Überspringt Wacker nächste Hürde?
Mittwoch, 08. Oktober 2008, 10:59 Uhr
Im Achtelfinale des ODDSET-Landespokals war für den FSV Wacker 90 Nordhausen in der vergangenen Saison bei Eintracht Sondershausen Endstation. Zuvor hatte man in Ruhla und in Bad Blankenburg gesiegt. In diesem Jahr geht es wieder zu einer Eintracht, aber dieses Mal etwas weiter, nämlich bis nach Südthüringen zum FSV 06 Eintracht Hildburghausen, einem Aufsteiger in die Landesklasse. Hier die Vorschau von Klaus Verkouter...
Wacker übersprang die ersten beiden Runden in Siemerode (5:1) und Bad Blankenburg (3:0) sicher. Das gelang aber auch dem Pokalgegner Hildburghausen. In der 1. Runde siegte Eintracht beim VfL Meiningen 04 mit 4:2 nach Elfmeterschießen. Die 2. Runde sah Hildburghausen mit 3:1 über den Kraftsdorfer SV 03 als Sieger.
Gegner im Pokal (Foto: Autor)
Mit dem kommenden Pokalgegner hat Wacker nur wenig Erfahrungen sammeln können, die waren aber nicht unbedingt angenehmer Art. In der Saison 2002/03 standen sich beide Vertretungen in der Landesklasse West schon zweimal gegenüber. In Hildburghausen gab es eine deftige 4:1-Klatsche für die Nordhäuser. Nur Kapitän Sven Pistorius hat vom aktuellen Kader diese Pleite miterlebt, wie die damalige Aufstellung zeigt: Lenczewski - Schmidt, Ludwig, Mook, Puc, Wenzel, M. Verkouter (60. Blaha), Dadunashvili (72. GRK), H.-P. Nebelung (46. Heise), Kulbacki, Pistorius.
Trotz früher Wacker-Führung in der 1. Minute ließen sich die Eintrachtler nicht irritieren und setzten das Spiel aggressiv mit hoher Laufbereitschaft und viel Biss fort. Sie steigerten sich in einen wahren Spielrausch und gewannen völlig verdient in dieser Höhe. Im Rückspiel siegte Wacker knapp mit 1:0 auf fast unbespielbarem Geläuf im Schneematsch. Erst in der vorletzten Minute erlöste der gerade eingewechselte Kühne die 230 frierenden Zuschauer.
Es ist demnach kein Zweckpessimismus, wenn wir vor diesem engagierten Gegner warnen. Obwohl der FSV 06 Eintracht nicht gerade erfolgreich in die neue Punktspielsaison gestartet war, scheint er sich inzwischen aber an die Luft in der Landesklasse gewöhnt zu haben. Zuletzt stoppte die Südthüringer nach ihrem ersten Heimsieg die Siegesserie des bisher ungeschlagenen Spitzenreiters SG Bischleben/Möbisburg. 200 Zuschauer waren Zeuge, und einige mehr werden es wohl am Sonnabend sein.
Außerdem sieht Eintracht im Pokal die Chance, auf sich aufmerksam zu machen und Mut für die weiteren Pflichtspiele zu sammeln. Aber auch die Neunziger sollten sich auf ihre Stärken besinnen. Was zwanzig Minuten nach der Pause gegen Heiligenstadt geboten wurde, war schon stark. Über die anderen siebzig Minuten sollten wir nach einem klaren Sieg an dieser Stelle schweigen. Trainer Venth hat das intern deutlich angesprochen.
In Nordhausen hofft man, dass Wacker auch die dritte Pokalhürde überspringt, denn dann käme mit immer größerer Wahrscheinlichkeit ein höherklassiger Gegner in der Runde der letzten Acht als Kontrahent in Frage. Wollen wir das Fell des Bären aber nicht verteilen, bevor er erlegt ist. Die Spieler sehen es hoffentlich auch so.
Klaus Verkouter
Autor: nnzWacker übersprang die ersten beiden Runden in Siemerode (5:1) und Bad Blankenburg (3:0) sicher. Das gelang aber auch dem Pokalgegner Hildburghausen. In der 1. Runde siegte Eintracht beim VfL Meiningen 04 mit 4:2 nach Elfmeterschießen. Die 2. Runde sah Hildburghausen mit 3:1 über den Kraftsdorfer SV 03 als Sieger.
Gegner im Pokal (Foto: Autor)
Mit dem kommenden Pokalgegner hat Wacker nur wenig Erfahrungen sammeln können, die waren aber nicht unbedingt angenehmer Art. In der Saison 2002/03 standen sich beide Vertretungen in der Landesklasse West schon zweimal gegenüber. In Hildburghausen gab es eine deftige 4:1-Klatsche für die Nordhäuser. Nur Kapitän Sven Pistorius hat vom aktuellen Kader diese Pleite miterlebt, wie die damalige Aufstellung zeigt: Lenczewski - Schmidt, Ludwig, Mook, Puc, Wenzel, M. Verkouter (60. Blaha), Dadunashvili (72. GRK), H.-P. Nebelung (46. Heise), Kulbacki, Pistorius.Trotz früher Wacker-Führung in der 1. Minute ließen sich die Eintrachtler nicht irritieren und setzten das Spiel aggressiv mit hoher Laufbereitschaft und viel Biss fort. Sie steigerten sich in einen wahren Spielrausch und gewannen völlig verdient in dieser Höhe. Im Rückspiel siegte Wacker knapp mit 1:0 auf fast unbespielbarem Geläuf im Schneematsch. Erst in der vorletzten Minute erlöste der gerade eingewechselte Kühne die 230 frierenden Zuschauer.
Es ist demnach kein Zweckpessimismus, wenn wir vor diesem engagierten Gegner warnen. Obwohl der FSV 06 Eintracht nicht gerade erfolgreich in die neue Punktspielsaison gestartet war, scheint er sich inzwischen aber an die Luft in der Landesklasse gewöhnt zu haben. Zuletzt stoppte die Südthüringer nach ihrem ersten Heimsieg die Siegesserie des bisher ungeschlagenen Spitzenreiters SG Bischleben/Möbisburg. 200 Zuschauer waren Zeuge, und einige mehr werden es wohl am Sonnabend sein.
Außerdem sieht Eintracht im Pokal die Chance, auf sich aufmerksam zu machen und Mut für die weiteren Pflichtspiele zu sammeln. Aber auch die Neunziger sollten sich auf ihre Stärken besinnen. Was zwanzig Minuten nach der Pause gegen Heiligenstadt geboten wurde, war schon stark. Über die anderen siebzig Minuten sollten wir nach einem klaren Sieg an dieser Stelle schweigen. Trainer Venth hat das intern deutlich angesprochen.
In Nordhausen hofft man, dass Wacker auch die dritte Pokalhürde überspringt, denn dann käme mit immer größerer Wahrscheinlichkeit ein höherklassiger Gegner in der Runde der letzten Acht als Kontrahent in Frage. Wollen wir das Fell des Bären aber nicht verteilen, bevor er erlegt ist. Die Spieler sehen es hoffentlich auch so.
Klaus Verkouter
