Keine rosigen Aussichten
Montag, 08. Juli 2002, 10:49 Uhr
Nordhausen (nnz). Konjunkturindikatoren gibt es viele. Einer davon ist die Zahl der Gewerbeanmeldungen. Wie es damit in Thüringen aussieht, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.
Die schlechte Konjunkturlage führt zu immer weniger Firmengründungen in Thüringen berichtet die IHK Erfurt. So sank die Zahl der Gewerbeanmeldungen im ersten Quartal 2002 im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent. Den nunmehr 5.137 Neugründungen stünden laut IHK aber auch 5.348 Gewerbeabmeldungen gegenüber. "Ein Trend, der sich in diesem Jahr weiter fortsetzen dürfte", warnt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Aufgrund schlechter Auftragslage würden immer mehr Betriebe unter enormen Kostendruck stehen und in Liquiditätsschwierigkeiten geraten. So habe sich die Anzahl der Insolvenzen im ersten Quartal weiter erhöht und liege um 40 Prozent über dem Vorjahreswert. "Die gegenwärtig schlechte Kapazitätsauslastung macht sich besonders schmerzhaft im verarbeitenden Gewerbe bemerkbar", so Grusser. Die Ertragslage in den Industrieunternehmen hätte sich weiter verschlechtert. Der letzten IHK-Umfrage zufolge würde jeder dritte Betrieb bereits im Verlustbereich arbeiten.
Eine sinkende Firmenzahl registriert die IHK auch in den konsumnahen Bereichen. 1.755 Unternehmensaufgaben im Handel stünden nur 1.527 Neugründungen gegenüber. Auch im Gastgewerbe liege die Zahl der Abmeldungen mit 512 deutlich über den Anmeldungen mit 442. Die Ursachen für die steigende Zahl von Firmenpleiten seien aber nicht nur in konjunkturbedingten Absatzproblemen zu sehen. Immer öfter würde fehlendes Controlling und ein unzureichendes betriebliches Rechnungswesen zu existenzbedrohenden Liquiditätsengpässen führen.
Autor: nnzDie schlechte Konjunkturlage führt zu immer weniger Firmengründungen in Thüringen berichtet die IHK Erfurt. So sank die Zahl der Gewerbeanmeldungen im ersten Quartal 2002 im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent. Den nunmehr 5.137 Neugründungen stünden laut IHK aber auch 5.348 Gewerbeabmeldungen gegenüber. "Ein Trend, der sich in diesem Jahr weiter fortsetzen dürfte", warnt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Aufgrund schlechter Auftragslage würden immer mehr Betriebe unter enormen Kostendruck stehen und in Liquiditätsschwierigkeiten geraten. So habe sich die Anzahl der Insolvenzen im ersten Quartal weiter erhöht und liege um 40 Prozent über dem Vorjahreswert. "Die gegenwärtig schlechte Kapazitätsauslastung macht sich besonders schmerzhaft im verarbeitenden Gewerbe bemerkbar", so Grusser. Die Ertragslage in den Industrieunternehmen hätte sich weiter verschlechtert. Der letzten IHK-Umfrage zufolge würde jeder dritte Betrieb bereits im Verlustbereich arbeiten.
Eine sinkende Firmenzahl registriert die IHK auch in den konsumnahen Bereichen. 1.755 Unternehmensaufgaben im Handel stünden nur 1.527 Neugründungen gegenüber. Auch im Gastgewerbe liege die Zahl der Abmeldungen mit 512 deutlich über den Anmeldungen mit 442. Die Ursachen für die steigende Zahl von Firmenpleiten seien aber nicht nur in konjunkturbedingten Absatzproblemen zu sehen. Immer öfter würde fehlendes Controlling und ein unzureichendes betriebliches Rechnungswesen zu existenzbedrohenden Liquiditätsengpässen führen.
