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Kein Schotter

Donnerstag, 11. September 2008, 14:12 Uhr
Radwege sind heutzutage nicht mehr wegzudenken. Jetzt soll in Nordhausen ein neuer Weg für Radler her, der die wiederum – je nach Kondition – ins Schwitzen bringen könnte...


Die Besucher des Geheges und die Radfahrer auf der Wallrothstraße können sich freuen: Noch in diesem Jahr soll im Gehege der 1. Abschnitt des bisher unbefestigten Wegs parallel zur Wallrothstraße in Richtung Beethovenring zwischen Geiersberg und Übergang zum Bingerhof zu einem festen Fuß- und Radweg ausgebaut werden. Das kündigte jetzt Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU) an, die gestern das Projekt im Verkehrsausschuss des Stadtrates vorstellte. Die Ausschussmitglieder befürworteten das Vorhaben. In den kommenden Tagen würden Details noch mit dem ADFC Nordhausen abgestimmt.

„Zum einen ist der existierenden Weg vor allem auf dem starken Gefällstück auf Höhe des Bingerhofes in einem desolaten Zustand – insbesondere durch die Auswaschungen nach Regenfällen. Zum zweiten nutzen derzeit viele Radfahrer die Wallrothstraße, um von der Unter- in die Oberstadt bzw. zurück zu kommen. Gerade im Bereich des Geheges mit den Kurven und Engstellen ist dies allerdings gefährlich - deshalb sollen die Fahrradfreunde künftig diesen Weg am Fuße des Geheges nutzen – und dafür muss er in einem ordentlichen Zustand sein“, sagte Frau Klaan.

Die rund 400 Meter lange Strecke bekomme eine Bitumenschicht – allerdings nicht schwarz, wie sonst üblich „sondern in heller Farbe“, so die Dezernentin. An den Steilstücken des Weges wird der Belag deutlich aufgeraut, „damit auch im Winter ausreichend Griff vorhanden ist“, sagte Frau Klaan. Darauf hatten die Ausschussmitglieder verwiesen. Entgegen der sonst üblichen Verfahrensweise im Umland der Kernstadt wird auf eine großkörnige Schotterung der Radstrecke verzichtet.

Dass in einem Stadtwald der Wegebau in Form einer so genannten gebundenen Oberfläche geschehe, bleibe die absolute Ausnahme. „Einen Radweg direkt an der Straße entlang zu führen geht hier allerdings aus Platzgründen nicht. Nur aus diesem Grund hat auch das Forstamt und die Untere Naturschutzbehörde zugestimmt Die Stadt Nordhausen wird dafür an anderer Stelle aufforsten bzw. andere Ausgleichsmaßnahmen vornehmen.“ Der zweite Bauabschnitt zwischen Bingerhof und Kreuzung mit dem Beethovenring sei für das kommende Jahr geplant, so Frau Klaan. Die Kosten für den 1. Bauabschnitt betragen rund 40.000 Euro.
Autor: nnz

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