungen, die von den Managern noch zu wenig genutzt würden. Insbesondere bei der Suche nach un- bzw. angelernten Mitarbeitern seien die Arbeitsämter Hauptansprechpartner für die Betriebe. Mit steigender Qualifikation würde deren Rolle bei der Vermittlung jedoch abnehmen. In gleichem Maße steige die Inanspruchnahme privater Arbeitsvermittler und Zeitarbeitsfirmen. Bei der Suche nach Führungskräften nutzten sogar 81 Prozent der Unternehmer bevorzugt die Empfehlungen von Geschäftspartnern und Freunden.
