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Das letzte Aufgebot

Samstag, 25. Oktober 2008, 16:47 Uhr
Mit einigen verletzten und mehreren angeschlagenen Spielern reiste Wacker Nordhausen heute nach Arnstadt. Die Spielgemeinschaft mit Rudisleben war dazu noch vor dem Spiel der Spitzenreiter. Für die nnz war Klaus Verkouter nach Arnstadt gereist...


Nach diesem Spiel war die Tabellenführerschaft für die Rudisleber dann auch Geschichte. Schuld daran waren Pistorius, Klaus und Pohl. Doch vielleicht – trotz aller Aufgeregtheit – erst einmal der Reihe nach.

Bei herrlichem Herbstwetter liefen die Nordhäuser zudem mit einem neuen Out-Fit auf. Blau-Weiß-Blau war angesagt und die Gastgeber vielleicht verwirrt. Die erste Viertelstunde bestimmten die Nordhäuser, nach zehn Minuten der erste Besuch der Gäste im Greschke-Strafraum. Nach drei Minuten bereits die erste Chance für Lars Pohl.

Kurzes Durchatmen nach 14 Minuten. Lars Greschke bekommt den Ball vom Gegner. Statt das Leder aufzunehmen, schießt er die Kugel weg, die allerdings beim Gegner ankommt. Ein Rudisleber nimmt aus 35 Meter Maß und der zurückeilende Greschke kann knapp das Leder über sein Gehäuse lenken.

Wacker drückt weiter. Hauke Lattmann schießt einen Freistoß fast von der Eckfahne, Pohl befördert den Ball jedoch ins Aus. Dann die 27. Minute. Die 272 Zuschauer sehen einen Einwurf von der linken Seite, der in den Strafraum verlängert wird. Dort haut Pohl das Leder an die Latte, den abprallenden Ball bekommt Torsten Klaus unter Kontrolle und kickt ihn mit energischem Einsatz in die Maschen. Bis zur Halbzeitpause hat Wacker noch mehrere Chancen: Pohl (35.), Thomas Hurt (40.)

Nach dem Pausentee machen die Gäste aus Mittelthüringen dann Druck, die zweite Tor des Spiels jedoch machen die Nordhäuser, genauer gesagt, Torsten Klaus. In der 50. Minute geht er Stürmer links durch und kann erfolgreich mit einem Flachschuss abschließen – 0:2. Klaus ist es auch, der den Gastgebern eine Rote Karte beschert, er wird bei einem Lauf aufs Tor gefoult. Rudisleben ab der 53. Minute nur noch mit zehn Mann.

Das muss noch nicht unbedingt bedeuten, dass der Gegner schwächer wird, Fussballfans wissen das. Nur die Nordhäuser Spieler auf dem Platz meist nicht. Und so kommt es, dass die geschwächten Gäste in der 62. Minute den Anschlusstreffer durch Springer schaffen. Ein Tor, bei dessen Entstehung der Schiedsrichter als 23. Mann nicht ganz unbeteiligt war. Von ihm prallt das Leder zum Torschützen.

Ab der 67. Minute wird das Spiel härter, Greschke wirkt erneut unglücklich, gleiches in der 72. Minute. Doch eigentlich lassen sich die Wackeren nicht aus dem Konzept bringen, obwohl bereits 70 Minuten gespielt sind. Klaus ist es in der 75. Minute, der links durchmarschiert, präzise in den Strafraum flankt, dort schießt Lars Pohl direkt aufs Tor – 1:3.

Es sind noch zwei Minuten zu spielen, da lässt Greschke im Nordhäuser Tor nach einem Schuss den Ball fallen, ein Rudisleber stochert den Ball über die Linie – 2:3. Bei dieser Aktion wird Greschke verletzt und muss gegen Schönberger ausgewechselt werden. Auch Marcus Vopel wird verletzt, für ihn kommt Tobias Höllriegel.

Doch dem Nordhäuser Kapitän Sven Pistorius ist es in der Nachspielzeit vorbehalten, den 2:4-Siegtreffer für die Gäste vom Südharz zu erzielen.

Und was sagt Trainer Burkhard Venth: Der ist im Großen und Ganzen zufrieden, nur in der Überzahl hätte die Mannschaft cleverer spielen müssen. Noch mehr Sorgen wird Venth der gesundheitliche Zustand der Mannschaft machen. Heute waren die Jungs schon mit dem letzten Aufgebot unterwegs. Wie es den heute Verletzten geht? Man wird es in der kommenden Woche erfahren.
Autor: nnz

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