Noch mal Glück gehabt
Dienstag, 16. September 2008, 14:33 Uhr
Zufrieden mit dem Einsatz im Rahmen des gestrigen Bombenfundes ist Gerd Jung, der stellvertretende Leiter der Nordhäuser Berufsfeuerwehr. Die Feuerwehr hatte den Einsatz geführt, der bis gegen 21.30 Uhr dauerte. Hier sein Resümee...
Das Zusammenspiel zwischen uns, den Rettungsdiensten, dem Leitenden Notarzt, den gesamten Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Nordhausen, der Polizei, dem Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises lief reibungslos – dafür unser herzliches Dankeschön,, sagte Jung. Obwohl die Berufsfeuerwehr selbst unter erschwerten Bedingungen arbeiten musste: Wir lagen im 300-Meter-Evakuierungskreis um den Blindgänger und mussten das Gebäude verlassen: Um 18 Uhr haben wir den Hauptschalter umgelegt. Von da an wurde der Einsatz auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Mitte in der Albert-Traeger-Straße aus einem speziellen Führungsfahrzeug des Landkreises aus geleitet, erklärte Jung. Der gesamte Fuhrpark der Feuerwehr habe Aufstellung am Petersberg genommen.
Er sei erleichtert gewesen, als der Sprengmeister nur einen 300-Meter-Sperrkreis um den Blindgänger festgelegt habe. Wäre der Radius 500 Meter groß geworden, wäre der Aufwand deutlich größer geworden: Statt 3600 Menschen hätten wir rund doppelt so viele Menschen evakuieren müssen. Und die Abwicklung wäre zugleich komplizierter geworden, weil wir drei Altenheime hätten räumen müssen. Und deren Bewohner hätten darüber hinaus nicht so einfach in der Turnhalle untergebracht werden können – einige hätten im Krankenhaus versorgt werden müssen. So ist dieser Kelch an uns und vor allem den Menschen vorbeigegangen – viele gute Umstände sind am Ende zusammengekommen, so Jung.
Er zollte den Anwohnern im Evakuierungsbereich seinen Respekt: Die Evakuierung lief im Prinzip problemlos – die Menschen hatten Verständnis. Einige sind in ihren Häusern geblieben – die haben wir über mögliche Folgen belehrt, und sie mussten auch ein entsprechendes Formular unterschreiben.
Ein glücklicher Umstand sei auch gewesen, dass es dem Sprengmeister gelungen sei, die Bombe vor Ort zu entschärfen. Hätte das nicht geklappt, hätte der Blindgänger unter großen Sicherheitsvorkehrungen in die Umgebung von Steinbrücken transportiert und gesprengt werden müssen. In der Gemarkung Steinbrücken liegt unser offizieller Ausweichsprengplatz, da man einen Blindgänger nicht ewig durch die Straßen umherfahren kann, sagte Jung.
Autor: nnzDas Zusammenspiel zwischen uns, den Rettungsdiensten, dem Leitenden Notarzt, den gesamten Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Nordhausen, der Polizei, dem Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises lief reibungslos – dafür unser herzliches Dankeschön,, sagte Jung. Obwohl die Berufsfeuerwehr selbst unter erschwerten Bedingungen arbeiten musste: Wir lagen im 300-Meter-Evakuierungskreis um den Blindgänger und mussten das Gebäude verlassen: Um 18 Uhr haben wir den Hauptschalter umgelegt. Von da an wurde der Einsatz auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Mitte in der Albert-Traeger-Straße aus einem speziellen Führungsfahrzeug des Landkreises aus geleitet, erklärte Jung. Der gesamte Fuhrpark der Feuerwehr habe Aufstellung am Petersberg genommen.
Er sei erleichtert gewesen, als der Sprengmeister nur einen 300-Meter-Sperrkreis um den Blindgänger festgelegt habe. Wäre der Radius 500 Meter groß geworden, wäre der Aufwand deutlich größer geworden: Statt 3600 Menschen hätten wir rund doppelt so viele Menschen evakuieren müssen. Und die Abwicklung wäre zugleich komplizierter geworden, weil wir drei Altenheime hätten räumen müssen. Und deren Bewohner hätten darüber hinaus nicht so einfach in der Turnhalle untergebracht werden können – einige hätten im Krankenhaus versorgt werden müssen. So ist dieser Kelch an uns und vor allem den Menschen vorbeigegangen – viele gute Umstände sind am Ende zusammengekommen, so Jung.
Er zollte den Anwohnern im Evakuierungsbereich seinen Respekt: Die Evakuierung lief im Prinzip problemlos – die Menschen hatten Verständnis. Einige sind in ihren Häusern geblieben – die haben wir über mögliche Folgen belehrt, und sie mussten auch ein entsprechendes Formular unterschreiben.
Ein glücklicher Umstand sei auch gewesen, dass es dem Sprengmeister gelungen sei, die Bombe vor Ort zu entschärfen. Hätte das nicht geklappt, hätte der Blindgänger unter großen Sicherheitsvorkehrungen in die Umgebung von Steinbrücken transportiert und gesprengt werden müssen. In der Gemarkung Steinbrücken liegt unser offizieller Ausweichsprengplatz, da man einen Blindgänger nicht ewig durch die Straßen umherfahren kann, sagte Jung.

