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nnz-Rückspiegel: 5. Juli 2001

Freitag, 05. Juli 2002, 07:16 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Kündigung, WBG-Geburtstag und Verkauf


Kollegialer Frust über Kündigung
Nordhausen (nnz). Es wird wieder einmal spannend im Theater. Nachdem sich die Chefetage des Hauses von dem bei Publikum und Belegschaft durchaus beliebten Generalmusikdirektor erfolgreich getrennt hat, geht jetzt anderen Angestellten „an den Kragen“. Generalmusikdirektor Peter Stangel hatte bekanntlich seinen Vertrag nicht verlängert. Nun wird wohl auch Matthias Mitteldorf seine letzte Spielzeit in Angriff nehmen. Daß der Vertrag einen Schauspielers nicht verlängert, ist ein normaler Vorgang. Der Grund für eine solche Nichtverlängerung ist - so lange keine goldenen Löffel geklaut werden - ein künstlerischer. Aus künstlerischen Gründen also wird von der Intendantin des Hauses der Vertrag eines Schauspielers nicht verlängert, was wir der Einfachheit halber und zum Verständnis von „Nichtkünstlern“ gekündigt nennen wollen...ausführlich im nnz-Archiv


Geburtstagsfeier in Nordhäuser Loge
Heute feierte die Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen (WBG) den 100. Geburtstag des genossenschaftlichen Bauens in der Rolandstadt. Exakt vor 100 Jahren wurde die erste Nordhäuser Wohnungsbaugenossenschaft ­ der „Nordhäuser Spar- und Bauverein“ ­ beim Königlichen Amtsgericht zu Nordhausen eingetragen. Aufsichtsrat und Vorstand der Genossenschaft luden an diesem Tag zu einer Festveranstaltung in die Nordhäuser Loge ein.
100 Jahre WBG „Bridge Over Trouble Water“, dieser Song von Simon & Garfunkel, vorgetragen von der Sängerin Kerstin Buchfelder, sollte symbolisch für den Grundgedanken der Genossenschaft stehen. Auch in bewegten Zeiten eine Brücke für das Gemeinwohl darstellen, so präsentierte und präsentiert sich die WBG auch nach 100 Jahren. Gemeinsam mit mehr als 100 genossenschaftlichen Vertretern sowie Gästen aus Politik und dem öffentlichen Leben gestaltete die größte Wohnungsbaugenossenschaft Nordthüringens diesen Feiertag würdig aus. Die Festrede hielt der Vorstandsvorsitzende der WBG, Hans-Werner Grimm. Dabei ging er auf die Geschichte der zurückliegenden 100 Jahre ebenso ein, wie er die derzeitige Situation erläuterte und einen Ausblick gab. An der Festveranstaltung nahmen auch führende Vertreter des Verbandes der Thüringer Wohnungswirtschaft teil und übermittelten entsprechende Grußworte...ausführlich im nnz-Archiv


Zeugnisausgabe am Studienkolleg
Nicht nur in den Thüringer Schulen auch am Studienkolleg Nordhausen waren heute glückliche und erleichterte Gesichter zu sehen: Die Zeugnisausgabe an 45 Studenten aus 18 Ländern stand auf dem Terminkalender des Studienkollegs. Nach zwei Semestern intensiven Studiums am Studienkolleg Nordhausen konnten die 45 Studenten glücklich ihr Zeugnis aus den Händen des Studienkollegleiters entgegennehmen. Sie haben mit diesem Zeugnis die Berechtigung erworben, in ihrem jeweiligen Fächerspektrum ein Studium an einer deutschen Hochschule aufzunehmen. Erfreulicherweise entscheiden sich viele der Absolventen für ein Studium in Thüringen. Zu diesem Trend beigetragen hat sicherlich die Möglichkeit, direkt im Anschluss ein Studium an der FH Nordhausen aufzunehmen. Kosten- und nervenaufreibende Umzüge werden so vermieden. Aufgrund ihrer guten Ausbildung im Studienkolleg, ihrem unterschiedlichen kulturellen Hintergrund bereichern sie den Campus der FH Nordhausen und sind ein wichtiger Schritt zu einem internationalem Campus in Nordhausen...ausführlich im nnz-Archiv


Hat Sülzhayn oder hat es nicht?
In dieser Woche kam der Landesfachausschuß für Kur- und Bäderwesen zu einer weiteren Beratung zusammen. Auf der Tagesordnung stand unter anderem eine Empfehlung. Der Vorgang der Prädikatisierung zum Kurort ist eine äußerst geheimnisvolle Sache. Alle Mitglieder des Ausschusses wurden zum strengsten Stillschweigen verpflichtet. Und doch sickern immer wieder Kleinigkeiten durch. So zum Beispiel aus der Ellricher Stadtverwaltung. Dort gibt man sich siegessicher, will auch aus Kreisen der Kurexperten des Freistaates erste Signale in Richtung Prädikat vernommen haben. Ein wenig anders klingen die Informationen aus dem Wirtschaftsministerium in Erfurt. Wie nnz erfuhr, würde es eine Entscheidung zum künftigen Status von Sülzhayn erst nach der Sommerpause geben. Das Ministerium habe noch in einem Punkt Nachfragebedarf in Sülzhayn. Dies sei jedoch nicht allzu schwerwiegend. Doch bevor hier nicht restlos aufgeklärt sei, könne auch keine Entscheidung getroffen werden, hieß es aus Erfurt...ausführlich im nnz-Archiv


Deusa-Verkauf in „Sack und Tüten“
Der Insolvenzverwalter der Bleicheröder Deusa hat sein Werk getan. Morgen punkt 12 Uhr wird Carsten Bloß die Geschäfte an die Deusa International GmbH übergeben. Heute hatte das Bergamt Bad Salzungen die Übertragung des Hauptbetriebsplanes auf die Deusa International GmbH genehmigt. Das ist die wichtigste Meldung für die Mitarbeiter in Bleicherode. Weiterhin hat das Oberbergamt in Gera der Übertragung des Bergwerkseigentums auf die neue Gesellschaft zugestimmt. Dies bedeutet, dass der Ende April 2001 abgeschlossene Kaufvertrag zwischen dem Insolvenzverwalter und der Deusa International GmbH nunmehr vollzogen werden kann. Im Klartext: Die Arbeitsplätze der mehr als 100 Mitarbeiter bleiben erhalten, das Solbergwerk kann weiter betrieben werden. „Der Verkauf des Solbergwerkes verzögerte sich in den vergangenen Wochen vor allem deshalb, weil notwendige Unterlagen durch die Käuferin nicht vorgelegt werden konnten. Die eingetretene Verzögerung führte dazu, dass Kurzarbeit angeordnet werden musste. Es war nicht mehr möglich, die laufenden Kosten der Betreibung des Bergwerkes durch die Insolvenzmasse zu bezahlen“, so Carsten Bloß gegenüber nnz. Mit dem Verkauf des Bergwerkseigentumes und der Übertragung des Hauptbetriebsplanes auf die Deusa International GmbH sei nunmehr gewährleistet, dass die Aufbereitungsanlage und das Solbergwerk kurzfristig wieder angefahren werden können, um in Zukunft aus den vorhandenen Lagerstätten die dortigen Rohstoffe zu gewinnen...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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