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Dem Schulalter entwachsen

Donnerstag, 25. September 2008, 15:12 Uhr
Mit diesem Spruch wurde heute der Geschäftsführer der Glückauf Vermessung GmbH Sondershausen, Dipl.-Ing. Bernd Scholte, begrüßt, als einer der vielen Gäste zum 15-jährigen Firmenjubiläum gratulieren kam...

Unter der Leitung des heutigen Geschäftsführers Dipl.-Ing Bernd Scholte hat sich das Unternehmen profiliert. 32 Mitarbeiter davon 6 Auszubildende agieren deutschlandweit auf dem Gebiet des Markscheidewesens (vermessungstechnische und geomechanische Betreuung von Bergwerken) und der Ingenieurgeodäsie (für sämtliche, kommunale, gewerbliche und private Bereiche). Neben der Zertifizierung nach DIN EN ISO 90001 ist die Zulassung zur Betreuung von Bergwerken für alle Bundesländer vorhanden. Im Jahr 2007 ist ein Umsatz von fast 2 Mio. € erwirtschaftet worden. Die klassische markscheiderische Betreuung incl. der Führung der Risswerke erfolgt u.a. für die privatisierten Bergwerke in Sondershausen, Bleicherode, Teutschenthal und der DEUSA sowie der GVV-Bergwerke Bischofferode, Volkenroda, Rossleben, Elbingerode, Staßfurt und Trusetal.

15 Jahre Glückauf Vermessungs GmbH (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 15 Jahre Glückauf Vermessungs GmbH (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Geschäftsführers Dipl.-Ing Bernd Scholte (links) erhält die Glückwünsche vom dem Leiter des Umweltamtes Kyffhäuserkreis, Dr. Michael Fruth.

Aber nicht nur im Bergbau ist das Unternehmen aktiv. Auch an der Vermessung der Ortsumfahrung B4 Sondershausen war man aktiv mit dabei.

15 Jahre Glückauf Vermessungs GmbH (Foto: Hans-Jürgen Schmidt) 15 Jahre Glückauf Vermessungs GmbH (Foto: Hans-Jürgen Schmidt) Bei 15 Jahren Firmengeschichte, ist es schön, auch mal in die Vergangenheit zu schauen. Als die Markscheiderabteilungen in den Kaliwerken im Südharz abgewickelt wurden, ergriffen Fred Heckel aus Sondershausen und Dr. Lehmann aus Bleicherode die Initiative und gründeten im Jahr 1993 die Glückauf-Vermessung GmbH Sondershausen. Ihr Eingangskapital war neben dem finanziellen Beitrag für die Gründung einer GmbH ein umfangreiches Wissen, bedingt durch jahrzehntelange Vermessungsarbeiten im unter- sowie übertägigen Bereich.

Fred Heckel war also einer der Gründungsväter der Glückauf Vermessung. Jahrzehnte war er im Kaliwerk "Glückauf" Sondershausen tätig. Oft musste er mit seinen Kollegen heruntergefallene Vermessungspunkte wieder neu einmessen, vor allen die Vermessungspunkte für die "Stunde" (waren notwendig, um die Abbaue sachgerecht auffahren zu können). Ein Höhepunkt in der Vermessungstätigkeit war das Einhängen eines Lotes in der Schachtröhre der Grube I, um die Koordinaten von für die Vermessung im unter Tage Betrieb von über Tage nach unter Tage zu transformieren. Alle Lüfter mussten ausgeschaltet sein, um jegliche Wetterbewegung in der Schachtröhre zu vermeiden. Das war notwendig, um die Vermessungsgenauigkeit zu garantieren.

Alle Gratulanten zu nennen fällt einfach schwer. Die Glückauf Vermessung GmbH arbeitet ja nicht nur mit Firmen zusammen, sondern auch mit vielen Ämtern und Behörden. So war es kein Wunder, dass es eine große Schar an Gratulanten, gab, angefangen von der Leiterin Wirtschaftsförderung Kyffhäuserkreis, Regina Kirchner, und dem Leiter des Umweltamtes, Dr. Michael Fruth (beide in Vertretung des Landrates Peter Hengstermann, sowie der 1. Beigeordneten der Stadt Sondershausen, Cornelia Kraffzick und des Leiters Wirtschaftsförderung, Uwe Dönhoff (beide in Vertretung von Bürgermeister Joachim Kreyer), bis hin zu den „nahen“ Verwandten, wie der GSES mit Geschäftsführer Ralph Haase, der GVV mit Geschäftsführer Wolfgang Kirchner und dem Erlebnisbergwerk Sondershausen, Geschäftsführer Dr. Helmut Springer.

Besonders wer mit dem Bergbau eng verbunden ist, wird in der Bildergalerie manches bekannte Gesicht wiederfinden. Aber nicht nur gefeiert wurde, denn Mitarbeiter des Unternehmens hatten „Hightec“, wie man so schön Neudeutsch sagt, vom Feinsten aufgebaut. Mit Laservermessung kann man sogar regelrecht in 3D vermessen, zum Teil (je nach Entfernung) bis zu wenigen Millimetern genau. Auch hier hat sich die Technik in den letzten 15 Jahren regelrecht verändert, um nicht zu sagen revolutioniert.
Autor: nnz/kn

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