Ein wahrer Gesundbrunnen
Montag, 01. Juli 2002, 11:35 Uhr
Ilfeld (nnz). Friedlich und spritzig plätschert das Wasser in einer kleinen Fontäne aus einem aufrechten Granitstein ein echter Hingucker für Spaziergänger und für Anwohner. nnz weiß, was es damit auf sich hat.
Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger waren am Samstag Morgen zu 10.00 Uhr zur Müllerwiese in Ilfeld gekommen. Unter Ihnen waren neben den Gemeinde-Obersten unter anderem auch der erste Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD), und die Bundestags-Abgeordnete Dagmar Becker (SPD). Zur Begrüßung und zum Anstoßen wurde je nach Geschmack Selter, Apfelschorle oder Sekt eingeschänkt.
Anlass des munteren Aufgebots war die Einweihung des Heilwasser-Brunnens, der in den vergangenen Monaten an der Müllerwiese entstanden war. Das Prädikat als Heilwasser ist jedoch noch nicht ganz sicher. Derzeit prüfen die Experten, ob das kühle Nass dieser Bezeichnung würdig ist.
Nach einer kurzen Eröffnungsrede durch die Ilfelder Bürgermeisterin Gisela Gärtner (SPD), in der sie auch einige Dankesworte an alle Helfer richtete, erhob sie mit allen Anwesenden feierlich das Glas. Der örtliche Schützenverein leistete seinen Beitrag mit mehreren begrüßenden Böllerschüssen. Natürlich ließ man es sich nicht nehmen, einen kräftigen, frisch gezapften Schluck des gesunden Nasses zu nehmen.
Gesund ist es allemal, denn laut eines balneologischen Gutachtens hat das Wasser heilende beziehungsweise präventive Wirkungen bei Erkrankungen der Atemwege, der Haut und des Bewegungsapparates. Mit einem Natriumchloridanteil von 13,8 Gramm pro Liter (das entspricht 91 Prozent) sei es besonders gut zum Inhalieren geeignet. Weitere wichtige mineralische Bestandteile sind Magnesium, Kalium, Kalzium, Hydrogen-Carbonat, Mangan, Eisen, Sulfat und in sehr geringen Mengen Natrium. Seine ursprüngliche Reinheit erlangt das Wasser durch die mächtigen Gesteinsschichten, insbesondere des Rotliegenden, durch die es sickert.
Ein kleiner Exkurs in die Brunnen-Geschichte: Kurz nach der Wende war es, als das gesunde Heilwasser bei Bohrungen an der Ilfelder Müllerwiese in 200 Meter Tiefe gefunden wurde. Es dauerte nicht lange, und man hatte die Idee, sich dieses Wasser für die Gemeinde und eventuell auch für andere Abnehmer zunutze zu machen. Ein Brunnen sollte her. Die Planung und Konzeption zu diesem Vorhaben legte man vertrauensvoll in die Hände der Hydroisotop-Piewak GmbH Chemnitz. Eine Mitarbeiterin, die geologisch sehr gut bewandert ist, lobte die Bürgermeisterin in ihrer Eröffnungsrede ganz besonders. Der Weg von Chemnitz nach Ilfeld war für sie nie zu weit, ließ Gisela Gärtner anerkennend verlauten. Sie hat uns wirklich sehr geholfen.
Für die Gemeinde ist die Quelle ein wichtiger Schritt in Richtung Luftkurort, blickt Gärtner in die Zukunft. Nun hoffen wir, einen Abnehmer zu finden, der das Wasser für sich dauerhaft und in größeren Mengen nutzen kann und möchte.
Autor: mj
Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger waren am Samstag Morgen zu 10.00 Uhr zur Müllerwiese in Ilfeld gekommen. Unter Ihnen waren neben den Gemeinde-Obersten unter anderem auch der erste Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD), und die Bundestags-Abgeordnete Dagmar Becker (SPD). Zur Begrüßung und zum Anstoßen wurde je nach Geschmack Selter, Apfelschorle oder Sekt eingeschänkt. Anlass des munteren Aufgebots war die Einweihung des Heilwasser-Brunnens, der in den vergangenen Monaten an der Müllerwiese entstanden war. Das Prädikat als Heilwasser ist jedoch noch nicht ganz sicher. Derzeit prüfen die Experten, ob das kühle Nass dieser Bezeichnung würdig ist.
Nach einer kurzen Eröffnungsrede durch die Ilfelder Bürgermeisterin Gisela Gärtner (SPD), in der sie auch einige Dankesworte an alle Helfer richtete, erhob sie mit allen Anwesenden feierlich das Glas. Der örtliche Schützenverein leistete seinen Beitrag mit mehreren begrüßenden Böllerschüssen. Natürlich ließ man es sich nicht nehmen, einen kräftigen, frisch gezapften Schluck des gesunden Nasses zu nehmen.
Gesund ist es allemal, denn laut eines balneologischen Gutachtens hat das Wasser heilende beziehungsweise präventive Wirkungen bei Erkrankungen der Atemwege, der Haut und des Bewegungsapparates. Mit einem Natriumchloridanteil von 13,8 Gramm pro Liter (das entspricht 91 Prozent) sei es besonders gut zum Inhalieren geeignet. Weitere wichtige mineralische Bestandteile sind Magnesium, Kalium, Kalzium, Hydrogen-Carbonat, Mangan, Eisen, Sulfat und in sehr geringen Mengen Natrium. Seine ursprüngliche Reinheit erlangt das Wasser durch die mächtigen Gesteinsschichten, insbesondere des Rotliegenden, durch die es sickert.
Ein kleiner Exkurs in die Brunnen-Geschichte: Kurz nach der Wende war es, als das gesunde Heilwasser bei Bohrungen an der Ilfelder Müllerwiese in 200 Meter Tiefe gefunden wurde. Es dauerte nicht lange, und man hatte die Idee, sich dieses Wasser für die Gemeinde und eventuell auch für andere Abnehmer zunutze zu machen. Ein Brunnen sollte her. Die Planung und Konzeption zu diesem Vorhaben legte man vertrauensvoll in die Hände der Hydroisotop-Piewak GmbH Chemnitz. Eine Mitarbeiterin, die geologisch sehr gut bewandert ist, lobte die Bürgermeisterin in ihrer Eröffnungsrede ganz besonders. Der Weg von Chemnitz nach Ilfeld war für sie nie zu weit, ließ Gisela Gärtner anerkennend verlauten. Sie hat uns wirklich sehr geholfen.
Für die Gemeinde ist die Quelle ein wichtiger Schritt in Richtung Luftkurort, blickt Gärtner in die Zukunft. Nun hoffen wir, einen Abnehmer zu finden, der das Wasser für sich dauerhaft und in größeren Mengen nutzen kann und möchte.
