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Auch das wurde beschlossen

Donnerstag, 18. September 2008, 10:31 Uhr
Wer da denkt, die Nordhäuser Stadträte feierten gestern nur SEB-Geburtstag und labten sich an kalten und warmen Speisen, der irrt. Es wurde so einiges auf den Weg gebracht. Per Beschluß...


Brückenneubau

Die Zorgebrücke in der Marktstraße in Bielen – als wichtige Straßenverbindung zu Sundhausen - muss wegen Baufälligkeit neu gebaut werden. Der Planungsauftrag für den Ersatzneubau wurde jetzt an die Ingenieurgemeinschaft Setzpfandt GmbH & Co. KG aus Nordhausen vergeben. Das beschlossen die Stadträte auf ihrer gestrigen Sitzung. Für die Planungsleistungen wurde durch das Bauamt ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Die Ingenieurgemeinschaft Setzpfandt GmbH & Co. KG habe dabei das interessanteste Angebot abgegeben. Auch habe das Büro große Erfahrungen im Brückenbau und besitze genügend Referenzobjekte, heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage. Für die Planungsleistungen werden im Jahr 2008 20.000 Euro und 2009 dann 81.000 Euro veranschlagt.

Ausbau Alte Bauernstraße

Die Stadt Nordhausen wird 2008-2009 gemeinsam mit dem Stadtentwässerungsbetrieb der Stadt (SEB) die Alte Bauernstraße in Leimbach auf Grund ihres desolaten baulichen Zustandes grundhaft ausbauen. Den Auftrag für den 1. Bauabschnitt erteilten jetzt die Stadträte an die Firma GUT Gustav Utsch Tiefbau Betrieb GmbH & Co. KG aus Artern. Vorgesehen ist seitens des SEB der Neubau des Schmutz- und Regenwasserkanals. Durch die Stadt erfolgt der Neubau der Fahrbahn mit Nebenanlagen und Bushaltestellen. Im Zuge der Bauarbeiten werden auch die Versorgungskabel für Strom, Telekommunikation, Straßenbeleuchtung sowie teilweise die Trinkwasserleitung unter Beteiligung der Versorgungsträger mit verlegt. Die Kosten des Ausbaus betragen ca. 250.000 Euro. Diese werden aus rund 70.000 Euro Eigenmitteln und 180.000 Euro Fördemitteln finanziert.

Über Ländergrenzen

Eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen Nordhausen und Sangerhausen soll jetzt unterzeichnet werden. Das beschlossen die Stadträte in ihrer gestrigen Sitzung. Die Städte Nordhausen und Sangerhausen würden sich als „Motoren“ für die weitere Entwicklung der länderübergreifenden Region Südharz in Thüringen und Sachsen-Anhalt verstehen, sagte Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD). Deshalb sei man auch von der vorherigen Variante abgewichen, ebenfalls mit Eisleben zu kooperieren, die noch weitere Städte mit ins Boot holen wollte. Die Stadt Nordhausen sehe jedoch die maßgebliche Zusammenarbeit zwischen den zwei Städten, so der Bürgermeister. Die Kooperation sehe vor, die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Südharz-Region zu fördern, um die Attraktivität dieses Wirtschaftsstandortes zu erhöhen. Damit verbunden sei eine enge Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Stabilisierung der weichen Standortfaktoren. Dazu sei es erforderlich, dass die jeweiligen Ämter und Abteilungen ihre Leistungsmöglichkeiten koordinieren und ihre jeweiligen Stärken auch den anderen Kooperationspartnern zur Verfügung stellen, so die Begründung der Beschlussvorlage. Gerichtet sei dieses Handeln darauf, das Engagement der Bürger und der Wirtschaft zukunftsorientiert zu entwickeln. Vorrangig solle die Zusammenarbeit dazu dienen, langfristig eine einheitlich wirtschaftsstarke Region mit den Zentren Nordhausen und Sangerhausen zu schaffen. Die Städte wollen mit ihren Verwaltungen Partner für Wirtschaft und Tourismus sein und eine enge Zusammenarbeit mit weiteren Kommunen, den Unternehmen und den touristischen und wissenschaftlichen Einrichtungen anbieten.

Liberaler Vorschlag

Ein Konzept für eine zeitnahe Sanierung der Turnhalle der Käthe-Kollwitz-Schule forderte jetzt die FDP-Gruppe des Stadtrates in einem Antrag von der Stadtverwaltung Nordhausen. Im Rahmen der Baumaßnahme an der Käthe-Kollwitz-Schule sei angedacht gewesen, die Turnhalle ebenfalls zu sanieren, begründete Martin Höfer den Antrag. Auf Grund des engen finanziellen Rahmens sei dies aber nicht möglich gewesen. Die Notwendigkeit der Sanierung sei aber zwischenzeitlich nicht geringer geworden, so die FDP-Gruppe. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) verwies den Antrag zur weiteren Bearbeitung an das Amt für Kultur, Soziales und Bildung sowie an das Amt für Finanz- und Vermögensverwaltung.

“Aufseher“ bestellt

Der Stadtrat der Stadt Nordhausen hat auf seiner gestrigen Sitzung Dr. Ferdinand Spangenberg (CDU), Sven Lutze (CDU), Andreas Wieninger (SPD), Detlef Kiel (DIE LINKE) und Sarina Panke (DIE LINKE) als Aufsichtsratsmitglieder in die Südharzwerke Nordhausen GmbH bestellt. Der Aufsichtsrat der Südharzwerke Nordhausen GmbH besteht gemäß Gesellschaftsvertrag aus 12 Mitgliedern einschließlich des Vorsitzenden. Die Oberbürgermeisterin der Stadt Nordhausen und der Landrat des Landkreises Nordhausen sind Mitglieder kraft Amtes.
Autor: nnz

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