Gemeinsames Portal gefordert
Sonntag, 28. September 2008, 14:41 Uhr
Es ist in Parteien nun mal so: Ganz oben wird etwas vorgegeben, unten wird es mit- und nachgemacht. Bei der bundesdeutschen Sozialdemokratie ist es die Bildung. Von Berlin bis Nordhausen...
In den vergangenen Wochen hatte Winfried Theuerkauf (SPD) als Kreistagsmitglied mehrfach die Landkreisverwaltung für die desolate Internetseite des Landkreises Nordhausen kritisiert. Auf der Webseite des Landkreises seien nahezu keine Verwaltungsinformationen zu finden und wer sich dann beispielsweise bis zum Schulbereich durchgeklickt habe, finde entweder keinen Eintrag oder die Zuständigkeiten sind fehlerhaft zugeordnet.
"Eigentlich dürfte man annehmen, dass gerade der Landkreis bei den zurückgehenden Berufsschülerzahlen für seine Berufsschulangebote im Internet überregional wirbt, doch bei unserem Landkreis findet man die Berufsschulen erst gar nicht auf der Webseite", kritisiert Sabine Meyer, die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion.
Im Gegensatz zum Landkreis habe die Stadt Nordhausen schon immer alle Schulen und sogar die Kindereinrichtungen auf die Internetseite des Rathauses gestellt. Doch die Nordhäuser SPD-Stadtratsfraktion möchte die Vermarktung der Bildungsangebote noch weiter verbessern. Schon in der Juli-Stadtratssitzung haben wir einen Antrag eingebracht, mit welchem die Realisierung eines gemeinsamen Bildungsportals von Stadt und Landkreis im Internet erreicht werden soll, erklärte Sabine Meyer.
Der Antrag wird zurzeit in den städtischen Ausschüssen beraten und soll in der Novembersitzung des Stadtrates zur Abstimmung kommen. Eine gemeinsame Darstellung der Bildungseinrichtungen von den Grundschulen bis hin zur Fachhochschule für unsere gesamte Region und entsprechende Verlinkungen zu den einzelnen eigenen Internetpräsentationen der Schulen ist unser Ziel, machte Sabine Meyer klar.
Aus Sicht der Sozialdemokraten besitzen schon jetzt viele Schulen im Landkreis eigene, wirklich gut gemachte Internetauftritte. Wir müssen also nicht alles neu erfinden aber wir müssen es gemeinsam im Netz präsentieren, und da sollte es auch keine Unterschiede aufgrund der verschiedenen Schulträgerschaften geben, erklärte Sabine Meyer, welche selbst Gymnasiallehrerin ist. Laut der Sozialdemokratin steht in der Stadt Nordhausen in Zukunft vor allem die inhaltliche Arbeit im Bildungsbereich im Vordergrund: Wir haben in der Stadt viele Mittel in die Schulsanierung gesteckt – die Infrastruktur kann sich durchaus sehen lassen, jetzt arbeiten wir an einem Bildungskonzept für die Stadt. Auch dessen Inhalt könnte in ein gemeinsames Bildungsportal im Internet einfließen.
Für die Sozialdemokraten gehe es in diesem Bereich nicht nur um eine Verbesserung im Sinne eines Verwaltungsservices, sondern vielmehr auch um die Vermarktung dieser so genannten weichen Standortfaktoren, zu denen auch die Bildungs-, Freizeit- und Kulturangebote zählen. Und daher gehören natürlich auch die Angebote der privaten Grund- und Berufsschulen mit auf das gemeinsame Bildungsportal, denn auch sie haben auf die Ausstrahlung einer Stadt und einer Region einen großen Einfluss.
Da nach den statistischen Angaben rund 64 Prozent der Gesamtbevölkerung das Internet als wichtigste Informationsquelle nutzen und es bei den unter Fünfzigjährigen sogar über 90 Prozent sind, wirbt die SPD ausdrücklich für ein überparteiliches Interesse daran. Ganz von allein aber ist die Nordhäuser SPD nicht auf dieses Thema gekommen. In der Bundes- wie auch in der Landes-SPD wird Bildungspolitik in den kommenden Wahlkämpfen ganz obenan stehen. Und da muss die Basis mitmachen, ob sie will oder nicht.
Autor: nnzIn den vergangenen Wochen hatte Winfried Theuerkauf (SPD) als Kreistagsmitglied mehrfach die Landkreisverwaltung für die desolate Internetseite des Landkreises Nordhausen kritisiert. Auf der Webseite des Landkreises seien nahezu keine Verwaltungsinformationen zu finden und wer sich dann beispielsweise bis zum Schulbereich durchgeklickt habe, finde entweder keinen Eintrag oder die Zuständigkeiten sind fehlerhaft zugeordnet.
"Eigentlich dürfte man annehmen, dass gerade der Landkreis bei den zurückgehenden Berufsschülerzahlen für seine Berufsschulangebote im Internet überregional wirbt, doch bei unserem Landkreis findet man die Berufsschulen erst gar nicht auf der Webseite", kritisiert Sabine Meyer, die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion.
Im Gegensatz zum Landkreis habe die Stadt Nordhausen schon immer alle Schulen und sogar die Kindereinrichtungen auf die Internetseite des Rathauses gestellt. Doch die Nordhäuser SPD-Stadtratsfraktion möchte die Vermarktung der Bildungsangebote noch weiter verbessern. Schon in der Juli-Stadtratssitzung haben wir einen Antrag eingebracht, mit welchem die Realisierung eines gemeinsamen Bildungsportals von Stadt und Landkreis im Internet erreicht werden soll, erklärte Sabine Meyer.
Der Antrag wird zurzeit in den städtischen Ausschüssen beraten und soll in der Novembersitzung des Stadtrates zur Abstimmung kommen. Eine gemeinsame Darstellung der Bildungseinrichtungen von den Grundschulen bis hin zur Fachhochschule für unsere gesamte Region und entsprechende Verlinkungen zu den einzelnen eigenen Internetpräsentationen der Schulen ist unser Ziel, machte Sabine Meyer klar.
Aus Sicht der Sozialdemokraten besitzen schon jetzt viele Schulen im Landkreis eigene, wirklich gut gemachte Internetauftritte. Wir müssen also nicht alles neu erfinden aber wir müssen es gemeinsam im Netz präsentieren, und da sollte es auch keine Unterschiede aufgrund der verschiedenen Schulträgerschaften geben, erklärte Sabine Meyer, welche selbst Gymnasiallehrerin ist. Laut der Sozialdemokratin steht in der Stadt Nordhausen in Zukunft vor allem die inhaltliche Arbeit im Bildungsbereich im Vordergrund: Wir haben in der Stadt viele Mittel in die Schulsanierung gesteckt – die Infrastruktur kann sich durchaus sehen lassen, jetzt arbeiten wir an einem Bildungskonzept für die Stadt. Auch dessen Inhalt könnte in ein gemeinsames Bildungsportal im Internet einfließen.
Für die Sozialdemokraten gehe es in diesem Bereich nicht nur um eine Verbesserung im Sinne eines Verwaltungsservices, sondern vielmehr auch um die Vermarktung dieser so genannten weichen Standortfaktoren, zu denen auch die Bildungs-, Freizeit- und Kulturangebote zählen. Und daher gehören natürlich auch die Angebote der privaten Grund- und Berufsschulen mit auf das gemeinsame Bildungsportal, denn auch sie haben auf die Ausstrahlung einer Stadt und einer Region einen großen Einfluss.
Da nach den statistischen Angaben rund 64 Prozent der Gesamtbevölkerung das Internet als wichtigste Informationsquelle nutzen und es bei den unter Fünfzigjährigen sogar über 90 Prozent sind, wirbt die SPD ausdrücklich für ein überparteiliches Interesse daran. Ganz von allein aber ist die Nordhäuser SPD nicht auf dieses Thema gekommen. In der Bundes- wie auch in der Landes-SPD wird Bildungspolitik in den kommenden Wahlkämpfen ganz obenan stehen. Und da muss die Basis mitmachen, ob sie will oder nicht.
