Wer hat die besten Experten?
Dienstag, 02. Juli 2002, 12:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Planungsverband Industriegebiet Goldene Aue geht in die Offensive. Flyer wurden gedruckt, Alternativstandorte geprüft und analysiert. Das hat auch die Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue gemacht und kam zu einem unterschiedlichen Ergebnis.
Die Fachleute der BI haben sich die Standorte Werther, Uthleben und die Goldene Aue vorgenommen und - wie vermutlich der Planungsverband - den einzelnen Kriterien Noten vergeben. Ohne Umschweife kommt die BI zum Ergebnis, dass im Vergleich zwischen den drei Standorten die Goldene Aue am schlechtesten abschneidet, also am ungeeignetsten ist. Punktemäßig soll Werther (56) favorisiert werden, gefolgt von Uthleben (66) und der Goldenen Aue (89). Das vom Planungsverband beauftragte Ingenieurbüro kommt zu einer anderen Reihefolge: Goldene Aue (55), Werther (56) und Uthleben (60) Punkte.
Ausschlaggebend für den 2. Platz von Werther war nach Ansicht der Planer die Lage im Überschwemmungsgebiet sowie das ausgewiesene Vorranggebiet für Landwirtschaft im Regionalen Raumordnungsplan (RROV). Die Gefahr einer Überschwemmung sehen die Macher der Bürgerinitiative allerdings auch für die Goldene Aue. Sie meinen, dass 20 Prozent des ausgewiesenen Gebietes ebenfalls vom Hochwasser bedroht seien und wollen diese Einschätzung durch Aussagen von Zeitzeugen belegen. Ein gravierender Unterschied in den Analysen kommt ebenfalls im Abstand zur Wohnbebauung zum Ausdruck. Im Fall der Goldenen Aue vergab das Planungsbüro die Note 1 für die Goldene Aue, die BI ermittelte hier nur eine 3, die schlechteste Beurteilung.
Nun sollte man eigentlich den Fachleuten des Ingenieurbüros einige Sachkenntnis unterstellen. Sollten sie wirklich bei der Beurteilung der Goldenen Aue so viel schlechter liegen, wie es in der Punkteskala zwischen 55 (PV) und 89 (BI) den Anschein hat? Vielleicht hat ja auch die Bürgerinitiative die besseren Experten? In dem Anschreiben der BI, das der nnz vorliegt, klingt das an. Zitat: Die Prüfung der Alternativstandorte durch den Planungsverband ist unvollständig und teilweise sehr subjektiv! Für die BI ist das Schönfärberei! Allein diese Aussage impliziert der BI letztlich Vollständigkeit und Objektivität. Merkwürdig?
Autor: nnzDie Fachleute der BI haben sich die Standorte Werther, Uthleben und die Goldene Aue vorgenommen und - wie vermutlich der Planungsverband - den einzelnen Kriterien Noten vergeben. Ohne Umschweife kommt die BI zum Ergebnis, dass im Vergleich zwischen den drei Standorten die Goldene Aue am schlechtesten abschneidet, also am ungeeignetsten ist. Punktemäßig soll Werther (56) favorisiert werden, gefolgt von Uthleben (66) und der Goldenen Aue (89). Das vom Planungsverband beauftragte Ingenieurbüro kommt zu einer anderen Reihefolge: Goldene Aue (55), Werther (56) und Uthleben (60) Punkte.
Ausschlaggebend für den 2. Platz von Werther war nach Ansicht der Planer die Lage im Überschwemmungsgebiet sowie das ausgewiesene Vorranggebiet für Landwirtschaft im Regionalen Raumordnungsplan (RROV). Die Gefahr einer Überschwemmung sehen die Macher der Bürgerinitiative allerdings auch für die Goldene Aue. Sie meinen, dass 20 Prozent des ausgewiesenen Gebietes ebenfalls vom Hochwasser bedroht seien und wollen diese Einschätzung durch Aussagen von Zeitzeugen belegen. Ein gravierender Unterschied in den Analysen kommt ebenfalls im Abstand zur Wohnbebauung zum Ausdruck. Im Fall der Goldenen Aue vergab das Planungsbüro die Note 1 für die Goldene Aue, die BI ermittelte hier nur eine 3, die schlechteste Beurteilung.
Nun sollte man eigentlich den Fachleuten des Ingenieurbüros einige Sachkenntnis unterstellen. Sollten sie wirklich bei der Beurteilung der Goldenen Aue so viel schlechter liegen, wie es in der Punkteskala zwischen 55 (PV) und 89 (BI) den Anschein hat? Vielleicht hat ja auch die Bürgerinitiative die besseren Experten? In dem Anschreiben der BI, das der nnz vorliegt, klingt das an. Zitat: Die Prüfung der Alternativstandorte durch den Planungsverband ist unvollständig und teilweise sehr subjektiv! Für die BI ist das Schönfärberei! Allein diese Aussage impliziert der BI letztlich Vollständigkeit und Objektivität. Merkwürdig?
