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Alternatives Heizen vorgestellt

Dienstag, 30. September 2008, 13:10 Uhr
Die Verbraucherzentrale berät demnächst auch in Nordhausen zu erneuerbaren Energien und alternativen Heizmethoden. Der eine oder andere Leser wird es vielleicht schon am häufigeren Kreischen der nachbarlichen Kreissäge gehört haben: Holz ist als Heizmittel wieder schwer im Kommen.

Holz ist die älteste Energiequelle des Menschen und als nachwachsender Rohstoff auch eine der umweltfreundlichsten. Als Brennstoff genutzt werden vor allem Holz und Holzreste aus Walddurchforstungen oder Sägewerken.

Gebräuchlich sind die Formen Scheitholz, Hackschnitzel oder Hobelspäne, die zu stäbchenförmigen Pellets gepresst werden. Moderne Holzöfen und –heizungen haben dabei nur noch wenig mit Urgroßmutters Bollerofen gemein: dank einer hoch entwickelten Technik wird die Energieausbeute um ein Vielfaches gesteigert. Der genaue Heizwert hängt dabei von der Holzart und dem Wassergehalt ab.

Und auch die Gesamtenergiebilanz des Brennstoffes Holz kann sich sehen lassen: während bei Heizöl 10 bis 12 Prozent der im Brennstoff enthaltenen Energie für deren Gewinnung aufgewendet werden muss, liegt dieser Wert bei Holzpellets gerade einmal bei 5 Prozent, bei Holzhackschnitzeln gar nur bei 2 Prozent. Und da Holz meist in regionaler Nähe des Verbrauchers erzeugt wird, freut sich die Umwelt auch über die kurzen Transportwege.

Ob sich eine Holzheizung auch für den eigenen Haushalt lohnt, muss jedoch genau kalkuliert werden. Den vergleichsweise niedrigen Brennstoffkosten steht eine Kesseltechnik gegenüber, die deutlich teurer als bei Öl- oder Gasheizungen ist. Hinzu kommt ein höherer Wartungsaufwand, vor allem bei schlechter Qualität des Brennholzes.

Interessierte Verbraucher können sich am 1. Oktober ab 15 Uhr am Stand der Verbraucherzentrale auf dem Energieforum Nordhausen (Audimax der Fachhochschule) zu den Themen Biomasseheizung, erneuerbare Energien sowie zu allen anderen Fragen rund um den privaten Energieverbrauch informieren.

Der Fachingenieur Lars Lange beantwortet Fragen gerne in einem persönlichen Gespräch.
Ansonsten ist die Energieberatung der Verbraucherzentrale in Nordhausen auch jeden 1. und 3. Montag im Monat von 13:00 bis 18:00 Uhr am August-Bebel-Platz 6 zu erreichen. Termine lassen sich telefonisch unter 0361-555140 vereinbaren, alle weiteren Beratungsstellen finden Sie im Internet unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.
Autor: nnz

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