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Drum prüfe, was saniert wird....

Dienstag, 16. September 2008, 15:42 Uhr
Das Kriegerdenkmal im Nordhäuser Gehege soll saniert werden. Doch zuvor beschäftigt die Experten eine Frage: Wie stark ist das Nordhäuser Kriegerdenkmal geschädigt?

Untersuchen (Foto: psv) Untersuchen (Foto: psv)

Mit der Beantwortung waren heute im Gehege Maria Schorcht (links, bei der Entnahme von Salz-Proben) von einem Erfurter Büro für Steinsanierung und Denkmalpflege und ihre Kollegin Mary Randhage (rechts) unterwegs. „Zur Vorbereitung der Sanierung des Denkmals hat uns die Stadt mit der Schadensaufnahme und –analyse beauftragt.

Dazu inspizieren wird den Bau optisch, machen Fotos und nehmen Proben sowohl von den knapp 1000 Hartbranntklinkern, die die Namen der Gefallenen tragen als auch von den Porpyhr-Ecksteinen“, sagte Frau Schorcht. Die Proben würden ins Labor geschickt „damit man die eigentlichen Ursachen für die Schäden feststellen kann, um letztlich einen professionelle Sanierung umsetzen zu können.“ Insbesondere die Nordseite des Denkmals weise zahlreiche Schäden auf, „vor allem an den Namensplatten haben wir viele Salzausblühungen. Da müssen wir jetzt schauen, ob es dafür äußere Gründe gibt oder ob sie im Material zu suchen sind.“ In ca. einem Monat lägen die Ergebnisse vor.

„Mit der Sanierung soll nicht die Kriegs-Verherrlichung aufpoliert werden. Es geht in 1. Linie darum, das Gedenken an jene Nordhäuser wach zu halten, die in diesem sinnlosen Krieg einem überzogenen Nationalismus zum Opfer fielen“, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). „Und es geht um die Mahnung an die Nachgeborenen, sich gegen Nationalismus stark zu machen, der Deutschland bereits zweimal ins Verderben gestürzt hat.“

Das am 22. November 1925 von der Stadt Nordhausen errichtete Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges im Gehege besteht aus Porphyr – Hausteinquadern und senkrecht eingelassenen Bahnen aus Hartbrandklinkern, die die Namenszüge der Gefallenen tragen. Die Abdeckung des Denkmals in Form einer Stufenpyramide besteht ebenfalls aus Porphyrsteinen.
Autor: nnz

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