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nnz-Rückspiegel: 30. Juni 2001

Sonntag, 30. Juni 2002, 08:58 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Landrat und Wacker-Bilanz


Landrat Claus im Grenzlandmuseum
Auf Einladung des CDU-Stadtverbandes Bad Sachsa stattete Landrat Joachim Claus (CDU) am Freitag dem Grenzlandmuseum Bad Sachsa einen ersten Besuch ab. Nach einer Besichtigung mit fachkundigen Erklärungen durch den Vorsitzenden des Museumsvereins, Rainer Böhle, besichtigte Claus die auf Thüringer Seite in der Gemarkung Klettenberg befindlichen Außenanlagen auf dem Warteberg. Der Landrat zeigte sich beeindruckt von den ausschließlich in privater Initiative zusammengetragenen Exponaten. Claus wörtlich: "Wir müssen das dunkle Kapitel an der Grenze auch unseren Kindern vor Augen führen, Geschichte muß erlebbar sein." Bedauerlicherweise sah sich das Land Niedersachsen bisher nicht in der Pflicht, dem Verein finanziell „unter die Arme zu greifen“. Das Museum ist ein Besuchermagnet und konnte im Jahr 2000 6.500 Besucher verbuchen. Vor anwesenden Pressevertretern sagte Claus eine Prüfung möglicher Unterstützungsmaßnahmen von Nordhäuser Seite zu. Weitere Themen der Begegnung waren die Verkehrswege, wie der Ausbau der B 243 und die Sanierung der Südharzstrecke, die für beide Landkreise lebenswichtig sind. Bemängelt wurde auch die Berichterstattung in der Presse, die an der jeweiligen Landesgrenze aufhört...ausführlich im nnz-Archiv


Dem Niedergang folgte der Neubeginn
Die zurückliegende Saison wird in die fast 96-jährige Fußball-Geschichte des FSV Wacker 90 Nordhausen als die schicksalsschwerste des Traditionsvereins eingehen. Wacker durchlebte im vergangenen Spieljahr sowohl sportlich als auch wirtschaftlich die schlimmste Krise seit der Vereinsgründung im Jahre 1905. Es grenzt fast schon an ein Wunder, daß es einigen engagierten Männern, die sich in der schier ausweglosen Situation vor den Karren gespannt haben, unter größten Kraftanstrengungen noch gelungen ist, den arg gebeutelten Verein vor dem Aus zu retten und ihm wieder eine Perspektive zu geben. Zum Trainingsauftakt Mitte Juli 2000 leistete der damalige Präsident Bernd Seidenstücker den Offenbarungseid und meldete beim Amtsgericht Mühlhausen das Insolvenzverfahren an. Zu hoch waren die Schulden, die sich im Laufe der letzten Jahre angehäuft hatten. Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen blieb ihm gar nichts anderes übrig wegen Zahlungsunfähigkeit des Vereins das Gericht einzuschalten. Das Präsidium trat geschlossen zurück. Zwei Drittel der Stammspieler der Oberliga-Elf, die komplette 2. Mannschaft, die den Aufstieg in die Landesklasse geschafft hatte, und die A-Junioren verließen daraufhin wegen Perspektivlosigkeit den Verein...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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