Vom Südharz nach Armenien (Ende)
Mittwoch, 22. Oktober 2008, 10:46 Uhr
Zwei Männer und eine Frau sind unterwegs nach Armenien. Mit dem Auto. Sie recherchieren für einen Reiseführer, der im know how Verlag erscheinen soll. Für die Leser der nnz schreibt das Trio ein Tagebuch.
In der Kongak Fabrik Ararat gibt es ein Fass Kongak aus dem Jahr 1994. Es ist übersäht mit Unterschriften von Staatsmännern und Präsidenten, die sich schon über die gesamte Wandfläche ausbreiten. Geöffnet wird es erst, wenn in Bergkarabach Frieden eingekehrt ist.
Tagebuch geschrieben (Foto: Autoren)
Wenn man so geduldig wie Barbarossa ist, dann kann das noch eine Weile dauern. Der Karabach Konflikt ist eines der unschönen Kapitel neuerer armenischer Geschichte. Diese letzte Woche war ein Zeitsprung für uns. Wir sind im Armenien des 20. Jahrhunderts angekommen. Von Artefakten, die vor 4000 v. Ch. auf heutigem armenischen Boden gefunden worden sind, bis zum Genozid Mahnmal über den Dächern von Jerevan haben wir nun viel gesehen.
1,5 Millionen Armenier wurden von in der Zeit des ersten Weltkrieges von den Türken getötet. Heute leben 6 von 10 Armeniern in der Diaspora. Zum Gedenken an die ermordeten Armenier sind über Jerewan ein Genozid Mahnmal und Museum erbaut worden. Hier weht den ganzen Tag armenische Musik über eine Fläche, auf der Bäume von Staatsoberhäuptern aus der ganzen Welt gepflanzt wurden und auf der ein ewiges Feuer brennt. Hier werden Blumen niedergelegt und der Opfer gedacht. Im Gästebuch sind die Eintragungen der Deutschen besonders emotional.
Heute ist der letzte Tag in Armenien. Wir haben viel erlebt und freuen uns auf die Arbeit am Reiseführer, der hoffentlich vielen Deutschsprachigen den Weg nach Armenien ebnet. Nun geht es wieder in den hoffentlich Goldenen Herbst oder Indian Summer im Südharz! Auch hier sollten wir öfter Urlaub vor der Haustür machen und wenn Jeder von Ihnen ein Botschafter für den Südharz ist, dann wäre das sehr gut für unsere Region. Da muss man noch nicht mal ein gutes Buch drüber schreiben, es reicht, ein gutes Wort einzulegen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit! (Aufgeschrieben am 18. Oktober 2008)
Lars Buchwald, Alexander Ibe & Kathleen Hahnemann
51Grat Expedition: Nordhausen-Jerewan, Südharz-Team sponsored by Automobilmeister GmbH; Drive 4 Life; ATU; Autohaus Gerecke, Marien Apotheke
Autor: nnzIn der Kongak Fabrik Ararat gibt es ein Fass Kongak aus dem Jahr 1994. Es ist übersäht mit Unterschriften von Staatsmännern und Präsidenten, die sich schon über die gesamte Wandfläche ausbreiten. Geöffnet wird es erst, wenn in Bergkarabach Frieden eingekehrt ist.
Tagebuch geschrieben (Foto: Autoren)
Wenn man so geduldig wie Barbarossa ist, dann kann das noch eine Weile dauern. Der Karabach Konflikt ist eines der unschönen Kapitel neuerer armenischer Geschichte. Diese letzte Woche war ein Zeitsprung für uns. Wir sind im Armenien des 20. Jahrhunderts angekommen. Von Artefakten, die vor 4000 v. Ch. auf heutigem armenischen Boden gefunden worden sind, bis zum Genozid Mahnmal über den Dächern von Jerevan haben wir nun viel gesehen. 1,5 Millionen Armenier wurden von in der Zeit des ersten Weltkrieges von den Türken getötet. Heute leben 6 von 10 Armeniern in der Diaspora. Zum Gedenken an die ermordeten Armenier sind über Jerewan ein Genozid Mahnmal und Museum erbaut worden. Hier weht den ganzen Tag armenische Musik über eine Fläche, auf der Bäume von Staatsoberhäuptern aus der ganzen Welt gepflanzt wurden und auf der ein ewiges Feuer brennt. Hier werden Blumen niedergelegt und der Opfer gedacht. Im Gästebuch sind die Eintragungen der Deutschen besonders emotional.
Heute ist der letzte Tag in Armenien. Wir haben viel erlebt und freuen uns auf die Arbeit am Reiseführer, der hoffentlich vielen Deutschsprachigen den Weg nach Armenien ebnet. Nun geht es wieder in den hoffentlich Goldenen Herbst oder Indian Summer im Südharz! Auch hier sollten wir öfter Urlaub vor der Haustür machen und wenn Jeder von Ihnen ein Botschafter für den Südharz ist, dann wäre das sehr gut für unsere Region. Da muss man noch nicht mal ein gutes Buch drüber schreiben, es reicht, ein gutes Wort einzulegen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit! (Aufgeschrieben am 18. Oktober 2008)
Lars Buchwald, Alexander Ibe & Kathleen Hahnemann
51Grat Expedition: Nordhausen-Jerewan, Südharz-Team sponsored by Automobilmeister GmbH; Drive 4 Life; ATU; Autohaus Gerecke, Marien Apotheke


