Wochenlange Ruhe nicht akzeptieren
Montag, 27. Oktober 2008, 07:11 Uhr
Lange mußte sich die Initiative Höchste Eisenbahn für den Südharz nicht mehr um die eigentliche Südharzstrecke kümmern. Jetzt allerdings gibt Kritik an den Bauarbeiten an der Freiherr-vom-Stein-Straße...
Reisende, die mit den Zügen auf der Südharzstrecke Northeim – Nordhausen und auf der Westharzstrecke Herzberg – Seesen – Braunschweig unterwegs sind, bekommen es im Falle des Westharzes schon jetzt und im Falle der Südharzstrecke demnächst zu spüren: Im Herbst führt die Deutsche Bahn Netz auch in diesem Jahr Bauarbeiten durch, die zum Ausfall oder der zeitlichen Verschiebung von Zügen und zu Schienenersatzverkehren führen. In diesem Jahr stehen die Abschnitte Seesen – Salzgitter-Ringelheim und Herzberg – Northeim im Vordergrund. Zusätzlich wird – aus anderen Gründen – am Bahnübergang der B 80 in Nordhausen gebaut. Und den jüngst zum Ärger aller Fahrgäste eingerichteten Langsamfahrstellen im Solling soll es ebenfalls noch im November an den Kragen gehen.
Viel los also – und allemal verbunden mit Unbequemlichkeiten für den Fahrgast. Besonders ärgerlich ist der eigentlich unnötige Ausfall jedes zweiten Zuges zwischen Herzberg und Northeim sowie zurück während mehrerer Wochen Ende November/Anfang Dezember. Zwar werden die ausfallenden Züge durch Busse ersetzt, welche aber länger unterwegs sind und insoweit nicht alle Anschlüsse sicherstellen können. Ärgerlich, weil es wegen der in den vergangenen Jahren radikal zurückgebauten Infrastruktur zwischen den beiden Bahnhöfen nicht mehr anders geht: Wegen einer eigentlich kurzen Baustelle müssen Züge mangels Gleiswechsel- oder Kreuzungsmöglichkeit schlicht entfallen! Früher hätte man das Problem durch die in Wulften noch vorhandenen Wechselmöglichkeiten eleganter regeln können. Hier zeigt sich, wie weit der Substanzverlust durch Rückbau bei der Bahn schon gegangen ist: Allen Beteuerungen zum Trotz wurde in den vergangenen Jahren Schieneninfrastruktur in erheblichem Umfang vernichtet. Die Folgen trägt der Fahrgast.
Aber abgesehen hiervon begrüßt Höchste Eisenbahn für den Südharz die Arbeiten, weil sie dem Substanzerhalt dienen und zukünftige Langsamfahrstellen mit Zeitverlusten vermeiden. Solcherart vorbeugend geht es leider nicht immer und überall zu: Zwischen Northeim und Ottbergen musste es erst zu ganz erheblichen Geschwindigkeitseinbrüchen kommen, ehe etwas geschehen konnte. Nun sollen die zeitraubenden und Anschluss gefährdenden Stellen beseitigt werden. Leider erst, nachdem das Kind schon im Brunnen liegt. Hier wird im Süd- und Westharz offenbar vorausschauender geplant und gehandelt.
Höchste Eisenbahn sorgt sich allerdings um den Fortgang der Bauarbeiten am Bahnübergang der B 80 kurz vor dem Bahnhof Nordhausen, der bekanntlich durch eine Unterführung ersetzt werden soll. Schon erste vorbereitende Arbeiten führen jetzt zu einer Unterbrechung des Zugverkehrs für 2 Tage am kommenden Wochenende.
Wir könnten es auf keinen Fall akzeptieren, dass wegen des Baus der Unterführung der Zugverkehr an dieser Stelle wochenlang ruht und Busse verkehren müssen. Wir erwarten, dass durch entsprechende Verschwenkung des Gleises und dessen Rückverlegung an die alte Stelle der Zugverkehr während der gesamten Bauzeit unterbrechungsfrei weiter läuft und allenfalls für die eigentlichen Verlegungsprozesse gestoppt wird, formuliert Michael Reinboth von Höchste Eisenbahn die Forderung der Initiative. Anschlussverluste und unbequemes mehrfaches Umsteigen dürften den Bahnreisenden nicht zugemutet werden, nur um später schneller Auto fahren zu können.
Autor: nnzReisende, die mit den Zügen auf der Südharzstrecke Northeim – Nordhausen und auf der Westharzstrecke Herzberg – Seesen – Braunschweig unterwegs sind, bekommen es im Falle des Westharzes schon jetzt und im Falle der Südharzstrecke demnächst zu spüren: Im Herbst führt die Deutsche Bahn Netz auch in diesem Jahr Bauarbeiten durch, die zum Ausfall oder der zeitlichen Verschiebung von Zügen und zu Schienenersatzverkehren führen. In diesem Jahr stehen die Abschnitte Seesen – Salzgitter-Ringelheim und Herzberg – Northeim im Vordergrund. Zusätzlich wird – aus anderen Gründen – am Bahnübergang der B 80 in Nordhausen gebaut. Und den jüngst zum Ärger aller Fahrgäste eingerichteten Langsamfahrstellen im Solling soll es ebenfalls noch im November an den Kragen gehen.
Viel los also – und allemal verbunden mit Unbequemlichkeiten für den Fahrgast. Besonders ärgerlich ist der eigentlich unnötige Ausfall jedes zweiten Zuges zwischen Herzberg und Northeim sowie zurück während mehrerer Wochen Ende November/Anfang Dezember. Zwar werden die ausfallenden Züge durch Busse ersetzt, welche aber länger unterwegs sind und insoweit nicht alle Anschlüsse sicherstellen können. Ärgerlich, weil es wegen der in den vergangenen Jahren radikal zurückgebauten Infrastruktur zwischen den beiden Bahnhöfen nicht mehr anders geht: Wegen einer eigentlich kurzen Baustelle müssen Züge mangels Gleiswechsel- oder Kreuzungsmöglichkeit schlicht entfallen! Früher hätte man das Problem durch die in Wulften noch vorhandenen Wechselmöglichkeiten eleganter regeln können. Hier zeigt sich, wie weit der Substanzverlust durch Rückbau bei der Bahn schon gegangen ist: Allen Beteuerungen zum Trotz wurde in den vergangenen Jahren Schieneninfrastruktur in erheblichem Umfang vernichtet. Die Folgen trägt der Fahrgast.
Aber abgesehen hiervon begrüßt Höchste Eisenbahn für den Südharz die Arbeiten, weil sie dem Substanzerhalt dienen und zukünftige Langsamfahrstellen mit Zeitverlusten vermeiden. Solcherart vorbeugend geht es leider nicht immer und überall zu: Zwischen Northeim und Ottbergen musste es erst zu ganz erheblichen Geschwindigkeitseinbrüchen kommen, ehe etwas geschehen konnte. Nun sollen die zeitraubenden und Anschluss gefährdenden Stellen beseitigt werden. Leider erst, nachdem das Kind schon im Brunnen liegt. Hier wird im Süd- und Westharz offenbar vorausschauender geplant und gehandelt.
Höchste Eisenbahn sorgt sich allerdings um den Fortgang der Bauarbeiten am Bahnübergang der B 80 kurz vor dem Bahnhof Nordhausen, der bekanntlich durch eine Unterführung ersetzt werden soll. Schon erste vorbereitende Arbeiten führen jetzt zu einer Unterbrechung des Zugverkehrs für 2 Tage am kommenden Wochenende.
Wir könnten es auf keinen Fall akzeptieren, dass wegen des Baus der Unterführung der Zugverkehr an dieser Stelle wochenlang ruht und Busse verkehren müssen. Wir erwarten, dass durch entsprechende Verschwenkung des Gleises und dessen Rückverlegung an die alte Stelle der Zugverkehr während der gesamten Bauzeit unterbrechungsfrei weiter läuft und allenfalls für die eigentlichen Verlegungsprozesse gestoppt wird, formuliert Michael Reinboth von Höchste Eisenbahn die Forderung der Initiative. Anschlussverluste und unbequemes mehrfaches Umsteigen dürften den Bahnreisenden nicht zugemutet werden, nur um später schneller Auto fahren zu können.
