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Minister war „abgetaucht“

Donnerstag, 18. September 2008, 13:58 Uhr
Inspiriert durch einen Urlaubsaufenthalt im Fränkischen Seenland zog es einen Landesminister gestern an die Nordhäuser Kiesseen. Was der Mann dort wollte und ob er tatsächlich abtauchte, das hat die nnz erfahren.

Besucht (Foto: CDU) Besucht (Foto: CDU)

Minister Dr. Klaus Zeh (CDU) besuchte Dr. Wolfgang Tröger, dem Inhaber des Tauchsportzentrums Nordhausen, Uthleber Weg und Dr. Niels Neu in dessen Funktion als Mitglied des Fördervereins Seenplatte Goldene Aue und Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung über die weitere Entwicklung der Seenlandschaft und des Tauchsportzentrums zu sprechen.

Vor drei Jahren begann Dr. Tröger am Nordufer des Sundhäuser Sees am Stadtrand von Nordhausen einen ehemaligen Kiestagebau in eine Tauchbasis zu verwandeln. Heute findet man dort eine große Liegewiese mit einem Campingplatz für Zelte und Caravans, Parkplätze und gegenüber das so genannte Basisgebäude mit Imbiss-Ecke und Tauchshop. Nebenan stehen den Tauchsportlern beheizte Sanitärräume mit Toiletten und Warmwasserduschen zur Verfügung. Und Dr. Tröger hat noch einiges vor. In den nächsten Wochen wird er auf dem Tauchsportgelände eine Pension errichten. Möglich wurde dies auch durch eine Förderung des Landes Thüringen über 25.000 Euro.

Neben Familien sollen dort auch Schüler Übernachtungsmöglichkeiten finden, denen Dr. Tröger die Teilnahme an Projektwochen anbieten möchte. Hierzu wird in der Basisstation ein Labor eingerichtet, in dem die Schüler altersgerecht wissenschaftlich die Flora und Fauna der Kiesseen erforschen und beobachten können. Durch den Bau eines vier mal zehn Meter großen Tauchbeckens in einem Nebengebäude wird Dr. Tröger auch die bisherige Taucherausbildung vervollkommnen.

Als künftige Attraktion, verriet Dr. Tröger, werde neben den bereits versenkten drei Schiffsfracks in geringer Tiefe eine Unterwasser-Ruinenstadt errichtet, um insbesondere für Kinder und Tauchanfänger ein Schnorchelparadies zu schaffen. Am Ende des Gesprächs zeigte sich Dr. Zeh begeistert: „Ich finde es toll, dass jemand aus seinem Hobby eine Attraktion für andere macht.“.

Auch Dr. Neu würdigte das private Engagement von Dr. Tröger. Beide wünschen, dass weitere Unternehmer seinem Beispiel folgen und die Entwicklung der Seenlandschaft weiter voranbringen.
Autor: nnz

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